Tour de France et d'Espagne 2015

Reisezeit: Mai / Juni 2015  |  von Ulrike S.

Viva Espana - Aragonien

Abschied vom Atlantik

Heute früh ist es nicht nur kalt, sondern auch mal wieder nass. Wir packen deshalb unsere Siebensachen und ziehen weiter ins Landesinnere. Das ehemalige - und zugleich Europas ältestes - Königreich Aragonien ist unser Ziel.
268 Kilometer liegen vor uns. Teils Autobahn, teils Nationalstraße. Bis Pamplona müssen wir erst einmal die Pyrenäen überwinden und schrauben uns dafür auf einer nahezu leeren Autobahn von 0 (Meereshöhe am Atlantik) auf über 900 Meter hinauf. Unser Spritverbrauch ist beträchtlich.......

Abschied von unserem schönen Plätzchen über dem Atlantik

Abschied von unserem schönen Plätzchen über dem Atlantik

Es geht hinauf von 0 auf 900..... Höhenmeter

Es geht hinauf von 0 auf 900..... Höhenmeter

Diese Berge könnten wir sehen.....

Diese Berge könnten wir sehen.....

... wenn diese Wolken nicht wären

... wenn diese Wolken nicht wären

Ab Pamplona geht es immer Richtung Osten. Die Autobahnabschnitte sind nagelneu und es herrscht so gut wie kein Verkehr. Dazwischen müssen wir immer wieder auf die Nationalstraße wechseln, die entlang des Yesa-Stausees auch etwas abenteuerlich ist. Kurvig und eng geht es hier zu.
Wir folgen ein Stück dem spanischen Jakobsweg über Jaca und Sabinangio nach Boltana. Der letzte Streckenabschnitt ist dann Abenteuer pur: eng, kurvig und bergig - aber eine grandiose Landschaft. Zum Glück herrscht an diesem Samstag nachmittag nur wenig Verkehr. Mit unserem Wohnwagengespann kommen wir da nämlich ganz schön ins Schwitzen.

Gletscherblaues Wasser des Yesa-Stausees. Einer der größten Trinkwasserspeicher Nordspaniens

Gletscherblaues Wasser des Yesa-Stausees. Einer der größten Trinkwasserspeicher Nordspaniens

Auch den Jakobsweg kreuzen wir hier mehrmals. Kaum zu glauben, welche Völkerwanderungen hier unterwegs sind

Auch den Jakobsweg kreuzen wir hier mehrmals. Kaum zu glauben, welche Völkerwanderungen hier unterwegs sind

826 Kilometer sind es bis nach Santiago de Compostela

826 Kilometer sind es bis nach Santiago de Compostela

Die letzten Kilometer werden geradezu spektakulär

Die letzten Kilometer werden geradezu spektakulär

Boltana

Unbeschadet erreichen wir wir am frühen Nachmittag Boltana und den dortigen Campingplatz. Der erste Eindruck ist perfekt - hier können wir es ein paar Tage aushalten. Blitzsauber, netter Empfang und - wie sich später noch herausstellen wird - ein exzellentes Restaurant.

Wir finden ein schönes Plätzchen, es ist sonnig und warm und wir genießen den restlichen Nachmittag faul im Liegestuhl. Dabei planen wir schon mal die nächsten Tage, denn wir wollen den Nationalpark Ordesa y Monte Perdido erkunden.

Und das weiß Wikipedia über Boltana zu sagen:
Boltaña (aragonesisch Boltanya) ist ein Ort im Norden der spanischen Provinz Huesca der Region Aragonien. Gemeinsam mit der Gemeinde Aínsa-Sobrarbe ist es Verwaltungs- und Gerichtssitz der Comarca Sobrarbe, wobei Aínsa-Sobrarbe deren wirtschaftliches Zentrum ist. Boltaña hat auf einer Fläche von 139,5 km² derzeit (1. Januar 2014) 1041 Einwohner......
Der Ort liegt auf 643 m Höhe am Unterlauf des Flusses Ara im Zerbillonar-Tal der aragonesischen Vorpyrenäen, einige Kilometer flussabwärts (und damit südwestlich) von Fiscal und dem oberen Broto-Tal des Ara. Es liegt am Fuß des Berges San Martín, auf dem sich die Ruinen einer ursprünglich von den Arabern vor dem 10. Jahrhundert errichteten Festung befinden, der Burg von Boltaña, die irrtümlicherweise auch „Burg der Grafen von Sobrarbe“ genannt wird, obwohl sie nie als Herrschaftssitz der christlichen Grafschaft Sobrarbe diente.

Linksseitig des Flusses befindet sich die Schlucht von Cañimás, auf deren einer Seite San Vicente de Labuerda, der zweitwichtigste Ort der Gemeinde Labuerda, liegt und auf der anderen Moriello de Sampietro, ein verlassenes Dorf am Abschluss des Bio-Tals, das zu Boltaña gehört.

Wir genehmigen uns zum Abschluss des Reisetages ein Abendessen im Campingplatz-Restaurant "ARA". Eine wirkliche Überraschung, denn hier verwöhnt ein aufstrebender Jungkoch seine Gäste mit leckeren Spezialitäten aus der Region. Wer's lieber traditionell mag, der bekommt natürlich auch eine Pizza oder Sandwiches. Wir entscheiden uns jedoch für ein Menü mit Lamm und Forelle aus Aragonien. SEHR lecker und das auch noch zu sehr moderaten Preisen. Ich denke, hier bleibt die Campingküche für ein paar Tage kalt

Das Empfangsgebäude des Campingplatzes in Boltana

Das Empfangsgebäude des Campingplatzes in Boltana

Im Restaurant "Ara" lässt es sich vortrefflich speisen

Im Restaurant "Ara" lässt es sich vortrefflich speisen

Und unter den schattigen Bäumen werden auch sommerliche Temperaturen erträglich

Und unter den schattigen Bäumen werden auch sommerliche Temperaturen erträglich

Die Fahrtstrecke des heutigen Tages

© Ulrike S., 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Drei Wochen Zeit, den Wohnwagen im Schlepp, machen wir uns in diesem Frühsommer auf zu einer Tour durch den Süden Frankreichs und Nordspaniens. Vom Atlantik ans Mittelmeer, Kultur, Natur und gutes Essen genießen.
Details:
Aufbruch: 13.05.2015
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 04.06.2015
Reiseziele: Deutschland
Frankreich
Spanien
Der Autor
 
Ulrike S. berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
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