Solo für Fortgeschrittene

Myanmar-Reisebericht  |  Reisezeit: November 2018 - April 2019  |  von Maritta Wulf-Bauer I.

Taunggyi - der Overkill

In Taunggyi ist das Ballonfestival, der 2. Fixpunkt meiner Reise. Auch das wollte ich unbedingt sehen und hatte Monate voraus ein Zimmer in einem Guesthouse gebucht.
Lose verabredet mit einem Mitglied einer Facebookgruppe. Das Guesthouse bringt ein paar Gäste sogar kostenlos zum Festivalgelände.
Angekommen dort: ein Riesenvolksfest, der Rosenmontagszug ist ein Kindergeburtstag dagegen. Und da will ich jemanden treffen???
Die Geräuschkulisse ist grauenhaft. Überall werden Lautsprecher eingesetzt und jeder übertrumpft sich an der Lautstärke.
Erstmal die Straße bis zum Startplatz hochlaufen, vorbei an Verkaufsständen, Freßmeilen, der Unterschied zu unseren Volksfesten ist da nicht sehr groß. Höchstens das Angebot ist unterschiedlich.

Nachmittags starten die Tierballons. Ein Team bereitet einen, manchmal auch mehrere Ballone vor. Erst wird Rauch in die Hülle geblasen, damit sich der Körper aufbläht. Je einfacher die Form, um so leichter fliegen sie. Ein Schwein fliegt aufgrund des runden Körpers besser als ein Tier mit langem Kopf und Geweih z.B.
Jeder gelungene Start wird mit viel Gejohle gefeiert.
Der Platz füllt sich immer mehr. Sicherlich mehrere Hunderttausende.

4 Schweine waren es insgesamt

4 Schweine waren es insgesamt

die Gorillas waren am besten, die haben auch den 1. Platz gemacht

die Gorillas waren am besten, die haben auch den 1. Platz gemacht

der Hirsch ist leider nicht hochgekommen.  Zu schwierig, die Luft in Kopf und Geweih zu bekommen

der Hirsch ist leider nicht hochgekommen. Zu schwierig, die Luft in Kopf und Geweih zu bekommen

Auf dem Startplatz finde ich Edgar tatsächlich zusammen mit einem Freund. Edgar ist ein Myanmar Fan und kennt sich wirklich gut aus. Gibt sehr gute Tips, was das Verhalten bei den Ballonstarts angeht. Das bestimmte Verhaltensmaßnahmen sinnvoll sind, sollte sich am Abend beweisen.
Bis dann die Starts am Abend beginnen, essen und trinken wir an der Foodmeile.

Alex und Edgar

Alex und Edgar

Überall auf dem Wege liegen Bettler, Erwachsene und Kinder. Aber auch hier existiert die Bettlermafia. Nichts bleibt bei den wirklich armen Gestalten.
Das Riesenrad wird übrigens mit Körperkraft betrieben.

Ihr wolltet ein Foto? Bitteschön.  Das sind übrigens Bambusstangen, gefüllt mit Sticky Rice, süßem Reis.  Eine tierische Arbeit, das herzustellen. Wird für ein paar Cent verkauft. Leeeeeeecker!

Ihr wolltet ein Foto? Bitteschön. Das sind übrigens Bambusstangen, gefüllt mit Sticky Rice, süßem Reis. Eine tierische Arbeit, das herzustellen. Wird für ein paar Cent verkauft. Leeeeeeecker!

Um 19.30 geht’s dann mit den anderen Ballons weiter.
Hier sind die Ballons, im Gegensatz zu den Tieren am Nachmittag genormt, was größe und Form angeht.
Anders ist auch, das unter den Ballons kästen mit Feuerwerkskörpern angebracht sind.
Die Ballons werden zum steigen gebracht, und dabei muß höllisch aufgepasst werden, das nicht schon am Boden die Feuerwerkskörper mit entzündet werden.
Wenn der Ballon dann in die Luft steigt, wird irgendwann auch das Feuerwerk entzünden,
es steigt allerdings nicht nach oben, sondern schießt senkrecht nach unten und seitwärts.

Wie gefährlich das Ganze ist, zeigt sich ganz schnell. Ein Ballon fängt auf geringer Höhe Feuer und stürzt ab Richtung Foodmeile. Das Feuerwerk entzündet sich, und schießt kreuz und quer durch die Menge.
Die letzten Ballone habe ich mir nicht mehr angeschaut,
Ich musste raus aus der Menge, und wie ich dann später noch von Edgar hörte, ist noch ein Ballon in die Menge gestürzt, (ziemlich genau dort, wo ich gesessen habe) und es muß viele Verletzte gegeben haben. Auch Todesfälle kommen immer wieder vor.
Also eigentlich nicht besonders empfehlenswert, und selbst mit Wind im Rücken und reichlich Sicherheitsabstand kann's schon mal daneben gehen

Guesthousezimmer

Guesthousezimmer

meine neue Freundin

meine neue Freundin

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Eine Reise in 6 Kapiteln Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam und schaun'wirmal.
Details:
Aufbruch: 05.11.2018
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 16.04.2019
Reiseziele: Myanmar
Thailand
Laos
Kambodscha
Vietnam
Malaysia
Indonesien
Der Autor
 
Maritta Wulf-Bauer I. berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Aus dem Gästebuch (3/91):
anonym 1556982502000
Habe gerade hier gest­öbert. Hochinte­res­sant und viele schöne Bilder. Das nächste Mal kommen wir mit­!
Ganz liebe Grüße, Margit
Karl 1555924862000
Liebe Ma­rit­ta,­
tol­le Reise, toller Bericht, tolle Bilder. Wenn ich mich nach Südos­ta­sien auf­mache, werde ich Deinen Bericht nochmal gründlich dur­chle­sen.­
Vie­len Dank und lG
Karl
ines 1554975342000
nusa penida! bitte! da hab ich mon­dfische gesehen und war in der wasch­maschi­ne (wir­bel­nde strömung) aber es gab auch tauch­gänge mit per­fek­ter strömung am rif­fdach vorbei. 1,5 stunfen glot­zen!!!!!!! grüß die mantas - hab ich da auch gese­hen. 5 oder 6? haha! komm bald wie­der!!!!!!