Mumbai und darueber hinaus...

Reisezeit: März - Dezember 2005  |  von Marph aus Hamburg

Cochin

Cochin ist ein altes Fischerdorf und so ist es nicht verwunderlich, dass wir, wie jeder gute Touri, unser Abendessen noch nicht ganz trocken hinter den Ohren auf dem Markt gekauft haben und ihn uns frisch und mit Blick auf die chinesischen Fischernetze haben zubereiten lassen.

Cochin ist im Stadtteil Fort Cochin noch recht nett und eine Stadt, die zwar total auf Tourismus eingestellt, aber noch recht gemuetlich ist. Allerdings gibt es hier ausser frischem Fisch nicht viel und so sind wir nur 3 Tage geblieben, ich hatte eine Ayurvedamassage fuer 400 rupee (8 euro) mit Ausklang im Dampfbad.
Das muss man sich so vorstellen:

Ich voellig veroelt wie eine Sardine in einem Holzkabuff mitten in der Kueche einer alten Inderin, vor mich hin schwitzend im rosa angemalten Holzverschlag. Die Frau kommt nach angeregtem Gespraech, wo von ich natuerlich ueberhaupt nichts verstehe mal gucken, ob ich schon einen Schweiss-Oberlippenbart habe um mich zu erloesen. Danach darf ich die Dusche in meinem eigenen Hotelzimmer nehmen und trinke zum Ausklang des Tages (vor der Dusche!!!) ein kaltes Bier aus einer Kaffeekanne und dazugehoeriger Tasse, weil man fuer Alkoholaussschank ja ne Genehmigung braucht. War also ein veroelter Abend, aber nett. Wobei ich sagen muss, dass die Massagen meiner Mutter irgendwie besser waren und nicht so halbherzig.

Zum Glueck haben wir auch eine Creme gegen Moskitos gefunden und so war das dann auch kein Problem mehr. Also, Cochin, ein Erfolg fuer ein paar Tage. Der Fisch war grandios, aber der Kingprawn und der Krebs einer Bekannten aus Berlin, die wir auf der Backwatertour kennengelernt haben, waren gewoehnungsbeduerftig und haben um ihr Leben gekaempft... mit Kneifen und allem drum und dran. Aaron hatte nen ganzen Teller voller Krabben, die er bis zur Unkenntlichkeit selbst pulen musste, der arme Kerl.

Am Morgen unserer Abfahrt haben wir dann noch eine Einladung auf einen der Stege, wo die Fischernetze ausgeworfen und hochgezogen werden und haben ein bisschen mit den Fischer geplauscht und uns Malayalam-Worte (Sprache in Kerala) beibringen lassen, die wir natuerlich gleich wieder vergessen haben.

Nimm diesen Fisch und du wirst ewiges Glueck ernten, mein Freund. Oder mir eine prall gefuellte Brieftasche... (Bildtiltel: Skeptischer Tourist beim Fischkauf)

Nimm diesen Fisch und du wirst ewiges Glueck ernten, mein Freund. Oder mir eine prall gefuellte Brieftasche... (Bildtiltel: Skeptischer Tourist beim Fischkauf)

Na wenn das mal nicht das Paradies ist, dann weiss ich auch nicht...

Na wenn das mal nicht das Paradies ist, dann weiss ich auch nicht...

Auf der Fischernetz-konstukltion mit Mohan, Benjamin und Thomas (Nord-Kerala ist ja schon christlich!)

Auf der Fischernetz-konstukltion mit Mohan, Benjamin und Thomas (Nord-Kerala ist ja schon christlich!)

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ich arbeite in Mumbai für ein halbes jahr und reise dann fuer 3 monate durch nepal und indien. hier gibt es nuetzliche infos aus 1. hand ueber mumbai und alles, was das leben da lebenswert macht (oder auch nicht).
Details:
Aufbruch: 06.03.2005
Dauer: 9 Monate
Heimkehr: 08.12.2005
Reiseziele: Indien
Nepal
Anjuna
Der Autor
 
Marph aus Hamburg berichtet seit 19 Jahren auf umdiewelt.
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