Jamaica-diesmal gehts in die andere Richtung

Reisezeit: Dezember 2013 - Januar 2014  |  von Thalia&Christine R

07.01.2014:PortAntonio-Kingston

Jetzt sitzen wir in einem etwas größeren Bus nach Kingston-unsere letzte Station auf Jamaica.
Wir müssen warten bis der Bus voll ist-eher geht's nicht los. Wie es aussieht, kann das noch dauern.
Obwohl dieser Bus noch relativ neu ist gibt er schon komische Geräusche von sich. Aber er hat sogar AC, die ist sogar die ganze Zeit an, der Motor läuft. Die Fahrt für die komplette Tour kostet 4,50 US$ p.P.
Die Route führt uns wieder zurück nach Buff Bay und dann nach Kingston. Das ist von hier der schnellste und kürzeste Weg.
*

Blick von Annelis Balkon

Blick von Annelis Balkon

Heute Morgen waren wir schon mit Rebbo zu einer Rafting-Tour unterwegs. Er hat uns um 8 Uhr abgeholt und mit einem Route-Taxi zur Floßstation gefahren und los ging die gemütliche Fahrt auf dem 60km langen Rio Grande.
Unsere Tour beträgt etwa 14 km. Wieder fällt uns auf, wie athletisch die jamaikanischen Männer doch sind. Nicht ein Gramm Fett dran.
Das Floss wird von Rebbo nur mit einer Bambusstange gesteuert. Nach knapp 200m nähert sich schon ein Rastamann mit seiner "schwimmenden Bar"
Seine Frau transportiert mit einem weiteren Floss Leute mit Gemüse und Feldfrüchten von einem Ufer zum anderen.

Hier starten wir

Hier starten wir

Der macht hier grad seine Morgentoilette am Fluss

Der macht hier grad seine Morgentoilette am Fluss

Hier kann man sehen wie anstrengend der Job von Rebbo ist..

Hier kann man sehen wie anstrengend der Job von Rebbo ist..

Wir habens gut...

Wir habens gut...

Ein paar Stromschnellen

Ein paar Stromschnellen

Captain Rebbo (auf das "Captain" besteht er!!)

Captain Rebbo (auf das "Captain" besteht er!!)

Jetzt begleitet uns nur Wassergeplätscher und Vogelgesang. Wir fahren durch den Regenwald , ab ud zu fährt das Floß über Steine, der Wasserstand ist momentan nicht sehr hoch oder Stromschnellen. Man sieht das Leben am Ufer, Frauen sie Wäsche waschen oder sich selber.
Wir stoppen um zu baden.

Hier springt Giovanni vom Fels ins Wasser...Kamera war leider zu träge...

Hier springt Giovanni vom Fels ins Wasser...Kamera war leider zu träge...

Badestopp...

Badestopp...

Unterwegs sehen wir auch immer wieder Jungs die die leeren Floße zurückbringen.
Dann kommen wir durch den schmalen Felsdurchfahrt, "Lover`s Lane".
Dieser Name stammt von Errol Flynn der hier regelmäßig mit verschiedenen Damen durchfuhr.

Lovers Lane

Lovers Lane

Lovers Lane

Lovers Lane

Lovers Lane

Lovers Lane

Wir fahren weiter und stoppen an einer großen Freifläche. Hier gibt es auf den roh gezimmerten Bänken und tischen Rum-Punsch und auch etwas zu Essen.
Auf den Kochstellen schmort Hühnchen, Reis und Gemüse.
Hier wage auch ich mich ins seichte, ruhige Wasser.
Im Westen ist die Fahrt zu Ende--jetzt sucht Rebbo jemanden der das Floß wieder den ganzen Weg zurückbringt.
Wir warten auf unser Taxi, fahren zurück zu Anneli, verabschieden uns und sitzen nun im Bus nach Kingston.

Die "Cantine"

Die "Cantine"

Hühnchen

Hühnchen

Die Kochstelle

Die Kochstelle

Sie kocht

Sie kocht

Muskeln und Sehnen...

Muskeln und Sehnen...

