Jamaica-diesmal gehts in die andere Richtung

Reisezeit: Dezember 2013 - Januar 2014  |  von Thalia&Christine R

01.01.2014:Negril-Treasure Beach

Die Nacht ist furchtbar. Bis 4 Uhr morgens ist der Partylärm ohrenbetäubend.
Seltsame Musik mit viel Bässen. Der Strand ist ja gleich gegenüber und da wird wohl noch gefeiert. Aber irgendwie schlafen wir ins neue jamaikanische Jahr 2014 rein. Ich habe außerdem wieder mal unzählige Mückenstiche und muss die ganze Nacht noch kratzen.
Von den Temperaturen geht es eigentlich, da ja auch hier momentan Winter ist. Im Januar und Februar gehen die Temperaturen noch etwas runter. Momentan sind es tagsüber ca. 28-30 Grad und
Nachts etwas weniger. Wir haben keine AC-auch bei Eugen war keine. Lediglich ein Ventilator, den wir aber nachts auch nicht anlassen.
In der Gemeinschaftsküche können wir uns Kaffee kochen und uns ein kleines Frühstück aus den gestrigen Einkäufen und dem restlichen Brot machen.

Der sitzt auf meinem Platz!!

Der sitzt auf meinem Platz!!

Der Junge bereitet auch grad sein Frühstück vor...

Der Junge bereitet auch grad sein Frühstück vor...

Fertig!!

Fertig!!

Das ist die Gemeinschaftsküche

Das ist die Gemeinschaftsküche

Hier gibts Bratkartoffeln zum Frühstück

Hier gibts Bratkartoffeln zum Frühstück

Wir sehen jetzt die anderen Mitbewohner, alle Cottages sind belegt.
Joseph ist auch früh wach, er organisiert die "Bauarbeiten" auf dem Nachbargrundstück, welches ihm auch gehört, hier will er eine Fahrradvermietung gründen.
Er transportiert die Steine in seinem Kofferraum und seine Arbeiter mauern.
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##Foto Baustelle
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Hier werden die ersten Steine gelegt

Hier werden die ersten Steine gelegt

Joseph ist übrigens 71 Jahre alt.
Es ist fast halb elf als wir endlich starten. Joseph zieht sich noch um und dreht sich eine dicke Zigarette für die Fahrt.

Joseph mit seiner "Zigarette"

Joseph mit seiner "Zigarette"

Die erste halbe Stunde geht noch einigermaßen, aber dann ist die Straße SO schlecht, dass mir langsam Zweifel kommen, je das Ziel zu erreichen. Unzählige richtig tiefe Schlaglöcher müssen umfahren werden dabei kommen uns ja auch ständig andere Fahrzeuge entgegen und wir kommen nur im Schneckentempo voran. Diese Manöver erinnert mich irgendwie an das Tetris-Spiel und ist sogar für uns als Mitfahrer anstrengend..
*
Nach 1,5 Std Fahrt müssen wir rechts ranfahren. Auto kaputt.
Joseph schaut sich den Motor an und ist ratlos. "I don't know what the Problem"

Nach einer Weile hält ein junger Mann. Mit viel Kleinwerkzeug macht er sich ans Werk.
Ohne Erfolg.
Da es inzwischen schon nach 12 Uhr ist, beschließe ich erstmal ein Bier zu trinken, außerdem wird das Gepäck leichter, falls wir nun zu Fuß weiter müssen...)
*

Was ist los??

Was ist los??

WAS ist nur los???

WAS ist nur los???

Hmmm....

Hmmm....

Nach einer Stunde erfolglosem rumbasteln fahren der Junge und Joseph weg und versprechen in spätestens einer halben Stunde zurück zu sein.
Wir können nichts anderes tun als zu warten. Hier ist absolut nix was man tun könnte.
*
Um 13.30 Uhr sind die beiden tatsächlich zurück. Mit Ersatzteilen und es wird wieder gebastelt.
Ich finde es schon bedenklich, dass der Schraubendrehergriff als Hammer benutzt wird.

