Eine faszinierende Stadt aus 1001 Nacht - Marrakesch 2012

Reisezeit: März / April 2012  |  von Brigitte Amrhein

Freitag, 23. März - erste Erkundungen

Heute ist es nicht sonnig - in der Luft hängt feiner Sand, den der Wind immer wieder aufwirbelt - es ist aber schön warm.
Wir beschließen, zuerst die Sehenswürdigkeiten an der Place Ben Youssef (die Medersa, das Musée de Marrakech und die Koubba) zu besuchen. Hier begegnet uns zum ersten Mal, dass wir für wenig Geld (ca. 5,50 € pro Kombi-Ticket) sehr viel und vor allem sehr interessante Dinge sehen können.
Im Museum fasziniert uns die orientalisch-filigrane Architektur des Palastes ebenso wie viele der Ausstellungsstücke.

Im Musée de Marrakech

Im Musée de Marrakech

Kunstvolle Schnitzereien im Musée de Marrakech

Kunstvolle Schnitzereien im Musée de Marrakech

Im ehemaligen Hammam des Palastes

Im ehemaligen Hammam des Palastes

Die Koubba ist einige Jahrhunderte älter und das besterhaltene Bauwerk aus der Zeit der Almoraviden (12. Jh.). Die mit Muscheln aus Stuck verzierte Kuppel gefällt uns ebenso sehr wie die in ihrer Art vielleicht einmalige zugängliche Zisterne.
Aber die Medersa Ben Youssef stellt alles in der Nähe einfach in den Schatten! Überall filigrane Schnitzereien, Stuck- und Marmor-Ornamente, kunstvolle Fliesenböden und im Gegensatz dazu die sehr kleinen und einfachen Stuben der Schüler, von denen einige nicht einmal ein Fenster haben.
Der Innenhof mit dem Bassin und den Arkaden ist einfach herrlich, der Gebetsraum mit dem Mihrab eine Sehenswürdigkeit für sich.

Koubba aus der Zeit der Almoraviden

Koubba aus der Zeit der Almoraviden

Die Medersa Ben Youssef war eine der bedeutendsten Koranschulen des Mahreb

Die Medersa Ben Youssef war eine der bedeutendsten Koranschulen des Mahreb

Innenhof der Medersa Ben Youssef

Innenhof der Medersa Ben Youssef

Ehemaliger Gebetsraum der Medersa

Ehemaliger Gebetsraum der Medersa

Danach gehen wir ins Gerberviertel, wo wir uns die (im wahrsten Sinn des Wortes) atemberaubende und aufwendige Technik erklären lassen. Es ist wirklich faszinierend, aber einmal gesehen reicht - vor allem unseren Nasen...
Anschließend stärken wir uns in einem kleinen, vor allem von Einheimischen frequentierten Lokal in der Nähe der Koubba, bevor wir uns wieder auf den Weg machen, diese neue Welt zu erkunden.
Eigentlich wollen wir zu mehreren sehenswerten Plätzen und dem Dar El Bacha, aber wir bringen es fertig, über 2 Stunden durch die Gassen der Medina und einen Teil der Souks zu gehen, ohne irgendetwas davon oder die Stadtmauer zu sehen - dafür landen wir am Ende wieder an der Place Ben Youssef... Jetzt kennen wir uns wieder aus!

In der Medina von Marrakesch

In der Medina von Marrakesch

Im Gerberviertel von Marrakesch

Im Gerberviertel von Marrakesch

Blick über die Medina von einer Terrasse

Blick über die Medina von einer Terrasse

Also versuchen wir es jetzt anders herum und so kommen wir auch zur Place Djemaa el-Fna, wo aber trotz der vielen Leute noch nicht wirklich viel los ist. Wir trinken in einem Café mit Blick auf den Platz eine heiße Schokolade und erleben doch tatsächlich ein paar Regentropfen!
Auf dem Platz treffen die ersten Garküchen ein und der Aufbau beginnt. Wir gehen aber zur Kasbah-Moschee (auf der doch tatsächlich ein Storch nistet!) und den Saadier-Gräbern, die aber schon geschlossen haben. Dann eben morgen!
Vorbei an der Koutoubia-Moschee und mehr oder weniger quer durch die Gassen der Medina gehen wir wieder zur Place Ben Youssef.
Auf dem kurzen Weg zurück zum Dar entdecken wir das neu eröffnete Lokal "Terrasse la Medersa", wo wir auf der Dachterrasse preiswert und sehr gut essen.

Im Leder-Souk von Marrakesch

Im Leder-Souk von Marrakesch

Die Garküchen auf der Place Djemaa el-Fna werden jeden Tag auf- und wieder abgebaut

Die Garküchen auf der Place Djemaa el-Fna werden jeden Tag auf- und wieder abgebaut

Kasbah-Moschee samt Storch

Kasbah-Moschee samt Storch

© Brigitte Amrhein, 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Schon seit Jahren war eine Reise in die Rote Stadt ein Traum von mir - wahr geworden ist er dann zusammen mit meinem Lebensgefährten. Wir haben die marokkanische Königsstadt hautnah erlebt und waren von ihrem Flair fasziniert. Wie lange dieses Flair noch erhalten bleiben wird, ist allerdings fraglich...
Details:
Aufbruch: 22.03.2012
Dauer: 12 Tage
Heimkehr: 02.04.2012
Reiseziele: Marokko
Der Autor
 
Brigitte Amrhein berichtet seit 28 Monaten auf umdiewelt.