La Palma im Oktober

Reisezeit: Oktober 2015  |  von Herbert S.

Los Llanos - mab

Nach dem Essen ist immer noch trübes Wetter und wir beschließen, zu prüfen ob hinter dem Tunnel im Westen besseres Wetter herrscht. Dem ist so und wir können das archäologische Museum von Los Llanos besuchen. In einem ultramodernen Bau erklärt uns die Dame, dass wir zum gleichen Preis von 4€ auch ein Kombiticket bekommen können, mit dem wir noch in das Convento San Francisco de Asis in Santa Cruz können.

mab = museo arqueologico benahoarita - oder das Ureinwohner-Museum von La Palma

mab = museo arqueologico benahoarita - oder das Ureinwohner-Museum von La Palma

im Eingang hängt das Modell eines Ureinwohners:  Benahoarit mit sogenanntem „Salto“ (Stab zum Springen) oder mit einem "Moca" (Speer)

im Eingang hängt das Modell eines Ureinwohners: Benahoarit mit sogenanntem „Salto“ (Stab zum Springen) oder mit einem "Moca" (Speer)

Die Dauerausstellung zeigt die Geschichte La Palmas mit den Funden der einzelnen Gegenden (Kantone), es ist sehr gut gemacht. Auf den Schautafel würde man sich aber neben den Fundstellen zur besseren Orientierung auch die heutigen Ortsnamen wünschen.

Details zu den Kantonen der Ureinwohner

Details zu den Kantonen der Ureinwohner

Das Archäologisches Museum Benahoarita (Mab) ist ein kultureller Imperativ, notwendig, um die Bräuche der alten Einwohner von La Palma, kennen zu lernen, da die Insel seit mindestens 2200 Jahren bewohnt ist
Bei der Eroberung der Insel durch die Krone von Kastilien, lebten die Ureinwohner der Insel La Palma (Benahoaritas in ihrer Sprache) in der Jungsteinzeit. Sie waren Hirten der Ziegen und Schafe, Sammler von Früchten, mit magisch-religiösen Überzeugungen. In dieser primitiven Welt konnten sie ihre Keramik für den häuslichen Gebrauch mit Schönheit und Kunst herstellen. Sie hämmerte Spiralen, Mäander, Kreise und Ränder in die Basaltsteine. Die sogenannten rock engravings oder Petroglyphen waren über Jahrhunderte ein Rätsel für die Europäische Kultur, Ende des 18. Jahrhunderts der Gelehrte Obispo de Canarias Antonio Tavira die Petroglyphen der CUEVA DE BELMACO (Villa de Mazo). untersuchte.
Die ständige Ausstellung des Mab bietet einen Überblick über die indigene Bevölkerung der Insel, ihre territoriale Organisation in Kantone oder Königreiche, ihren Lebensraum, ihre Industrie, ihre Beerdigungsgebräuche, ihren Modeschmuck, ihre Rituale und ihr religiöses Bild.
(aus dem Museumsprospekt - versuchsweise sinngemäß korrigiert)
Ein besserer Artikel findet sich hier! oder ein Video bietet eeinen Virtuellen Rundgang

Zahlreiche Tafeln zeigen die Einordnung der verschiedensten Ritzmuster in Zuordnung zum Zeitenverlauf. Auch ein kurzer Videofilm, wie wir ihn schon bei dem Keramik-Meister bei Mazo gesehen haben, informiert über die Produktion.

Weitere Ausstellungsstücke sind Alltagwerkzeuge, Musikinstrumente, Waffen und sogar Bumerangs

Als bei steigender Einwohnerzahl die Anzahl Höhlen nicht mehr ausreichte, baute man Hütten. Die Wohnhöhlen waren in verschiedene Zonen aufgeteilt: Hinten wurde auf Matten aus Palmzweigen geschlafen, im Zentrum fanden sich Steintische, und am Eingang saß die Familie am Feuer zum Kochen, Essen und Arbeiten.

Modell einer Hütte

Modell einer Hütte

nachgestellte Szene in einer Höhle

nachgestellte Szene in einer Höhle

Zahlreiche Nachbildungen der Petroglyphen aus der Gegend um Puntagorda stehen vor dem Museum

© Herbert S., 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
die TV-Serie 'Wunderschön' brachte uns auf die Idee eine Woche die grüne Insel der Kanaren zu besuchen. Eigentlich wollten wir etwas wandern, aber das Wetter spielte nicht mit.
Details:
Aufbruch: 16.10.2015
Dauer: 8 Tage
Heimkehr: 23.10.2015
Reiseziele: Spanien
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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