Freiwilligeneinsatz in Argentinien

Reisezeit: August / September 2009  |  von Doreen Schloeffel

Salta & der Nordwesten

Am Mittwoch abend (16.9.) nehme ich den Nachtbus von La Rioja nach Salta. Weitere 10 Stunden im Bus, Abfahrt um 21.15 Uhr - Ankunft am nächsten Morgen gegen 8.20 Uhr in Salta. Konnte einigermaßen schlafen, auch wenn sich mein Sitz nicht richtig zurückschrauben ließ. Die Provinz Salta mit der gleichnamigen Provinzhauptstadt liegt im Nordwesten Argentiniens und grenzt an 3 Länder - Chile, Bolivien und Paraguay.

In Salta im Hostel gab es zunächst Probleme, da sie meine Reservierung per Mail nicht erhalten hatten. Da hier am Samstag ein Riesenkonzert stattfindet, zudem halb Argentinien anreist und somit vom Hostel bis zum 5 Sterne Hotel jegliche Unterkünfte ausgebucht sind, war das für mich etwas beunruhigend. Hatte mir doch vorher jeder versichert, um diese Jahreszeit (es ist nächste Woche hier Frühlingsanfang) sei es kein Problem Unterkünfte zu finden.
Für 2 Nächte erhielt ich dann auch einige Stunden später ein Bett. Samstag sei jedoch nichts möglich, ich solle am besten eine Exkursion außerhalb von Salta unternehmen und dort übernachten. Ok. Naja, das hatte ich nicht erwartet und war zunächst froh, erst einmal für 2 Nächte ein Bett zu haben - auch wenn dies bedeutete, dass ich mir das Zimmer mit fünf Argentiniern (alles junge Männer zw. 24 und 37) teilen musste. Wie sich herausstellte, waren die supernett und mit meinem besser werdenden Spanisch konnten wir uns sogar einigermaßen unterhalten. Alle fünf waren aus unterschiedlichsten Teilen Argentiniens, unter anderem auch zwei aus Buenos Aires (1475km von Salta entfernt) - extra für das Rockkonzert dieser National-Ikone namens INDIO angereist.

Dann bin ich losgezogen und habe Salta ausgiebig zu Fuß erkundet und meinen Tagesausflug nach Cachi und in den Los Cordones Park gebucht. Kurz vor Sonnenuntergang bin ich dann mit der Seilbahn auf den Cerro San Bernardo-Berg, den Hausberg von Salta, hochgefahren. Von oben hatte ich einen prächtigen Ausblick über die ganze Stadt Salta - welche im Nordwesten Argentiniens liegt und ca. 500.000 Einwohner hat. Runter ging es zu Fuß über 1.200 Stufen. Am nächsten Tag hab ich sogar meine Waden gemerkt. Bleibt zu hoffen, dass dieser Abstieg hilft, die Extrapfunde von dem sehr guten und sehr reichlichen Essen hier in Argentinien schneller loszuwerden.

Spätes Dinner mit einigen Argentiniern. Als ich gegen 0.30 Uhr ins Bett bin - da ich am Freitag morgen um 6.45h für meinen Ausflug fertig sein mußte, sind meine Zimmermitbewohner gerade auf die Piste gegangen. Hier geht man erst superspät weg. Zur Disko sogar erst um 2 ! Für sowas bin ich dann wohl zu alt.

Eine Farm auf dem Weg nach Cachi

Eine Farm auf dem Weg nach Cachi

Ständig wechselnde Landschaften, mal grün, mal grau, mal rot.

Ständig wechselnde Landschaften, mal grün, mal grau, mal rot.

Hier regnet es viel mehr als im trockenen Chilecito, dachte ich mir bei dem satten grün der Wiese.

Hier regnet es viel mehr als im trockenen Chilecito, dachte ich mir bei dem satten grün der Wiese.

Landwirtschaft bei Cachi

Landwirtschaft bei Cachi

Blick in ein Gäschen von Cachi - einem eindrucksvollen aber sehr touristischen Örtchen mit ca. 1800 Einwohnern. Cachi liegt 140 km südwestlich von Salta.Hier leben wegen des angenehmen Klimas viele Künstler, die durch die Berge Inspiration für neue Vorhaben schöpfen. 
An der Plaza ist ein Kunsthandwerkermarkt mit den typischen Souvenirs - Ponchos, Schals, gestrickte Wollpullover, Mützen, Mate Gefäße, Töpferwaren.

Blick in ein Gäschen von Cachi - einem eindrucksvollen aber sehr touristischen Örtchen mit ca. 1800 Einwohnern. Cachi liegt 140 km südwestlich von Salta.Hier leben wegen des angenehmen Klimas viele Künstler, die durch die Berge Inspiration für neue Vorhaben schöpfen.

An der Plaza ist ein Kunsthandwerkermarkt mit den typischen Souvenirs - Ponchos, Schals, gestrickte Wollpullover, Mützen, Mate Gefäße, Töpferwaren.

Im Nationalpark Los Cordones stehen über 28.000 Kakteen. Sie blühen erst nach 40 Jahren und dürfen nicht abgehackt werden. Diese Kandelaberkakteen wurden wegen ihres widerstandsfähigen Holzes von den Indios als Baumaterial genutzt. Auch in der Kirche von Cachi bestehen die Holzbalken und Deckenbalken aus "Kakteenstämmen".

Im Nationalpark Los Cordones stehen über 28.000 Kakteen. Sie blühen erst nach 40 Jahren und dürfen nicht abgehackt werden. Diese Kandelaberkakteen wurden wegen ihres widerstandsfähigen Holzes von den Indios als Baumaterial genutzt. Auch in der Kirche von Cachi bestehen die Holzbalken und Deckenbalken aus "Kakteenstämmen".

Die Farben wechseln sich immer wieder ab.  Man staunt, wie ein Felsen soviele Schattierungen haben kann.

Die Farben wechseln sich immer wieder ab. Man staunt, wie ein Felsen soviele Schattierungen haben kann.

Kleine Andachtsstätte am höchsten Punkt der Strecke: 
Piedra de Molina (3348 m üdM)

Kleine Andachtsstätte am höchsten Punkt der Strecke:
Piedra de Molina (3348 m üdM)

Blick zurück in die Täler, welche von schmalen Flüssen durchzogen werden

Blick zurück in die Täler, welche von schmalen Flüssen durchzogen werden

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Mit der Organisation Experiment e.V. fahre ich für 3 Wochen zu einem Freiwilligeneinsatz nach Argentinien. Anschliessend hänge ich eine Woche dran, um auf eigene Faust zu reisen. Ich freue mich sehr, das Land des Tangos und seine Leute aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Details:
Aufbruch: 24.08.2009
Dauer: 5 Wochen
Heimkehr: 24.09.2009
Reiseziele: Argentinien
Der Autor
 
Doreen Schloeffel berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.