Viva Costa Rica

Reisezeit: August 2007 - März 2008  |  von Benjamin Schmidt

Nicaragua

Nicaragua

Alajuela - San Jose - Rivas - Granada -Masaya - Ometepe - und zurueck!

Reisen ist schoen, wenns losgeht liegen wunderbare Straende, Vulkane, und Erfahrungen vor einem,...und manchmal auch ein Durchfall!
Genauso hat naemlich meine Reise nach Nicaragua angefangen. Eine Nacht vorher habe ich mir wie sich hinterher heraus gestellt hat irgendwelche Parasiten eingefangen, die ich bis heute noch nicht ganz raus hab, aber dazu spaeter. Ich habe die halbe nahct auf dem Klo verbracht und konnte nicht schlafen, musste aber auf jeden Fall das Land auf Grund meines abgelaufenen Visums verlassen. Nachts um 3 habe ich dann ein Taxi genommen und auf dem Weg noch Laura und Magda eingesammelt. Ich habe nichts gegessen und das war auch gut so. Im Bus nach San Jose habe ich dann versucht zu schlafen, aber vergebens.Nach einer Stunde Busfahrt und ein bischen laufen, sassen wir dann im Bus nach Nicaragua. Die ganzen 6 Stunden lief die beschissenste Musik die ich bis jetzt in Costa Rica gehoert habe, aber vielleicht war die Musik garnicht so schlecht, mir gings nur so beschissen. Ich habe auf jeden Fall viel geschlafen und nicht viel von der Fahrt mitbekommen. Wir sind ca. 1 km vor der Grenze Nicaraguas aus dem Bus gestiegen und wollten uns zu Fuß ueber die Grenze machen. Doch wir sind nicht lange alleine geblieben. Nebenbei Nicaragua war vor 2-4 jahren noch das 2 aermste Land der Welt und hat sich mitlerweile auf Platz 4 vorgearbeitet. Auf jeden Fall bemerkt man einen extremen unterschied zwischen Costa Rica und Nicaragua.Aber dazu im Fazit. Ueberfallen von 15 "Taxifahrern" (Drahtgestellen mit 3 Fahradreifen/ Rickcha) und vielen Strassenkindern die einen fuer ein paar Cordobas ueber die Grenze bringen wollten. Haben wir uns dann mit einem kleinen Jungen im Schlepptau ueber die Grenze gemacht. Nach dem ganzen Papierkram( ein paar formulare ein bischen geld und ein Stempel) haben wir noch kurz geld getauscht, jedoch sind wir dazu in die Bank gegangen, weil wir den Kurs nicht kannten und uns keine alte Waehrung auf der Strasse andrehen lassen wollten. 5 Minuten spaeter saßen wir auch schon im Bus Richtung Rivas. An der Bushaltestelle, war ein Essensstand aufgebaut ( Familienkueche)der die ganzen Busse versorgt hat. Nette mamas mit Kochschuerzen stiegen ein dann gings los: agua,jugo,coca cola, carne, pollo,tacos,platanos,bananos....que quieres mi amor? Und zwar wie ein Radio. Man muss auch garnicht fragen wo der Bus faehrt, weil an der Tuer vom Bus ein muchacho steht der ueber den ganzen Platz schreit. Granada...Rivas rapido..rapido! Es gibt auch keine wirklichen Haltestellen, weil deer Bus eigentlic ueberall haelt wo Leute stehen. Die Busse sind natuerlich auch in ganz anderer verfassung als die in Costa Rica und auf den Straßen begegnem einem Ochsenkarren und Fahradfaherer, freilaufende Pferde und Kuehe, wie auch schweine, Hunde,Katzen und sonstiges und naturlich kleine Kinder. Das Haerteste was ich sah war ein Fahradfahrer auf einer 4 Spurigen Hauptstraße und zwar auf der entgegengesetzten Ueberholspur. Und Unter anderem auch einen ca 15 jaehrigen Taxifahrer. Als der Bus dann laut hupend los fuhr hatten wir einen wundervollen Blick auf die Insel Ometepe die im groessten see Centroamerikas Liegt. In diesem See leben die einzigen Sueswasserhaie der Welt. In Rivas kurz umgestiegen sind wir nach einer Stunde dann in Granada angekommen. Wir hatte eigentlich schon ein billiges hotel rausgesucht wussten nur nicht wo das zu finden war...ein muchacho der wie fast alle in Centro Amerika fuer ein Hotel arbeitete und die Touristen an den Haltestellen abfaengt, hat uns dann zu einem angeblich billigern Hotel gebracht..jajaja blabla! Als ich ihm dann meine meinung gesagt und meinte das ich es richitge scheisse finde das er uns angelogenhat, hat er ein schlechtes gewissen bekommen und uns zu