Hausbootferien Bourgogne Franche-Comté: Canal des Vosges und Petite Saône

Reisezeit: September 2021  |  von Nobby Thalmann

Erster Tag Bootsübernahme

Ankunft in Fontenoy-le-Château

Es war ein wunderschöner und warmer Septembertag, als Omalia und Nobby von Basel aus Richtung Fontenoy-le-Château mit dem Auto losfuhren. An der Basis von Fontenoy sollten sie sich mit den Freunden aus Deutschland treffen. Um ca. 12.30 im verschlafenen Dorf und an der Basis von Fontenoy angekommen grüsste Kapitän Wolle bereits vom Boot - der Papierkram im Büro wurde also bereits erledigt. Sehr gut, dachte sich Nobby, eine Arbeit weniger...

Die Basis von Le Boat in Fontenoy....

Die Basis von Le Boat in Fontenoy....

...und Mery und Wolle waren bereits eingetroffen. Der Kapitän wartet schon ungeduldig auf die Freunde aus Basel.

...und Mery und Wolle waren bereits eingetroffen. Der Kapitän wartet schon ungeduldig auf die Freunde aus Basel.

Auspacken

Als erstes galt es nun, das Gepäck im Boot zu verstauen. Genügend Platz für Kleider, Schnickschnack und mitgebrachte Nahrungsmittel war vorhanden.

Nobby unterhielt sich mit der charmanten Dame vom Büro und vereinbarte die Bootseinführung um ca. 15 Uhr.

Uebrigens: Unterhalten auf Französisch ist auch für Anfänger der französischen Sprache nicht schwer. Sagen Sie einfach bei jeder Gelegenheit "Bonjour", vergessen Sie dabei nicht, dies leicht singend zu tun, dann wird Ihnen ein ebenfalls herzliches "Bonjour" entgegnet und Sie haben bereits eine leichte Unterhaltung.... Als Krönung können Sie dann noch ein "Bonne journée" hinzfügen und der kleine Smalltalk ist perfekt

Omalia packt fleissig und fröhlich in der hinteren Kabine die Sachen aus und hat sich aus Spass die Mütze vom Co-Kapitän Nobby geschnappt.... Noch ein Tipp: Für das Gepäck nehmen Sie anstelle von Schalenkoffern lieber leicht verstauliche Taschen mit, damit Sie die Taschen gut verstauen können.

Omalia packt fleissig und fröhlich in der hinteren Kabine die Sachen aus und hat sich aus Spass die Mütze vom Co-Kapitän Nobby geschnappt.... Noch ein Tipp: Für das Gepäck nehmen Sie anstelle von Schalenkoffern lieber leicht verstauliche Taschen mit, damit Sie die Taschen gut verstauen können.

Einkaufen

In Fontenoy-le-Château selbst gibt es nur eine Bäckerei, zum Einkaufen fuhren die 4 Musketiere ins c. 8 km entfernte Bains-les-Bains zum dortigen Intermarché und füllten den Einkaufswagen mit allem, was das Herz begehrt. Ein gut gemeinter Rat: Versorgen Sie sich mit genügend Proviant, denn unterwegs kann es Ihnen passieren, dass die Restaurants, welche im Flussführer aufgelistet sind, entweder geschlossen haben oder schlicht und einfach nicht mehr existieren.

Bootseinführung

Zurück bei der Basis werden nun die Autos im abgeschlossenen Gelände von Le Boat parkiert und es wird Zeit zur Bootsübernahme respektive der Bootseinführung. Lässig schreitet der Techniker von Le Boat heran und schwingt sich auf das Boot. Auf französich erklärt er die wichtigsten Instrumente, was wo wie und sonstiges Blabla. Dann fährt er mit der ganzen Mannschaft auf See - pardon, auf Fluss - und zeigt den Neulingen die Grundbegriffe des Navigierens, des Wendens und begleitet das Team bis zur ersten Schleuse. Vor der Schleuse drückt er die an der Basis erhaltene Fernbedieung und aktiviert via Kontrollpunkt am Ufer (welcher vor jeder Schleuse anzutreffen ist) das Vorbereiten der Schleuse. In der Schleuse angekommen, versuchen sich Omalia und Mery unter kundiger Aufsicht des Mitarbeiters von Le Boat in der "Schleusenbewältigung". Will heissen, die Leinen am Poller festmachen. Klappt relativ gut, aber da ist noch Luft nach oben....

