Südostasien, doch schon wieder....

Reisezeit: Dezember 2010 - März 2011  |  von Esther und Hardy

Laos: Don Khone, 4.000 Inseln

Gebucht hatten wir unsere kombinierte Bus-Bootstour zur Insel "Don Khone" und nach diesem Stopover weiter bis Siem Reap, Kambodscha bei "Laos Adventure Travel" in Pakse.

Der Morgen fing auch schon recht adventuremäßig an. Wir wurden tatsächlich vergessen in unserem Hotel. Im Büro angerufen, der Rückruf erfolgte umgehend, der Bus sei unterwegs. Nach wieder einer Weile, ein 20-Sitzer-Bus, viele Entschuldigungen von einem leicht "crazy" wirkenden jungen Fahrer. Von den Mitreisenden, die uns grinsend empfingen, hörten wir, dass er vorher noch 2 Insassen mitgenommen hatte, die eigentlich wo anders hin wollten. Da hat mein Anruf den Beiden wenigstens auch geholfen, die musste er nämlich erst zurück bringen.

Bei einem Zwischenstopp sind 2 Personen ausgestiegen, dafür wollten aber 4 andere mitfahren. Wir haben uns gefragt, wohin wollen die sich eigentlich setzen? Kein Problem, schnell 2 Plastik-Stapelstühle aus einem Restaurant hintereinander in den Gang gestellt, dann ging es schon weiter.

Blick in den 20-Sitzer-noch ohne Plastikstühle

Blick in den 20-Sitzer-noch ohne Plastikstühle

Da wir vor Ankunft in Don Khone noch eine 2-stündige Bootstour durch die Inseln mit gebucht hatten, wurde für uns -wieder nach einigen Telefonaten unserer Agentur mit dem Fahrer und uns- an einem Steg gehalten, wo wir bereits von einem Bootsführer erwartet wurden. Eine wirklich wunderschöne Fahrt durch die Inselwelt dieser Mekongregion stand uns bevor.

Mit diesem Boot gings los

Mit diesem Boot gings los

Hier wird der gefangene Fisch gesäubert

Hier wird der gefangene Fisch gesäubert

Blick auf das Ufer

Blick auf das Ufer

Eine der Inseln

Eine der Inseln

Bei einem Stopp in "Don Det" mußten wir noch unser Ticket für die Busfahrt nach Siem Reap abholen, dann wurden wir zu unserer Unterkunft "Mr. Pan's Guesthouse" gebracht. Wir bezogen ein Flußhaus direkt am Ufer, linker Hand Blick auf die ehemalige Eisenbahnbrücke. Die Hütte, von innen recht nett, aber das Drumherum, leicht gewöhnungsbedürftig und sehr einfach. Im Verhältnis zu den Bewohnern der Insel wohnen wir jedoch wahrhaft luxeriös. Keine asphaltierten Straßen gibt es hier, die Hühner mit ihren Küken laufen frei auf der Straße herum, Wasserbüffel gehen gemächlich zum Mekong, die Menschen waschen und putzen sich die Zähne im Fluß.

Unser Bungalow

Unser Bungalow

Aussicht von unserer Terrasse

Aussicht von unserer Terrasse

Blick auf die ehemalige Eisenbahnbrücke

Blick auf die ehemalige Eisenbahnbrücke

Der erste Spaziergang, natürlich über die Brücke

Der erste Spaziergang, natürlich über die Brücke

Da ganz hinten ist rechts ist irgendwo unser Bungalow

Da ganz hinten ist rechts ist irgendwo unser Bungalow

Im Restaurant unseres Gästehauses erst einmal was getrunken und gegessen, es war schon Nachmittag. Zusammen mit einem Franzosen haben wir für den nächsten Tag ein Boot gemietet zum Preis von 300.000 Kip für maximal 6 Personen. Wahrscheinlich bringt er aus seiner Unterkunft noch 2-3 Leute mit. Die Fahrt geht zum großen Mekong-Wasserfall und mit etwas Glück können wir vielleicht die sehr seltenen und vom Aussterben bedrohten Flußdelphine beobachten.