Der guckt erst neugierig, schnorrt ne Zigarette und pennt dann einfach da ein.

Der guckt erst neugierig, schnorrt ne Zigarette und pennt dann einfach da ein.

Aber auch das klappt nicht. Kurzerhand wird umdisponiert und wir steigen in das Auto des Jungen ein der uns nun nach Treasure Beach bringen will. Josephs Auto bleibt nun da.
Natürlich nun ohne die Waterfalls.
Giovanni und ich quetschen uns auf den Rücksitz, neben eine riesige Soundbox.
Selten habe ich ein so kaputtes Auto gesehen. Außenspiegel sind kaputt, Sonnenblende völlig zerfetzt und die Sitze kaputt und sämtliche Dichtungen hängen aus den Fenstern.
Aber eine riesengroße Mappe mit vielen CDs hat er dabei. Um die ganze Zeit laute Musik zu hören.
Der Weg nach Treasure Beach ist sehr weit und auch wieder uneben und unsere Unterkunft Pon de rock ist schwer zu finden.
Nach 2 Stunden Sucherei haben wir es gefunden, es liegt wirklich ganz weit außerhalb auf einem Berg.
Ein junges Pärchen begrüßt uns , sie sind selber Gäste in dem anderen Appartement. Die Hausherren sind unterwegs.
*
Wenig später lernen wir Kevin kennen, ein junger Jamaicaner, der hier arbeitet.
Eine seiner Arbeiten konnten wir nun gerade beobachten und das ist eine Beschreibung wert:
Er war Wasser holen und dieses muss nun ins Appartement gepumpt werden. Leider ist aber nun kein Sprit mehr im Tank um die Pumpe zu betätigen. So ruht die Arbeit mal wieder,der andere Junge fährt mit dem Moped los um Sprit zu holen.
Nach einer halben Stunde kommt der Junge mit einer 0,7 er Rumflasche voll Sprit zurück.
Die HÄLFTE (also ca 350ml)der Flasche füllt er nun in den Tank und die Pumpe kann wieder angeschmissen werden.
Inzwischen ist aber schon ein Großteil des Wassers rausgelaufen.

Hier der Kleinlaster mit dem Wassertank und der Pipeline zum Haus

Hier der Kleinlaster mit dem Wassertank und der Pipeline zum Haus

Kevin fährt uns anschließend noch mit diesem Vehicle in den Ort damit wir noch was einkaufen können. Da Feiertag ist, müssen wir einige Läden ansteuern bis wir das Notwendigste zusammen haben. Nach den letzten Stopps springt der Wagen nicht mehr an und wir müssen jedes Mal angeschoben werden. Er erzählt uns , dass Autos hier ständig kaputt gehen. Rosi hatte in einer Woche mal 3 Stück. die alle den Geist aufgaben. Na, wir kommen dann aber noch heil an.
Aber der Weg bis Pon de Rock ist wirklich sehr weit.
Abends lernten wir noch Rosi und Uli kennen und sie vermittelte uns eine Tour für den nächsten Tag.
Wir machen eine Bootsfahrt auf dem Black River mit anschließendem Besuch der Pelican-Bar.

Ab inne Heia!!

Ab inne Heia!!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Tja...da hat sich wohl jemand infiziert mit dem Backpacker-Fieber... Nach seinem kurzen Step mit uns durch Indonesien und Singapur hat sich Giovanni nun auch den Virus eingefangen und so geht es diesmal für uns beide Ende Dezember 2 Wochen nach Jamaica!Ideales Ziel für den von mir so geliebten unsteten Urlaub ohne festen Plan!Vorher wird noch ein Abstecher in Miami drangebastelt...
Details:
Aufbruch: 27.12.2013
Dauer: 15 Tage
Heimkehr: 10.01.2014
Reiseziele: Deutschland
Spanien
Vereinigte Staaten
Jamaika
Der Autor
 
Thalia&Christine R berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
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