Das Prinzip der Schleusen ist simpel: Um in eine Schleuse einfahren zu können, müssen die Tore vollständig geöffnet sein und die Lichter auf grün stehen. Wenn die Schleuse bereit ist, fahren Sie langsam ein und legen so weit wie möglich von den Toren entfernt an. Sind Sie das einzige Boot, bleiben Sie am besten in der Mitte der Schleusenkammer. Beim Abwärtsschleusen in der Schleusenkammer kurz von Bord gehen, die Leinen um die Poller legen und aufs Boot zurückkehren. Während des Absinkens das Boot bitte dicht an der Schleusenwand halten. Die Leinen nicht verknoten, um das Hausboot nicht aufzuhängen.

Die beiden Damen scheinen langsam Spass an den Schleusen zu bekommen...

Die beiden Damen scheinen langsam Spass an den Schleusen zu bekommen...

Erste Uebernachtung

Die erste Schleuse vor Fontenoy (Schleusen-Nr. 35) ist also überstanden, der Monsieur von der Einweisung ist bereits von Bord und überlässt die angehenden Bootsneulinge dem Schicksal.... Weiter geht es zur nächsten Schleuse Nr. 36 - doch die Ampel der Schleuse steht auf Rot ! Weshalb bloss...? Logisch, in der Hitze des Gefechtes wurde vergessen, mit dem Funkgerät die Schleuse zu aktivieren. Das Schild zur Aktivierung der Schleuse lag etwa 200 Meter hinter dem Boot. Also ging Mery von Bord und lief eiligen Schrittes mit dem Funkgerät zurück, drückte den Knopf et voilà - die Ampel der Schleuse sprang auf Rot-Grün und dann auf Grün....

Geschafft - auch die Schleuse öffnet nun und nicht vergessen: Vor jeder Schleuse auf dem Canal des Vosges rechtzeitig die Fernbedienung in die Hand nehmen...

Geschafft - auch die Schleuse öffnet nun und nicht vergessen: Vor jeder Schleuse auf dem Canal des Vosges rechtzeitig die Fernbedienung in die Hand nehmen...

Weiter geht es - langsam schippert das Boot in den Vorabendhimmel und gleitet gemütlich durch den Kanal

Weiter geht es - langsam schippert das Boot in den Vorabendhimmel und gleitet gemütlich durch den Kanal

Anlegestelle Pont-du-Bois: Eigentlich war das erste Uebernachtungsziel Selles, da aber das dortige Restaurant dicht gemacht hat, wurde kurzerhand entschieden, vor der Schleuse Nr. 39 in Pont-du-Bois anzulegen. Diese Anlegestelle hat kein Wasser und keinen Strom und Platz für 2 Boote, aber da die Batterien geladen und der Wassertank gefüllt ist kann ohne Probleme auch ohne Stromanschluss angelegt werden. Der sonnige Tag neigte sich dem Ende entgegen, die Mannschaft genoss den Abend auf und unter dem Deck und die erste Nacht auf dem Hausboot war Tatsache...

Anlegestelle Pont-du-Bois: Eigentlich war das erste Uebernachtungsziel Selles, da aber das dortige Restaurant dicht gemacht hat, wurde kurzerhand entschieden, vor der Schleuse Nr. 39 in Pont-du-Bois anzulegen. Diese Anlegestelle hat kein Wasser und keinen Strom und Platz für 2 Boote, aber da die Batterien geladen und der Wassertank gefüllt ist kann ohne Probleme auch ohne Stromanschluss angelegt werden. Der sonnige Tag neigte sich dem Ende entgegen, die Mannschaft genoss den Abend auf und unter dem Deck und die erste Nacht auf dem Hausboot war Tatsache...

© Nobby Thalmann, 2021
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Mit dem Hausboot unterwegs auf dem Canal des Vosges und der Petite Saône von Fontenoy-le-Château bis Auxonne und zurück
Details:
Aufbruch: 03.09.2021
Dauer: 11 Tage
Heimkehr: 13.09.2021
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Nobby Thalmann berichtet seit 6 Wochen auf umdiewelt.
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