Von Ho Chi Minh Stadt nach Bangkok

Reisezeit: Januar / Februar 2011  |  von Michael Westenberger

Mui Ne: Mui Ne Beach die 2.

06.02.2011

Nach unseren Strandtag wollten wir mal wieder action haben und gingen los, einen Roller für den Tag zu mieten. Die ersten Mietangebote aber waren mit 15$ viel zu hoch. Wir wurden aber dann doch fündig: ein etwa 10Jahre alter Junge vermietete uns in einem kleinen Kisok für 10$ / Tag einen Yamaha Automatikroller für seine Grosseltern, die kein Englisch sprachen. 4 Liter Benzin waren auch schon drin, ich musste nur meinen Namen und Guesthouse aufschreiben (ob die Angaben stimmen, wurde nicht geprüft) und schon ging es los Richtung Mui Ne City. Auf dem höchsten Punkt der Strasse konnte man über den "Fischereihafen" und auf die Stadt sehen. Dort unterhielten wir uns auch mit einer Vietnamesin, die aussah wie 14, aber 28 Jahre alt war. Sie kam aus Hanoi, verbrachte die Tet Feiertage im Süden, wolle eigentlich auch nach Kambodscha, aber hatte zu Hause ihren Pass vergessen.

Der Fischerhafen von Mui Ne, ist er nicht romantisch?

Der Fischerhafen von Mui Ne, ist er nicht romantisch?

Danach fuhren wir durch Mui Ne selber und sahen schon von weitem eine Kirche im chinesischen Baustil. Die fuhren wir dann durch verwinkelte, nicht asphaltierte Gassen an.

Die katholische Kirche von Mui Ne, vom Gebäude kommt man da nicht sofort drauf, ist echt agefahren.

Die katholische Kirche von Mui Ne, vom Gebäude kommt man da nicht sofort drauf, ist echt agefahren.

Nun kurften wir noch ein wenig umher um dann zu den berühmten Sanddünen von Mui Ne zu kommen. Hier war der Teufel los. Vom Saharafeeling, wie im Reiseführer beschrieben, kann da keine Rede sein, für Südostasien ganz nett, so Sand direkt an der neuen beiten Umgehungsstrasse, aber so weitläufig, wie überall beschrieben, sind die Dünen nicht.
Krass ware eher die Massen an Vietnamesen, die sich zu Hunderten über den Sand wälzten und die breite Strasse in ein Verkehrschaos verwandelten.

Die Wüste von Mui Ne - naja jedenfalls mit einem 10mm Superweitwinkelobjektiv

Die Wüste von Mui Ne - naja jedenfalls mit einem 10mm Superweitwinkelobjektiv

Nach diesem "kulturellen Highlight", dass uns immerhin 15min in seinen Bann zog, knatterten wir den Mui Ne Beach entlang zum westlichen Teil. Dort stehen die ganzen hochpreisigen Anlagen und alles steht auch auf russisch geschrieben. Auch nichts für uns.
Im Hiep Hoa Resort, eine Bungalowanlage am Meer und im Internet für 10-15$ angegeben, hätte man, wenn was frei wäre, für 35$ übernachten können. Für Backpacker ist Mui Ne egentlich nichts. Kein richtiger Strand, keine billigen Hütten und auch keine chilligen Bars.
(das im Lonely Planet und Loose angepriesene Pogo ist leer und macht einen eher vergammelten Eindruck).

Igrendwie sind wir nach einem Eiskaffee noch etwas mit dem Roller rumgefahren und haben dann noch bei den Fischern den Sonnenuntergang betrachtet.

Typisches kleines Fischerboot in Mui Ne, er wollte mich ja ein wenig rumfahren damit, aber da wäre sicher kein Auge trocken geblieben, ganz zu schweigen, von Kamera, Geld etc.

Typisches kleines Fischerboot in Mui Ne, er wollte mich ja ein wenig rumfahren damit, aber da wäre sicher kein Auge trocken geblieben, ganz zu schweigen, von Kamera, Geld etc.

Fischer kurz vor der Auslaufen in Mui Ne, manche fahren in den runden Dinger nur zu den größeren Booten, die man im Hintergrund sieht

Fischer kurz vor der Auslaufen in Mui Ne, manche fahren in den runden Dinger nur zu den größeren Booten, die man im Hintergrund sieht

Nach der Rollerabgabe, die hier keine 10 Sekunden dauerte ( einfach Schluessel abgeben, einander "good Luck" wüschen , fertig) , kümmerten wir uns noch um unseren Bus zurück nach Saigon. Bei den ersten 2 Agenturen war der 09 Uhr Bus "full", die 3. Agentur wollte 15$ haben (normal kostet der Bus 5$) und so waren alle guten Dinge 4 und wir buchten bei "Sinh Tourist" , der wohl grössten, aber auch unfreundlichsten Agentur, unseren 09 Uhr Bus für 10$ / Person.

07.02.Beachday

Nun hatten wir wieder einen Tag am Strand verdient. Erstaunlicherweise waren nur noch 2 Liegen frei, als wir gegen 10Uhr das Minh Tam Resort erreichten.

Das Minh Tam Resort vom unseren Frühstücksplatz aus, sind ja nur 20m

Das Minh Tam Resort vom unseren Frühstücksplatz aus, sind ja nur 20m

Eigentlich ist Tet offiziell beendet aber uns kam es vor, als ob mehr Vietnamesen nun da wären. Den besten Bungalow bewohnt eine etwa 10 köpfige Familie, die auch Elektorkocher dabeihaben und selber kochen, die Männer trinken auch schon kräftig Heineken Bier (irgendwie trinken nur wir Touris lieber die nationalen Biere wie Saigon, 333, Larue, die kosten so 12000Dong (40 Eurocent / 0,5 Liter).
Wie die in einem Bungalow für 2 Personen mit 10 Leuten schlafen, entzieht sich allerdings unserer Kenntnis.
Die Angestellten werden allerdings von der vietnamesischen Mittelschicht ordentlich herumgescheucht, da wird schon mal ein Eimer Eis für die Getränke geordert, oder noch mal schnell ein Stuhl, den der Herr sich auch selbst 5 m weiter hätte holen können.

Im Meer gab es heute nach der Flut einen Haufen Seeigel, in einen wäre ich beinahe voll reingetreten, so hatte ich nur einen Stachel abbekommen.

Gegen Abend hatten wir dann das Klo verstopft... Ist uns bis jetzt in Thailand, Kambodscha, Laos, Indien auch schon passiert, also warum nicht auch in Vietnam.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Über Land von Saigon (HCMC) über Mui Ne, Phnom Penh, Siem Reap nach Bangkok
Details:
Aufbruch: 31.01.2011
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 22.02.2011
Reiseziele: Thailand
Vietnam
Kambodscha
Der Autor
 
Michael Westenberger berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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