The golden west - USA mit unerwartetem Ende

Reisezeit: April 2010  |  von Sabine H.

Eine Rundreise von L.A. über Las Vegas und (Grand Canyon) bis San Francisco - allein...und mit Überraschung am Ende...

Die Reise beginnt,,,

Zur Vorgeschichte: Wer hier regelmässig meine Berichte liest (und davon gibt es tatsächlich einige !), weiss, dass mein erstes diesjähriges Reiseziel mit "J" anfangen sollte. Japan war eigentlich geplant, aber es würde zu teuer werden. Kirschblütenzeit und dazu das allgemein hohe Preisniveau haben mich dazu gebracht, das mit dem "J" etwas zu vergewaltigen: Ju-Äss-Ey musste als Ersatz herhalten. Gut, USA ist easy - für die meisten. Ich selbst war schon 2 Mal da und fand es auch easy - ohne Auto. Nur will ich diesmal nach Kalifornien und da ist ein Mietwagen obligatorisch, anders geht es eigentlich gar nicht. Ich fahre selbst hierzulande nicht so gerne Auto- jedenfalls keine weiten Strecken und insofern mache ich mir um diesen Gesichtspunkt der Reise schon etwas Gedanken. Die werden aber von diversen Leuten ausgeräumt, die`s schon probiert haben und deren unisono geäusserten Beruhigungen "Autofahren in den USA ist soooo einfach !" habe ich dann einfach mal irgendwann geglaubt. Dennoch habe ich auch mir selbst geglaubt und für die weiten Überland-Strecken lieber Flüge gebucht. So weit, so gut. Am Karfreitag 2010 sollte ich ab Hamburg via Amsterdam nach Los Angeles fliegen und da der Flug nach Amsterdam sehr früh morgens starten würde, habe ich mich für die Nacht zuvor im niegelnagelneuen Radisson Blu Airport Hotel eingebucht.

Ca. 4 Wochen vor Abflug ist die schleswig-holsteinische Landschaft noch immer tief verschneit. Am letzten Februar-Freitag abends fällt der letzte grosse Schnee und ich mache mich an die Arbeit: Schnee-schippen ! Mir macht das ja Spass und so räume ich den Gehweg, habe noch immer nicht die Schnauze voll und will auch noch die Wege rund um´s Haus freischaufeln. Knacks !!!! Oh, oh... ich bin ausgerutscht und umgeknickt, ich sehe eigentlich nur noch Sterne vor lauter Schmerzen im rechten Fussknöchel und schleppe mich gestützt auf die Schneeschaufel zur Haustür zurück. Die Begutachtung des Knöchels ist ernüchternd: Innerhalb von Sekunden dick angeschwollen und blau angelaufen. Shit ! Ein Besuch in der Notaufnahme des Krankenhauses wird am nächsten Morgen nötig. Ergebnis: "Nur" verstaucht, nicht gebrochen.

Am Gründonnerstag breche ich also mit noch immer bandagiertem Fuss und nach wie vor humpelnd nach Hamburg auf, nächtige im schönen Radisson Blu Hotel und fliege am Morgen des Karfreitag nach Amsterdam. Dort habe ich ein paar Stunden totzuschlagen, stelle fest, dass Rolltreppen mit so einem instabilen Fussgelenk echt eine Herausforderung sind und entere letzten Endes die Boeing 747 nach L.A., in der ich mir gegen Aufpreis noch einen deluxe-economy-Sitz mit mehr Beinfreiheit reserviert habe, um mein lädiertes Bein unbeschadet nach Kalifornien verfrachten zu können. Denn ich habe aufgrund der relativen Bewegungsarmut Wasser im Bein und finde die Thrombose-Gefahr relativ bedrohlich, trotz des super-sexy Gummistrumpfes. Aber alles geht gut...bis zur Landung in L.A.

© Sabine H., 2010
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 02.04.2010
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 25.04.2010
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Sabine H. berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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