Durch den Monsun - Südindien 2014

Reisezeit: Juli / August 2014  |  von Julia S

Kovalam: Chillout, Beachlife, Genießen

Auf der Bahnstrecke Kanniyakumari - Thiruvananthapulam (Trivandrum) bietet sich mir bereits ein phantastischer Eindruck der fast überbordenden, grünen Schönheit Keralas. Ich sehe Palmen, Bananen, Reisfelder, Berge, Dschungel, Wasser, großartig!

Reis, Palmen, Berge

Reis, Palmen, Berge

In Trivandrum angekommen, merke ich schnell, dass es mich definitiv Richtung Strand und weg von der Stadt zieht. Schnell finde ich eine Rikscha, die mich zum Festpreis von 300 Rs. nach Kovalam bringt. Der TukTuk-Fahrer hat natürlich einen Bruder, der ein Hotel mit very small prices hat. Ich fühle mich gut genug, um es mir mal anzusehen. Keine Frage, mein Bauchgefühl hat mich nicht im Stich gelassen. Ich lande in einem kleinen Paradies zu tatsächlich kleinen Preisen, ist ja auch Off-Season. Mein Hotel (Wilson's Hotel hinter der Palm Beach Bar) bietet ein geräumiges Zimmer mit Balkon, einen Pool, WiFi, Massagen, Massagekurse, Yoga und eine wirklich nette Hotelmannschaft. Ich buche also für drei Nächte.
Nach dem Beziehen des Zimmers lockt der Strand ... berühmt ist Kovalam für seinen Lighthouse Beach, benannt nach dem nordseemäßig anmutenden rot-weiß gestreiften Leuchtturm.

Während des Monsuns gibt es hier ordentlich Wellen und die schwarze - offenbar vulkanische - Sandschicht liegt an der Oberfläche. Während der Trockenzeit ist das Wasser 100 m weiter hinten, der Strand dementsprechend breiter und die weiße Sandschicht wird wieder an Land gespült.

Während des Monsuns gibt es hier ordentlich Wellen und die schwarze - offenbar vulkanische - Sandschicht liegt an der Oberfläche. Während der Trockenzeit ist das Wasser 100 m weiter hinten, der Strand dementsprechend breiter und die weiße Sandschicht wird wieder an Land gespült.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Kovalam in der Saison ein nerviger Touristenort ist, in dem man unter Dauerbeschuss irgendwelcher fliegender Händler etc. ist. Jetzt hingegen ist es ausgesprochen ruhig. Es sind nur ganz wenige Weiße und einige indische Touristen da.
Ich melde mich für den dreitätgigen Kurs in ayurvedischer Massage an (wer lieb ist, bekommt zuhause mal eine Kostprobe und bekomme im Paket auch Einzelunterricht im Sivananda Yoga (morgens um 8 und nachmittags um 16 Uhr). Beides macht richtig viel Spaß.
Die Wellen und Strömungen im Meer rufen emsig in Trillerpfeifen flötende Lifeguards auf den Plan. Jedes Jahr gibt es hier Tote. Am ersten Tag traue ich mich nur in den Pool, aber dann, am zweiten Tag, packt es mich - und siehe da: wenn man nicht zu weit reingeht, ist man recht sicher. Die Strömungen sind allerdings tatsächlich krass, ich kann mir gut vorstellen, dass man, wenn es einen rauszieht, kaum eine Chance hat. Auch die Kraft der Wellen ist beeindruckend. Sie sind gut 3 - 4 Meter hoch und rollen mit ziemlicher Wucht an den Strand. Für mich als großer Brandungsfan ist das natürlich top deluxe!

Schnell findet sich mein Urlaubs-Tagesrhythmus an diesem schönen Fleckchen Erde:
aufstehen, Yoga, ins Meer gehen, duschen, Frühstück, lesen, in den Pool gehen, Karten spielen mit den Jungs vom Surfclub nebenan, Massagekurs, Yoga, ein bisschen durch den Ort schlendern, ins Meer gehen, duschen, Sunset bewundern, ins Malabar Café (supergut) für ein leckeres Abendessen, das aus fangfrischem Seafood besteht, lesen, glücklich einschlafen. Das einfache Leben gefällt mir - ich stelle fest: ich brauche nicht zwangsläufig warmes Wasser und ein 10 Liter Eimer Wasser reicht für eine Dusche inklusive Haarwäsche. Geht doch!
Ich verlängere um zwei Nächte und nachdem der Massagekurs beendet ist, nehme ich stattdessen bei Shafeek Surfunterricht ... glücklich reite ich stehend meine erste Welle auf dem Longboard ab. Yeah! Mit Shaf kann ich mich gut unterhalten. Er spricht gutes Englisch und ist Lehrer. Wir tauschen uns über die Unterschiede von indischem und deutschem Schulsystem aus und auch über Unterrichtsmethodik, so kann er es beispielsweise kaum fassen, dass wir in Deutschland "nur" alles über Noten regeln und nicht schlagen dürfen.

Sunset

Sunset

Sunset

Sunset

Can we take a snap?

Can we take a snap?

Lighthouse Beach

Lighthouse Beach

Kitschsonnenuntergang

Kitschsonnenuntergang

Shaf

Shaf

Beach Boys vom Surf Club Kovalam

Beach Boys vom Surf Club Kovalam

Abschlussbild Kovalam

Abschlussbild Kovalam

Wie titelt der Lonely Planet so schön bezüglich Kovalam und Varkala Beach? Dies seien so Orte, wo man beobachten kann, wie Tage zu Wochen werden. Treffender hätte ich es nicht ausdrücken können und muss mich ziemlich vom Strand losreißen. Am Montagmorgen geht es nun aber weiter nach Alleppey, schließlich will ich ja Keralas Backwaters sehen.

Ich finde es toll, dass Ihr mir so viele liebe Grüße per Gästebuch übermittelt! Thanks a lot!

Eure Jule/ia

© Julia S, 2014
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wieder fliege ich nach Indien - diesmal wird allerdings der Süden erkundet. Mal sehen, wie der Monsun dieses Jahr so ausfällt ...
Details:
Aufbruch: 06.07.2014
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 06.08.2014
Reiseziele: Indien
Der Autor
 
Julia S berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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