unserem urspruenglichen Hotel gebracht. Dann hatte ich auch ein schlechtes gewisse, weil er ja eigentlich nur seine arbeit macht. Wir haben uns mit einem anderen Deutschen und seiner Mutter die vor 20 jahren das letzte mal hier war dann zum billig hotel aufgemacht. Eingecheckt haben wir gemerkt das ist ja ganicht so billig, aber fuer die erste nacht ists ok. Die Stadt Granada ist wunderschoen, im alten Kolonial Stil ohne Hochhaueser und Fabriken. Wir habe uns alle direkt in die Stadt verliebt. Nach einem guten essen, und einem Kampf mit den ganzen Strasenkindern, die einem alles verkaufen wollen oder einfach nur betteln( gutes essen: einen Teller Reis und eine Tasse Kamillentee, wegen meinem Bauch)haben wir dann eine kleine Stadttour gemacht wobei ich festgestellt habe, das ich meine begleitung hier bestimmt gut verkaufen koennte. Ja uns sind teilweise ganze schwerme hinter gelaufen und alle Maenner wirklich alle, egal ob mit freundin Kindern, verheiratet oder nicht haben geglotzt als waeren die Maedels die Senoras del mundo. Na ja ich fands Lustig....hey pssst, te amor...mi amor...bonita....beautiful......! und die ganz harten haben dann auch schon mal zugegriffen. Abends gabs dann auch noch ein kleines Konzert vor der herberge aber die gleichen haben und dann auch noch am naechsten morgen um 6 uhr geweckt. Ach das haette ich glatt vergessen... magda hat ihre Liebe des Lebens getroffen: der Junge der uns zum Hotel begleitet hat, hatte nach seinem apfle und seinem Kecks anscheinend noch nicht genug, und hat mit allem was er hatte versucht das Herz unserer unschuldigen Magda zu erobern. Der war so gut das ich ihm das teilweise abgekauft habe....es war alles einfach zu authentisch....dieser Hundeblick und alles andere auch...Laura und ich haben uns schlapp gelacht, weil Magda sich einfach immer tiefer in die scheisse geritten hat. Aber das war noch nicht genug als wir noch af einen richtig freakigen Canadier getroffen sind der neenbei auch irgendwie ein bischen Notgeil war...volle-Lotte Tuchfuehlung mit den Maedels. Am naechten tag haben wir dann eine andere Billigere Unterkunft gefunden, es gab Dormitorios in denen viel Leute schliefen und Haengenmatten in denen ich immer schlief. Die Stadt war sehr klein und hat man immer wieder bekannte Gesichter getroffen, die zwei deutschen waren sehr freundlcih und wir haben auch noch viel mit ihnen unternommen, aber dazu spaeter. Am naechsten tag sind wir dann auf den Markt gewandert, welcher eine so beeindruckende Erfahrung war... Fleisch in der Sonne auf Holzbrettern kiloweise, Fruechte, brot, Fisch( 14 dicke Fische kosten 50 cent) ohne Eis, auf dem Boden abfall, dreck Hunde Katzen und mitten drin Spielen die Kinder und babies. Ausschlag und Krankheit sind dementsprechend nicht selten. Die Gerueche mischen sich und man kann sich fast nur die Nase zu halten. Uberall brutzelt irgendwas auf offenem Feuer und Leute schreien und rufen, Es Laeuft Musik einfach ein richtig krasser eindruck. Trotzdem ganzen Trubel hatte ich keine Angst ausgeraubt zu werden oder abgestochen. Ich hab das Gefuehl umso aermer die Leute desto freundlicher und offener sind sie. Am Abend sind wir dann zum see geschlendert um einen kleinen Bootstrip auf die sogenannten Isletas zu machen ( traumhaft). Wir haben uns mit unseren Deutschen bekannten dann ein Boot gemietet und sin ein bischen um die Inseln getuckert. Der See kommt einem Vor wie das meer. Auf dem Weg zum hafen sind uns ganzen Wolken aus winzigen Fliegen begegnet, die Wolken waren so dicht das man wenn man durchgelaufen ist nicht reden konnte und nur durch die Nase atmen konnte. Die kleinen Inseln waren traumhaft schoen, besetzt von Fischerhuetten und haeuschen hat sich ein kleines Inseldorf im See angesiedelt. Nach diesem wundervollen Bootstrip, gabs erstma lecker essen und danach Bierchen trinken..ja unsere magda hats schon gemerkt! Magda ist eine sehr sympatische Person die ein gutes