Auf ins Land von Dracula & Co.

Reisezeit: April / Mai 2018  |  von Ulrike S.

Das Abenteuer Rumänien beginnt: Kloster Moldevita und Sucevita

Kloster Moldevita

Nach einer sehr ruhigen Nacht und Frühstück mit selbst gebackenem Brot machen wir uns auf den sehr kurzen Weg ins Kloster Moldevita. Zuvor ersteht Frank noch vom Hausherrn ein handbemaltes Straußenei. Die kunstvolle Gestaltung von Hühner-, Gänse-, Enten- und eben auch Straußeneiern ist typisch für die Bukovina.

Am Kloster kommen wir genau zum sonntäglichen Gottesdienst an. Allerdings ist es wohl üblich, dass die Gläubigen die stundenlange orthodoxe Zeremonie mal drinnen, mal draußen, mal früher oder mal später besuchen. Es herrscht ein stetiges Kommen und Gehen. Somit sehen wir vom Innenraum nur wenig. Aber die Außenfresken sind schon sehr beeindruckend. Umgeben von 5 Meter hohen und sehr dicken Außenmauern samt Wehrtürmen gehört das Kloster zum UNESCO-Weltkulturerbe und wurde vom (unehelichen) Sohn Stefans des Großen 1532 in Auftrag gegeben. 1785 wurde das Kloster aufgelöst und 1935 als Nonnenkloster wieder eröffnet. Es gehört damit zu den Einrichtungen, die die kommunistische Ära überdauert haben.

Die kunstvolle Gestaltung von Hühner-, Gänse- oder Straußeneiern ist typisch für die Region der Bukovina

Die kunstvolle Gestaltung von Hühner-, Gänse- oder Straußeneiern ist typisch für die Region der Bukovina

Kloster Nummer 1: Das Kloster Moldevita

Kloster Nummer 1: Das Kloster Moldevita

Beeindruckend sind die kunstvollen Außenfresken

Beeindruckend sind die kunstvollen Außenfresken

Nach dem Besuch des kleinen Museums fahren wir weiter über den Ciumarna-Pass (1.109 Meter). Frank würde ja aus der Übung kommen, wenn heute nicht eine Passstraße auf dem Programm stehen würde

Von hier oben aus hat man eine wunderbare Aussicht über die Obcina-Mara-Berge. Das 7 Meter hohe Monument - eine ausgestreckte Handfläche - wurde zu Ehren der Arbeiter errichtet, die die 1969 erbaute Passstraße geschaffen haben.

Und wieder einmal ist ein Pass-Sträßchen zu bewältigen

Und wieder einmal ist ein Pass-Sträßchen zu bewältigen

In Sucevita steuern wir das nächste Kloster des heutigen Tages an.
Das Kloster von Sucevita stammt aus dem Jahr 1584 und ist umgeben von grünen Berghängen. Die Außenfresken gehören zu den mit am besten erhaltenen der Moldauklöster. Die mineralischen Farben strahlen auch heute noch frisch und das Geheimnis scheint in einer Beimischung von Kuhmilch-Käse zu liegen - so stand es zu lesen.
Auch ein Museum ist angegliedert und zu sehen sind wertvolle liturgische Gefäße aus Silber sowie mit Gold- und Silberfäden bestickte Grabtücher der Fürstenfamilie.

Kloster Nummer 2: Sucevita

Kloster Nummer 2: Sucevita

Auch hier wunderschöne Außenfresken

Auch hier wunderschöne Außenfresken

Nach dem Klosterbesuch steuern wir durch das lang gestreckte und zersiedelte Dorf Sucevita unseren Übernachtungsplatz an. Die nette WoMo-Pension "Cristal". Ein kleiner Bauernhof mit Kühen, Hühnern, Katzen, Hasen und einem großen Gemüsegarten. Stella, die Inhaberin, empfängt uns herzlich und wir stehen quasi in ihrem Garten direkt am Fluß. Leider erfahren wir erst später, dass sie auf Anfrage auch für ihre Gäste kocht. Wir stehen hier in einem kleinen Paradies, kein Müll um uns herum, wir haben Strom und können Frischwasser zapfen. Außerdem genießen wir die Abendsonne draußen und können - dank hervorragender WLAN-Verbindung - auch unseren Reiseblog auf Vordermann bringen.

© Ulrike S., 2018
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Unsere Frühsommer-Reise 2018 führte uns über Österreich und Ungarn ins Land von Dracula & Co. nach Rumänien. Wir erkundeten dieses spannende Reiseland mit unserem Fernreisemobil. Eine eindrucksvolle, spannende und überraschende Reise.
Details:
Aufbruch: 27.04.2018
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 30.05.2018
Reiseziele: Ungarn
Rumänien
Der Autor
 
Ulrike S. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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