Wecker brauchten wir heute früh nicht. Die Menschen kehren abends bei Einbruch der Dunkelheit mit ihren Booten zurück, bei Sonnenaufgang fängt der Betrieb am Flußufer wieder an. Da die Wände unserer Hütte überwiegend nur aus geflochtenen Bambusmatten bestehen, nimmt man am Leben draußen regen Anteil.

Der Franzose hatte noch 3 weitere Personen mitgebracht. Wir kannten uns aber alle aus dem Bus von gestern. Mit einem Boot fuhren wir bis "Nakasang". Umstieg in einen Minibus, nach kurzer Fahrt Halt an einer neuen Anlegestelle. Wieder in ein Boot, dieses Mal eine Nummer kleiner. Wir fuhren so lange, bis der Motor abgestellt wurde. Nun hieß es warten, aber wir hatten wirklich Glück, einige wenige der sehr seltenen und scheuen "Irrawaddy-Delphine", wenn auch aus einiger Entfernung, zu Gesicht zu bekommen.

Anschließend fuhren wir mit dem Minibus zur "Perle des Mekong", dem "Khone Phapheng", dem größten Wasserfall Südostasiens, der hier in mehreren Kaskaden in die Tiefe stürzt. Ein Erlebnis, diesem Getöse in imposanter Breite zuzuschauen.

Ein Flußdelphin

Ein Flußdelphin

Khone Phapheng

Khone Phapheng

Wieder am Boot angekommen, wurde der Freiraum im Bug noch mit säckeweiser Fracht beladen. Das Boot lag nun mehr als tief im Wasser, durch undichte Stellen hatten wir nach kurzer Fahrt bereits nasse Füsse. Das Herausschaufeln mit einem Plastikbehälter brachte leider keinen nennenswerten Erfolg. Als das Wasser bereits unsere Knöchel umspielte, waren wir endlich am "rettenden Ufer" angekommen. Richtig fanden wir das alle nicht, zumal aus "Sicherheitsgründen" angeblich nur 6 Passagiere für diese Privatfahrt zugelassen waren.

An unserem letzten Tag auf Don Khone, sind wir zum größten Wasserfall unserer Insel, dem "Somphamit Waterfall", auch "Li Phi" genannt, gelaufen. Auch dieser Wasserfall wunderschön anzusehen, wenn auch nicht ganz so beeindruckend wie der gestrige. Am Fuße des Falles, dem "Beach", werden Kajaktouren flußabwärts angeboten.

Somphamit Waterfall

Somphamit Waterfall

The Beach, ab da geht es mit dem Kajak weiter, wenn man möchte

The Beach, ab da geht es mit dem Kajak weiter, wenn man möchte

Diesen Tag lassen wir gemütlich ausklingen mit einem letzten Lao-Essen. Wir wußten zwar, dass es in diesem Land üblich ist, drogenhaltige Gerichte in Speisekarten aufzuführen, aber wir haben das heute erstmalig entdeckt. "Happy Cocktail" oder "Happy Pizza", die mit Zugabe von Rauschmitteln hergestellt werden. Hardy hat sich aber für eine normale Pizza-Variante entschieden, schließlich geht es morgen weiter, da müssen wir fit sein. Und so kurz vor Abreise wollten wir keine Experimente mehr machen, da wir in solchen Sachen keinerlei Erfahrungen haben.

Von Pan's Guesthouse wurde der Pick-up-Service für morgen um 7.30 Uhr bestellt, da geht es in ca. 12 Stunden ab Grenze bis Siem Reap in Kambodscha. Hoffen wir mal, daß es diesmal ein wirklicher VIP-Bus ist. Dieser Tag wird bestimmt s e h r lang!!!

© Esther und Hardy, 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Es ist so weit, das Reisevirus hat uns voll erwischt. Es soll noch einmal nach SOA gehen. Grob geplant sind bei dieser Reise die Länder Thailand, Myanmar, Laos, Kambodscha, Indonesien (Bali, Lombok), zum Abschluss noch ein paar Tage in Singapur bis zum Rückflug. Wir freuen uns schon jetzt wieder auf die hoffentlich zahlreichen Leser unseres neuen Berichtes ab Dezember.
Details:
Aufbruch: 07.12.2010
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 24.03.2011
Reiseziele: Thailand
Myanmar
Laos
Kambodscha
Kampot
Indonesien
Singapur
Der Autor
 
Esther und Hardy berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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