Thailand 2008 - Unser erster Urlaub!

Reisezeit: November / Dezember 2008  |  von Corinna u.

Kanchanaburi: Elefanten haben Haare

17.11.08

Heute heißt es früh aufstehen. Um 8.00 Uhr wurden wir von einem Kleinbus aufgesammelt, der uns mit 12 weiteren Touristen als erstes zu einem Elefantencamp brachte. Leider ging dort alles sehr schnell, es war einfach Massenabfertigung. Man konnte sich kaum umsehen, da wurde man schon auf einen Elefanten gesetzt und es ging los. Wir saßen zusammen im Korb auf dem Rücken des Tieres, vor uns der Mahout im Nacken des Elefanten. Unser Tier schwankte sehr, was auch daran lag, dass er es sehr eilig hatte. Statt brav hinter den anderen entlang zu stampfen, ging es erst einmal querfeldein durch die Büsche und schon wurde der erste Vordermann bergauf überholt. Allmählich gewöhnten wir uns an den Schwankrhythmus, aber unser Rennelefant ließ nicht locker. Schnell wurden weitere "Vorderelefanten überholt. Schließlich ging es an den Hütten der Mahouts und deren Familien vorbei, wo mitten auf dem Weg ein Kinderfahrrad lag. Stefan und ich wollten bereits Wetten abschließen, ob der Elefant einfach darüber hinweggeht oder doch außenrum. Wir hätten beide verloren. Dumbo blieb erstmal stehen, nahm das Rad dann mit dem Rüssel hoch und läuft damit weiter. An der letzten Hütte wirft er das Rad einfach daneben hin - aufgeräumt!

Looks like elefant!

Looks like elefant!

Anschließend ging es runter zum Fluss, vielleicht hat er es deshalb so eilig, er will ins Wasser!? Aber nein, auch in diesem Element legt er ein rasendes Tempo hin. Nach der Flussdurchquerung stieg der Mahout ab und ich durfte mich an seine Stelle setzen. Es war schon eigenartig, so direkt am Kopf zu sitzen, das Tier hat mit seinen Ohren ständig gegen meine Beine geschlagen und seine drahtigen Haare (vereinzelt 10cm lang) rieben an den Beinen. Nach diesem Erlebnis wollte ich die Tiere noch füttern, aber ich hatte keine Gelegenheit mehr die gekauften Bananen zu verteilen, alles musste schnell weitergehen, offenbar hatten wir einen engen Zeitplan!
Als letzte stiegen wir auf den überfüllten Pickup, nur mit einer Pohälfte auf der Bank und gelangten in etwa 2 min zum Flussufer, wo wir eine Schwimmweste bekamen und je zu viert mit einem "Kapitän" ein Bambusfloss bestiegen. Wir ließen uns den Fluss entlang treiben, da um diese Uhrzeit keine Krokodile unterwegs sind, hätten wir auch schwimmen gehen dürfen. Die Australierin auf unserem Floß wagte sich ins braune Wasser, als sich der Guide nach ihr umdrehte, verlor er das Gleichgewicht und nahm ebenfalls ein unfreiwilliges Bad! Anschließend ging es wieder rauf auf den Pickup und in irrer Geschwindigkeit zurück zum Elefantencamp.

Bamboo-Rafting

Bamboo-Rafting

Danach wurden wir in die entsprechenden Minibusse umgeladen und erreichten nach etwa 1 h Fahrt den Erawan-Nationalpark. Wir aßen kurz zu Mittag und machten uns dann auf Richtung Wasserfall, der sich in 7 Stufen den Berg nach unten zieht. Bereits vor dem Wasserfall sahen wir viele Affen, die neugierig die Besucher abschätzten, ob Nahrung abfallen würde.
Der Wasserfall war wirklich klasse! An der zweiten Stufe wurde kurz unsere Flasche registriert, damit wir sie auch wieder zurückbringen und nicht in der Natur entsorgen. Jede Stufe war anders und ein Erlebnis für sich, der Aufstieg von Stufe zu Stufe ging durch dichten Wald, je weiter nach oben es ging, umso unwegiger wurde es. An der vierten Stufe sind wir zum ersten Mal ins Wasser, es war traumhaft warm und viele Fische, die einen gerne mal anknabberten, schwammen im Becken. An dieser Stufe konnte man auch einen Felsen als Rutschbahn nutzen. Auch in der fünften Stufe waren wir nochmal im Wasser und haben - hoffentlich- gute Fotos mit unserer wasserfesten Einwegkamera gemacht. Die hat sich hier auf alle Fälle rentiert!

Erawan-Wasserfall

Erawan-Wasserfall

Wir sind fast bis zur siebten und letzten Stufe aufgestiegen, aber mussten dann zurück, um pünktlich am Abfahrtsort zu sein. Wir mussten ein ordentlichen Tempo an den Tag legen und hatten leider keine Möglichkeit mehr nochmal zu baden.
Nach einer weitern Stunde Fahrt kamen wir schließlich zur Krasae-Cave und dem Wang Po-Viadukt. Mit einem klapprigen, ratternden Zug sind wir vier Stationen, vorbei an Tapioke-Feldern (kartoffelähnlich) gefahren. Anschließend ging es mit dem Bus zurück nach Kanchanaburi, wo wir noch einen 20-minütigen Stopp an der berühmten Brücke eingelegt haben. Mit zwei Stuttgartern, die dieselbe Tour bei einem anderen Veranstalter gebucht hatten, haben wir uns für später verabredet. Vor dem Duschen und Abendessen, haben wir im Reisebüro noch die Minibustickets für unseren Transport nach Ban Pong morgen erstanden. Dort wollen wir in den Nachtzug steigen.
Abendessen gab es im Restaurant gegenüber, wo dann auch Sabrina und Ralf, die zwei Stuttgarter hinzukamen. Es gab viel zu reden und zu trinken. Später kamen noch zwei Nürnberger, Barbara und Tobias dazu. Als das Restaurant schloss, mussten wir uns nach einer anderen Kneipe umsehen und landeten schließlich in der Buddha-Bar, geführt von Captain Jack Sparrow!

Jack Sparrow - die Haare sind echt!

Jack Sparrow - die Haare sind echt!

Es war wirklich abgefahren! Wir sechs Deutsche in der Reggae-Bar eines durchgeknallten Thai! Das Männerklo hatte offenbar eine Einrichtung aus Autoteilen (Kotflügel als Pissoir) und wir beschrieben die Falttür am Eingang mit lieben Grüßen. Erst um halb zwei beendeten wir den Abend!

Deutsche Runde

Deutsche Runde

Ralf und Sabrina machen sich morgen auf den Weg nach Ayutthaya, Barbara und Tobias fahren mit einem früheren Nachtzug ebenfalls in den Süden.

© Corinna u., 2008
Du bist hier : Startseite Asien Thailand Elefanten haben Haare
Die Reise
 
Worum geht's?:
Sooo, endlich ist es geschafft, die Daten für den ersten gemeinsamen, zweisamen richtigen Urlaub stehen und das Ziel ist natürlich auch bekannt: THAILAND!! Wenn zwei Chemiker Urlaub machen...
Details:
Aufbruch: 14.11.2008
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 01.12.2008
Reiseziele: Thailand
Der Autor
 
Corinna u. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.