Hier bade ich auch

Hier bade ich auch

Hier gibts den Rum-Punsch

Hier gibts den Rum-Punsch

Tour-Ende. Hier warten wir auf ein Taxi für die Rückfahrt nach Port Antonio

Tour-Ende. Hier warten wir auf ein Taxi für die Rückfahrt nach Port Antonio

Wieder das gleiche Spiel: Rein und raus aus dem Bus.
**Übrigens der Bus ist nicht kaputt--die komischen Gräusche kamen von dem Mann vor uns: der hat sooo laut und komisch geschnarcht!!**

In Kingston angekommen ein etwas anderes Schauspiel, wir steigen wie immer langsam aus, da ja Endstation.
Da krabbelt plötzlich zu unserem Erstaunen der Erste mit seinem Gepäck durchs Fenster rein!?
Als wir rauskommen, wissen wir warum: Eine Menschenmenge kann es kaum erwarten bis der letzte den Bus verlassen hat und dann stürmen, drängeln sie in den Bus rein!
Dieses Schauspiel sehen wir uns noch eine Weile an, dann orientieren wir uns wo wir nun hinmüssen.
Wir beschließen nach Downtown zu fahren, da der Weg von dort zum Port Royal am nächsten ist. Dann müssen wir dringend eine Unterkunft suchen, es wird langsam dunkel.
Wir fragen nach dem Weg und man schaut uns merkwürdig an.
Als wir im Bus nach Downtown sitzen wissen wir warum: Es ist das gefährlichste Viertel, das sollte man als Tourist auch meiden.Das lese ich nun auch in meinem Reiseführer.
Giovanni macht noch schnell seine Uhr ab, wie es im Reiseführer steht und ich packe sie in den Rucksack.
Auch der Busfahrer ist ganz besorgt als wir aussteigen, er fragt un wo wir denn hinwollen.
Wir fragen einen der vielen Polizisten die an der Straße stehen und erfahren, dass es hier sowieso KEINE Übernachtungsmöglichkeiten gibt.
Wir beschließen nun postwendend zurückzufahren und fragen uns zur Busstation durch. Der Bus kommt und
hier passiert es dann doch:
Wir sind damit beschäftigt auf Bauchtasche, Rucksack und alles aufzupassen. Giovanni lässt noch einer älteren Dame den Vortritt, da fasst er sich an den Hals und dreht sich um.

Alles geht so schnell --ich sehe nur noch die schnelle Bewegung von Giovanni, ein Aufschreien der anderen Leute um uns und wie ein Junge wegrennt.
Der Junge hat versucht Giovanni die Kette von hinten vom Hals zu reißen.
Aber er hat es gemerkt und sie festgehalten, leider ist sie nun zerrissen, aber alles ist noch da und wir sind unversehrt!

Alle sind sehr besorgt und mitfühlsam, fragen ob alles ok ist.
Nix wie weg hier!
Die Busfahrerin ist sehr nett und will uns helfen, aber das ist schwierig, da wir ja nicht so genau wissen, wohin wir wollen.
Sie setzt uns dann irgendwo in New Kingston im Zentrum ab und nun müssen wir weitersuchen.
Wieder fragen wir und der Junge ist auch nett und hilfsbereit, aber auch er kennt keine günstige Unterkunft. Inzwischen ist es stockdunkel,
Wir fragen einen Taxifahrer, er verspricht uns nun Richtung Busbahnhof zu bringen und unterwegs mit uns ein paar Gästehäuser zu zeigen.
So finden wir schließlich das "Holborn Manor"--sehr einfach aber wir haben nun keine Lust mehr weiterzusuchen.
Obwohl wir hier nun in New Kingston sind, wird alles doppelt mit einer normalen Tür und einer schweren Gittertür verriegelt und abgeschlossen, der Besitzer rät uns nicht mehr zu weit zu gehen, es sei auch hier zu gefährlich für uns.
Wir haben aber den ganzen Tag noch nichts gegessen so gehen wir ca 500m zu einer Geschäftsstraße wo es Imbisse gibt. Auf halber Strecke folgt uns unaufhörlich ein Typ und quatscht uns voll. Während wir essen wartet er vor dem Imbiss und schaut immer wieder zu uns rein.
Wir beschließen für die paar Meter zurück ein Taxi zu nehmen--
Vor dem Guesthouse steht auch ein Junge der aufpasst, obwohl alles doppelt verschlossen ist.
Wir erreichen aber sicher unser Zimmer und schließen uns mit den schweren Gittertüren ein.
Bei Tageslicht wird es schon besser aussehen.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Tja...da hat sich wohl jemand infiziert mit dem Backpacker-Fieber... Nach seinem kurzen Step mit uns durch Indonesien und Singapur hat sich Giovanni nun auch den Virus eingefangen und so geht es diesmal für uns beide Ende Dezember 2 Wochen nach Jamaica!Ideales Ziel für den von mir so geliebten unsteten Urlaub ohne festen Plan!Vorher wird noch ein Abstecher in Miami drangebastelt...
Details:
Aufbruch: 27.12.2013
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 10.01.2014
Reiseziele: Deutschland
Spanien
Vereinigte Staaten
Jamaika
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
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