benehmen und Wortschatz an den Tag legt, doch als ich dann ploetzlich: "Halts Maul Alter" hoerte dachte ich nur das war ein Calpi zu viel...aber es hat sich alles im Rahmen gehalten, keine Angst! Die Nacht war ein bischen anstrengend, weil meine Haengematte in der naehe der Maenner Toilette hing und neben an direkt der Vogelkaefig mit der hochtalentierten Papagei... nachts kam dann halt irgendwann irgendein besoffener, der dann meinte er muesste mich in den schlaf wiegen und meinte nur duerme mi bebe.... Und ich war gerade im halbschlaf und bin dann natuerlich promt aufgewacht, ne stunde spaeter wurde dann anscheinend die kueche geschlossen und die Koeschin wollte noch ihre lieblings serie gucken und ach ja es war einfach eine scheiss nacht zum schlafen, weil der Papagei am naechsen morgen mich auch noch geweckt hat. Dafuer war aer einfach die Dusche sowas von geil...mitten im Raum war der Duschkopf wo aber fast kein wasser rauskam, dafuer gabs es dann aber einem dicken Kuebel wo man sich das wasser rausschoepfen konnte. Ich hab dann auch heraus gefunden was mit mir los ist. Meinen Symtomen zur Folge habe ich irgendwelche Parasiten im Darm...bin dann auf dem weg zu einer Vulkan Lagune in die Apotheke und hab mir erstma was reingezogen und seit dem gings auch viel besser, doch ich hab immer noch irgend einen scheiss im Darm....funktioniert nocht alles so wie man will! Auf dem weg zur Lagune ist uns eine Familie in einem Pickup begegnet, die uns dann einfach eingepackt hat und uns zu einem reinen Nica platz gefuerht hat. Wir oder eher gesagt Laure im Bikini war die Atraktion schlecht hin und es gab sogar einen Kleinen der sirekt ma sein Fernglas ausgepackt hat. Die Lagune war wunderschoen und das Wasser angenehm weich und warm. Nach einem Bad in der Lagune und ein bischen chillen gings dann weiter nach Masaya auf einen riesigen Markt. IN Masaya hat wirklich stark die Armut gespuerht die vorhanden war. Die Leute leben in holzblech huetten auf Erdboden kochen auf offeben Feuer. Uberall laufen die Tiere rum. Schlangen und Scorpione sind keine Seltenheit und so habe ich auch wieder welche gesehen und Magda waere fast auf eine drauf getreten. Der Markt war genau wie der in Granada uebrfuellt mit Menschen und Gerueschen...impressionante. Am abend habe ich dann drauf geschissen was ich esse und habe richtig reingehauen. Wir saßen bei unserem deutschen selbstvesorger dem Hippi am Tisch. Er kommt aus sueddeutschland und wohnt mitten im Wald. Hat keinen Strom und versorgt sich mit einem total ausgekluegelten System. Er ist Kuenstler und leitet Schwitzhuetten in seinem Garten...ja wir saßen irgendwo auf der Straße und haben die ganze nacht gequatscht. Er ist fast schon ueberall gereißt. Mit 17 war er schon in Israel und und danach ganz lange Zeit in Indien. Ja das war echt interessant, einem Menschen mit soviel Reise Erfahrung zu treffen. Vielleicht gehe ich ihn ja mal besuchen und mach ne Schwitzhuette mit. Das war auch das letzte mal das ich ihn gesehen habe. AM naechsten moregn habe ich dann mit Laura Tickets fuer das Boot gkauft, welches uns auf die Insel Ometepe bringen sollte, aber vorher sind wir dann nochmal auf den Markt gefahren um richtig einukaufen. Die nette koechin hat mir dann noch ein parr leckere Pancakes fuer die Reise gemacht und dann gings schon an aufs boot...4 stunden und 2 Bruce willis ballerfilme bis wir endlich auf ometepe angekommen sind. Am hafen haben wir uns dann ein camion gesucht der uns zu unserem Hostel brachte. Das hostel Ortiz ist ein nettes kleines Familien Unternehmen was ich nur weiter empfehlen koennte. Am naechsten morgen sind wir auf die andere Insel zu einer wunderschoenen Finca gefahren. Die Finca lag am Hang eines Vulcans und man hatte einen wundervollen Ausblick. Wir blieben 2 Naechte und die Finca Fuellte sich langsam mit allenmoeglichen Leuten.Israelis,Spanier,Norweger,Franzosen, Hollaender,Deutsche, Chilenen,... Die chilenen