Sehnsuchtsort Shangri-La

Reisezeit: September 2017  |  von Peter Belina

Bei den Schneebergen

180-Grad-Panorama Naturschutzgebiet Yading

180-Grad-Panorama Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

14.09.2017

Heute ist Natur angesagt. Erst geht es zwei Stunden mit unserem Bus Richtung Süden, immer bergauf, der höchste Pass liegt bei 4.315 Metern. Vom letzten Ort aus kommt man nur mit Bussen der Parkverwaltung des Naturschutzgebietes Yading weiter. Das ist auch besser so, da die mieten Besucher mit SUVs der Oberklasse hier aufschlagen, natürlich von der extrabreiten Sorte, dann aber schon Schwierigkeiten haben, wenn sie bergauf anfahren sollen.

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

In Stein gemeiselte Phantasien

Mitten in den Bergen erwartet uns am Ortsrand von Yading ein Busterminal, das Downtown New York City alle Ehre machen würde. Da hat offenbar jemand, der hier das Sagen hat, seine Fantasien in Stein gemeiselt. Leider fehlen ein paar Kleinigkeiten, so gibt es im Parkhaus keinen Lift, vier Etagen geht es auf Marmortreppen nach oben, die sich bei Regen in eine Rutschbahn verwandeln, bis man endlich am Dach ist. Dort geht es durch eine Grünanlage am geschlossenen Shopping-Center vorbei zu einer nicht funktionierenden Rolltreppe. Von dort aus weiter über eine zweite Grünanlage zu Stufen, die uns endlich zur Bushaltstelle bringen.

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

Mitgefühl, Kraft und Weisheit

Sobald ein Bus voll ist, geht es in rund einer Stunde, wieder über einen entsprechend hohen Pass, zum Kloster Chonggo Gompa. Von dort aus geht es per Elektrobus im mörderischen Tempo noch mal sechs Kilometer zur Luorong-Steppe auf 4.100 Metern Höhe. Zu siebt wandern wir am Bach entlang zurück in Richtung Kloster.

Im Hintergrund drei „Schneeberge“, wie hier die Gletscher genannt werden. Diese Berg-Trinität mit den Bergen Mitgefühl (6.032 Meter), Kraft und Weisheit (so die jew. Übersetzung), gilt als heilig. An den Bäumen merkt man, dass hier langsam der Herbst einsetzt. Die einheimischen Touristen haben wir zu 99% hinter uns gelassen bei diesem 90-minütigen Spaziergang.

Es ziehen viele Wolken durch, zwischendurch regnet es auch mal, das Licht ändert sich laufend. Wir kommen genau zum vereinbarten Zeitpunkt unten an, haben deshalb leider keine Zeit mehr, uns das Kloster näher anzuschauen. Hätten wir es bloß gemacht. Einer unserer Mitreisenden lebt leider in einer anderen Zeitzone. Keiner weiß, wo er wieder steckt. Im Endeffekt hängen wir weit über eine Stunde lang an der Busstation rum. Da hätten wir zweimal Zeit gehabt, uns das Kloster anzuschauen. Dumm gelaufen…

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

Chonggo Gompa

Chonggo Gompa

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

Naturschutzgebiet Yading

Es gibt hier in der Gegend nicht nur jede Menge Enzian und Edelweiß, sondern zum Teil richtige Blumenmeere

Es gibt hier in der Gegend nicht nur jede Menge Enzian und Edelweiß, sondern zum Teil richtige Blumenmeere

Sympathischer Ort Daocheng

Da ich meine Schlüsselkarte heute früh nicht abgegeben habe, komme ich nicht ins Zimmer. Also mangels Lift wieder zwei Etagen runter zur Rezeption und dann wieder hoch. Auf 3.700 Metern Höhe spürt man das.

Zum Abendessen sind wir im gleichen Lokal wie gestern, hatten allerdings Momos vorbestellt, am ehesten vergleichbar mit Maultaschen. Wirklich lecker die Teile. Dieses „Dorf“ Daocheng mit seinen rund 7.000 Einwohnern gibt sich mit seiner Fußgängerzone und der Vielzahl der Geschäfte sehr städtisch.

Daocheng

Daocheng

© Peter Belina, 2017
Du bist hier : Startseite Asien China Bei den Schneebergen
Die Reise
 
Worum geht's?:
Shangri La: Sehnsuchtsort, Myhos, Mystik, Abenteuer? Gut zwei Wochen unterwegs im Süden Chinas von Chengdu nach Kunming.
Details:
Aufbruch: 08.09.2017
Dauer: 17 Tage
Heimkehr: 24.09.2017
Reiseziele: China
Der Autor
 
Peter Belina berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors