Balkan - entlang der Adria
Tirana
20. - 21. 06.2026
Für die 140 km nach Tirana haben wir ca. 5 Stunden inkl. einer Stunde Rast gebraucht. An der Grenze gab es einen Stau. Die Fahrt ging zum größten Teil über Landstraßen und nur das letzte Stück über eine Autobahn, wo es nochmals einen Stau gab, da uns die ersten Demonstranten (davon später) mit wehenden Fahnen zu Fuß entgegen kamen.
Wir waren völlig überrascht von den ersten Eindrücken Albaniens. Diesen Standard und diese Sauberkeit hätten wir nicht erwartet. Tirana ist ganz eine moderne, farbenfrohe Stadt und wir sind von ihr total begeistert.
Unser erster Halt in Albanien: am Skutarisee - der größte See auf der Balkanhalbinsel liegt im Grenzgebiet zwischen Montenegro und Albanien.
Die Pyramide (sollte 1985 ein Museum für den verstorbenen Diktator Enver Hoxha werden) diente nach dem Ende des kommunistischen Regimes als Kulturzentrum. 2010 sollte es abgerissen werden, das aber von einem Historiker mit einer Pedition verhindert werden konnte. Bis 2023 wurde die Pyramide immer wieder umgestaltet und wurde dann in der jetztigen Form zu einem Kultur- und Bildungszentrum für Jugendliche.
Die große Moschee von Tirana gilt als die größte des Balkans und bietet Platz für 4.500 bis 5.000 Gläubige.
Einer der 173.371 Bunker, die der Diktator Hoxha zwischen 1972 bis 1983 im ganzen Land errichten ließ.
Das Hotel "La Boheme" im 10. Stock im Zentrum war ganz in Ordnung. Blacky gefiel es sehr gut, denn er wurde zum ersten Mal mit einem Lift zu seinem Parkplatz befördert. Heute, Freitag, waren in Tirana viele Hotels ausgebucht, denn vom ganzen Land kamen die Menschen in die Stadt um zu demonstrieren. Viele im Ausland lebende Albanier nahmen den weiten Weg auf sich und fuhren im Konvoi durch Europa um dabei zu sein. Seit Anfang Juli marschiert die aufgebrachte Bevölkerung fahnenschwingend durch die Stadt bzw. versammeln sich vor dem Premierministeramtes. Den rhytmischen Ruf: "Albania ist not for sale" hört man durch die ganze Innenstadt. Die Regierung wird als korrupt betitelt. Umweltprojekte, u.a. das von Kushners (Schwiegersohn von Trump) große, milliardenschwere Vorhaben in einem Naturschutzgebiet ein luxuriöses Resort für 10.000 Multis zu errichten, wurde genehmigt. Bewundernswert kämpft die Bevölkerung, genannt die "Flamingo-Revolution", dass die Insel Sazan und die Halbinsel Karaburun nicht zerstört wird.
Wir versuchten die aufgebrachte Menge zu umgehen, Google maps führte uns auf Umwege zurück ins Hotel. Die Polizei war sehr im Hintergrund präsent aber scheinbar kam es zu keine Ausschreitungen.
Tirana Castle ist nur mehr ein Einkauszentrum - da muss man nicht hin, den von der Burg ist nicht mehr viel vorhanden.
Morgen fahren wir weiter. Schade, aber es ist viel zu heiss in der Stadt.
| Aufbruch: | 31.05.2026 |
| Dauer: | 5 Wochen |
| Heimkehr: | 01.07.2026 |
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