Auf ins Land von Dracula & Co.

Reisezeit: April / Mai 2018  |  von Ulrike S.

Das Abenteuer Rumänien beginnt: Sapanta und die Maramuresch

Ein fröhlicher Friedhof

Der nächste Tag beginnt mit Sonne satt. Wir beschließen, den "fröhlichen Friedhof von Sapanta" mit dem Fahrrad zu erkunden. Auf dem Weg über die Dorfstraße kommen wir uns vor, wie aus der Welt gefallen. Alte Frauen sitzen vor ihren Häusern auf Holzbänken und spinnen Wolle, ganze Familien fahren mit Pferdefuhrwerken zur Heuernte, freilaufende Hunde und Katzen, einfache aber sehr gepflegte Häuser mit Zäunen drum herum. Das liegt noch weiter zurück als unsere Kindheit.

Der Friedhof ist schon von weitem an seiner farbenprächtigen Kirche zu erkennen. Auf den bunt bemalten Holzkreuzen wird die Geschichte und das Leben der Verstorbenen erzählt. Rund um das Touristenmagnet hat sich ein bunter Markt mit Restaurants und Souvenirständen angesiedelt. Die einen nennen es Touristenfalle, wir finden es ganz nett und man sollte es schon gesehen haben.

Geschichtsunterricht in Sighetu Marmatei

Unser nächstes Ziel ist die Stadt Sighetu Marmatei. Einst ein Schmelztiegel der Kulturen erlebte die Stadt auch grausame Zeiten. Unter anderem ist hier eines der gefürchteten Gefängnisse für politisch Verfolgte angesiedelt gewesen. Heute ist dieses Gefängnis eine Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus und des Widerstandes - "Mahnmal des Schmerzes". Ein bedrückendes Zeugnis einer brutalen Geschichte und Diktatur.

Anhand persönlicher Einzelschicksale wird die Geschichte des kommunistischen Regimes ausgearbeitet

Anhand persönlicher Einzelschicksale wird die Geschichte des kommunistischen Regimes ausgearbeitet

Von schlechten Straßen und schönen Klöstern

Nach diesem eher bedrückenden Besuch tut die Fahrt durch das Idyllische Valea Izei richtig gut. Auf leider sehr, sehr holprigen Straßen fahren wir durch einige der schönsten und typischen Dörfer der Maramuresch mit Holzhäusern, Holzkirchen und alten Handwerksbetrieben.

In Barsana besuchen wir eine wunderschöne Klosteranlage. Es handelt sich hierbei um das neue Nonnenkloster Hl. 12 Apostel und es wird noch fleißig gebaut. Eine Oase der Ruhe mit interessanten Gebäuden ist die orthodoxe Kultur für uns sehr ungewohnt.

Endstation für heute: Viseu de Sus

Über eine kurvige Bergstraße mit beeindruckenden Panorama-Aussichten gelangen wir schließlich nach Viseu-de-Sus. Hier parken wir auf dem Gelände der Wassertalbahn, von wo aus wir morgen eine Fahrt mit dem Dampfzug machen wollen.

© Ulrike S., 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unsere Frühsommer-Reise 2018 führte uns über Österreich und Ungarn ins Land von Dracula & Co. nach Rumänien. Wir erkundeten dieses spannende Reiseland mit unserem Fernreisemobil. Eine eindrucksvolle, spannende und überraschende Reise.
Details:
Aufbruch: 27.04.2018
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 30.05.2018
Reiseziele: Ungarn
Rumänien
Der Autor
 
Ulrike S. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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