Marquesas-Frachtschiff in der Südsee

Reisezeit: Oktober / November 2014  |  von Gerti K.

Aranui: Auf See; Leben an Bord

Leben an Bord

Heute ist "Seetag", wir überbrücken die Entfernung zu den Tuamoto Inseln, das zweitgrösste Korallenatoll, indem wir Tag und Nacht durchfahren.
Ich möchte jetzt gerne über das Leben an Bord der Aranui erzählen.

Wie schon erwähnt, unsere Kabinen sind ausreichend komfortabel, die Standardkabinen (leider kein Kühlschrank) liegen auf dem A bzw. B-Deck. Das A ist weiter oben situiert und daher etwas schöner gelegen da hier das Wasser nicht bis zu den Bullaugen schwappen kann. Ausgestattet auch mit einem Fernseher, dort läuft aber nur ein Videoprogramm zB. von Sat1, das Programm 4 Jahre alt in unserem Fall. Aber man hat ohnehin dazu wenig Zeit.

An Bord werden alle 3 Tage die Handtücher gewechselt, Pooltücher gibt es extra. Während der 14 Tage ist 3mal Wäschetag, d.h. dass wir unsere Schmutzwäsche in einem Sack vor der Kabinentür deponieren und spätestens am Morgen des nächsten Tages wird die Wäsche zurück gebracht. Es gibt aber auch Waschmaschine /Trockner für die Gäste, das ist dann aber gegen geringe Gebühr.

Frühstück wird als Buffet angeboten, Früchte, Säfte, Croissants, Weißbrot, Wurst, Käse, Marmelade und kleine Süssspeisen. Div. Eiergerichte kann man extra bestellen (inklusive), Kaffee und Tee aus dem Warmhaltebehälter.
Lunch und Dinner (die erste Sitzung um 19 Uhr, die zweite Sitzung um 19:30, aber alle können dableiben, es geht nur darum, dass die Küche nicht so viele Mahlzeiten ausliefern kann) jeweils 3-gängig und dazu Tischwein (wir haben in den 14 Tagen nie welchen kaufen müssen obwohl der Konsum gelegentlich hoch war)

Die Qualität des Gebotenen war erstklassig und hat die Hotelküchen in Tahiti usw. wirklich in den Schatten gestellt.

Das Servierpersonal ist immer freundlich und bemüht, besonders Taveh und Jacob, Steven, Jojo von der Bar und aus der Küche ist Moana besonders zu erwähnen: der Tätowierer an Bord! Das ist besonders lustig: er macht das professionell (von einem mitreisenden Arzt begutachtet) und schnell. Jeder der ca. 30 Touristen welche bei ihm waren erhielten ein anderes Tatoo, immer ornamental, das ist Ehrensache. Kostenpunkt zwischen € 40 und 80.

Im Salon gibt es tagsüber immer frischen Kaffee und Tee, gekauft werden müssen nur Bier, Softdrinks und Nespresso. Abends mixt sich Jojo an der Bar sozusagen die Seele aus dem Leib, kein Wunder bei dem Zulauf....

Am Pooldeck spielt beinahe täglich die Aranui-Band, das sind versch. Mitglieder der Besatzung die gerade Zeit und Lust haben dazu.
Manchmal gibt es am Nachmittag in der Lounge einen Vortrag eines mitreisenden Lektors über Kunst, Kultur oder Geschichte der Marquesas in englischer, französischer oder auch deutscher Sprache.
Es werden auch div. Kurse angeboten: etwa Ukulele spielen, polynesischer Tanz, Singen oder das Binden von Blumenkränzen.

Täglich um 18 Uhr, nach Sprachen getrennt, das Briefing des jeweiligen Guides zum nächsten Tagesprogramm. Da erfährt man alles über den Ablauf wie z.B. Zeitplan, was werden wir sehen, wo ist Lunch (an Bord oder im Restaurant, BBQ) und was ist an Ausrüstung mitzunehmen.
Internet gibt es nicht an Bord, da muss man echt abschalten können und auf die nächste Insel mit Anbindung warten.

Auf 2 Decks kann man auch entspannen in Sonnenliegen oder div. Stühlen, das ist eher spartanisch, aber durchaus ausreichend. Der Pool ist vor allem während Ankerung beschwimmbar, während der Fahrt könnte man glatt rausgeschwappt werden.

Sympathisch ist, dass die Mannschaft so eng mit den Passagieren lebt, da bekommt man ein Gefühl dafür wie das Leben auf See aussieht. Hier trägt auch der Kapitän keine Uniform und ist sich auch nicht zu schade einmal an der Landetreppe zu stehen und bei der Ausschiffung der Passagiere in die Boote zu helfen.
Bei Wanderungen geht jeweils auch der Schiffsarzt mit um schnell eingreifen zu können wenn mal etwas passiert.

Eigentlich vergeht jederTag rasend schnell, es wird genug Abwechslung angeboten, wer mal Ruhe haben möchte, geht in die kleine Bordbibliothek um sich ein Buch zu holen und dort zu schmökern.

köstlich....

köstlich....

Pistaziencreme zum Dessert

Pistaziencreme zum Dessert

Relaxing zwischendurch a la Aranui

Relaxing zwischendurch a la Aranui

Pool von komfortabler Größe

Pool von komfortabler Größe

hier sieht man die versch. Decks sehr gut, unten die "Bullaugenkabinen" mit Balkon die Suiten

hier sieht man die versch. Decks sehr gut, unten die "Bullaugenkabinen" mit Balkon die Suiten

div. Tatoos ( im Original  Tatauierung ) vom Schiffskoch Moana gestochen in je ca 20 Minuten!

div. Tatoos ( im Original Tatauierung ) vom Schiffskoch Moana gestochen in je ca 20 Minuten!

© Gerti K., 2014
Du bist hier : Startseite Australien & Ozeanien Französisch Polynesien Auf See; Leben an Bord
Die Reise
 
Worum geht's?:
Auch im "hohen" Alter von 60 noch reiselustig und neugierig habe ich diese Erfahrung des Reisens schon lange ins Auge gefasst. Meine Freundin Selina und ich fliegen morgen (25.10.) in einem Rutsch durch von Wien-Paris-LA-Papeete (Tahiti) und nehmen dort die Fähre nach Morrea. Am 1.1. entern wir die Aranui3 und beliefern in 14 Tagen die NE von Tahiti gelegenen Marquesas Inseln mit allen dort benötigten Waren.
Details:
Aufbruch: 25.10.2014
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 17.11.2014
Reiseziele: Französisch Polynesien
Der Autor
 
Gerti K. berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.