haben mir erstma ein strich durch meine Reiserechnung gezogen und meinten das Reisen in den Sueden waere doch nicht so billig wie ich mir das vorgestellt habe. Das schiff von Panama nach Columbien wuerde 5 Tage brauchen und 300 $ Kosten, der Flug wuerde genau soviel kosten und einfach die Grenze ueberqueren geht nicht weil ueberall Guerilla rumlaueft. Das Klumbianische Militae geht von 14-21 Jahre. Ja das mit dem Schiff hoert sich gut an. Es ist ein Segelschiff, man hat alles inclusive, und macht noch einen kleinen Stop auf winzigen unbewohnten Inseln in der Karibik, also da finde ich den Preis eigentlich ganz gut. Na ja im Prinzip moechte ich eigentlich nur rueber. Und wahrscheinlich muss ich alleine reisen weil der Franzose sich das nicht leisten kann, aber mitlerweile ist das denke ich schon kein Problem mehr. Alle die ich bis jetzt in Nicaragua getroffen habe sin alleine gereist. Und Kolumbien und Bolivien sollen die schoensten Laender sein und ich glaube ich waere nicht zufrieden wenn ich diese reise nicht machen wuerde, und wenn der Franzose nicht dabei ist habe ich sogar noch mehr Zeit ( 3 Monate). Ja mal schauen was draus wird...ich hab ja immer wuerfel fuer den Notfall dabei! Auf jeden Fall sind wir am naechsten morgen 2 stunden den Vulkan hochgekraksel um Kaskaden besichtigen, also ich war nict ueberwaeltig aber wie jeder weiß: der Weg ist das Ziel, und der Dschungel war wirklich beeindruckend: durch Platano Plantagen, Kaffee,Kakao, und Reisfelder auf den die Arbeiter in der sonne schufteten. Ich hatte keine vernuneftigen Schuhe und bin dann den halben weg Barfuß gelaufen .Ich fuehlte mich wie ein richtiger Busch Mann. In der Finca angekommen, sind neue Leute aus Norwegen angekommen. JA viele interessante Gespraeche und Erfahrungen...und die den schoensten Musik Abend den ich bis jetzt hatte. Eine Norwegerin hatte ihre Gitarre dabei und so eine wunderschoene Stimme...ich dachte Norah Jones sitzt vor mir, einfach total beeindruckend. Sie tourt auch bald durch Belgien und Deutschland und ich bin ma gespannt ob wir uns wieder sehen. Ach da faellt mir noch ein wir sind zum OJO DE AGUA gefahren,eine wnderschoene Laguna, mit Kristalklarem Wasser. Auf dem Weg haben wir noch bei einem Freund stop gemacht (KITESURFER) und haben ein paar Fotos gemacht und gequatscht. Nach dem schoenen Bad trafen wir dann noch auf ein ganz nettes paar, fuer die wir dann noch ein paar Urlaubsfotos gemacht haben. AM naechsten morgen dann um 3 ausem bett und ab in den Bus zum hafen, das Schiff genommen, uebergetzt, weiter zur Grenze und dann nochmal 6 stunden Bus und dann endlcih da! Als ich dann in Alajuela angekommen bin ist mir erst klar geworden wie modern und reich Cosat Rica ist. Ich habe mich wie in Europa gefuehlt und wollte direkt wieder nach Nicaragua. Ich habe komischerweise ein richtiges Alltagsgefuehl gehabt als ich wieder da war und bin Freitag erstma nicht arbeiten gegangen. JA der naechste Bericht wird vielleicht ein bischen kuerzer, aber ich habe halt solange nicht mehr geschrieben. Ich wuensch euch alles gute und genießt den Schnee wenn es welchen gibt, bis zum naechsten bericht euer Ben!

Der erste grenzkompane!

Der erste grenzkompane!

Grenze

Grenze

grenze

grenze

Der erste bus nach rivas!

Der erste bus nach rivas!

Taxis und caretas

Taxis und caretas

Granada..wunderschoen!

Granada..wunderschoen!

© Benjamin Schmidt, 2007
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Die Reise
 
Worum geht's?:
7 Monate Costa Rica! Freinwilligendienst bei einer Organisation (PANI) welche Kinderheime in Alajuela und Naranja unterhält,wie auch Unterstützung der Einheimischen bei Schutzmaßnahmen für den Regenwald.
Details:
Aufbruch: 31.08.2007
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: 31.03.2008
Reiseziele: Costa Rica
Nicaragua
Der Autor
 
Benjamin Schmidt berichtet seit 16 Jahren auf umdiewelt.
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