Abenteuer Peru

Reisezeit: Mai / Juni 2013  |  von Beatrice Feldbauer

Zurück nach Cusco

Ich möchte hier noch die Bilder nachtragen von der Wanderung zum Sonnentor von gestern. Hanna, Sigrid und Renate haben den Ausflug sehr genossen und tolle Fotos von der Aussicht mitgebracht, die ich Euch nicht vorenthalten will.

Die Aussicht vom Sonnentor                  Foto: Hanna

Die Aussicht vom Sonnentor Foto: Hanna

Hanna, Sigrid und Renate                                 Foto: Hanna

Hanna, Sigrid und Renate Foto: Hanna

Heute präsentiert sich der Himmel nicht mehr so strahlend wie gestern, aber das ist nicht weiter schlimm, wir fahren zurück nach Cusco. Unser Zug erwartet uns schon im Bahnhof. Zu unserem grössten Erstaunen besteht er nur aus einem einzigen Wagen. Auf der Hinfahrt vorgestern war der Zug bis auf den letzten Platz besetzt, doch heute Morgen ist auch der einzelne Wagen nur zur Hälfte ausgebucht. Die meisten Touristen fahren nach dem Besuch von Machu Picchu am späteren Nachmittag wieder zurück. Wir aber genossen den Abend bei einem feinen Essen in einem der vielen Restaurants. Auch da waren auffällig wenige Touristen unterwegs. Es scheint, dass im Moment keine Saison ist, oder dass wir zwei schwache Tage erwischt haben.

Aufmerksam mit Getränken und Zwischenverpflegung bedient werden wir von der Crew und bald erreichen wir den Bahnhof von Ollantaytambo, wo wir von Gioana und Cesar mit dem Bus erwartet werden.

Fingerübung mit der Kamera

Fingerübung mit der Kamera

Bahnhof von Aguas Calientes

Bahnhof von Aguas Calientes

Unser Zug steht bereit

Unser Zug steht bereit

Im Cockpit: einer fährt, der zweite hupt und der dritte kontrolliert. 
Daneben hatten wir auch noch fünf Zugsbegleiter.

Im Cockpit: einer fährt, der zweite hupt und der dritte kontrolliert.
Daneben hatten wir auch noch fünf Zugsbegleiter.

Das ist unser ganzer Zug

Das ist unser ganzer Zug

Cäsar erwartet uns mit dem Bus

Cäsar erwartet uns mit dem Bus

Gioana lädt uns ein, eine typische Familie zu besuchen, die noch wie zu Inkazeiten wohnen. Einzig, dass sie im Hof Souvenirs verkaufen, stammt aus neuerer Zeit. In der dunklen Rauchküche werden Minipigs resp. Guys gezüchtet. Mehrschweinchen. Sie kommen an Festtagen oder Geburtstagen auf den Tisch, Aus dem Ofen. Vor allem in den ländlichen Gegenden sind sie eine beliebte Delikatesse. Mit einem grossen Messer schält die Hausfrau Kartoffeln und um ihre Füsse quitschen die kleinen Viecher.

Um den Kontakt mit den Verstorbenen nicht zu verlieren, zieren Totenköpfe eine Nische in der Wand und von der Decke hängen Maiskolben und getrocknetes Fleisch. Eine beklemmende Idee, wenn die Grosseltern aus hohlen Augen auf einen herunterschauen.

Das Wassersystem der Inkas funktioniert noch heute

Das Wassersystem der Inkas funktioniert noch heute

Bummel durch die Gässchen des Dorfes

Bummel durch die Gässchen des Dorfes

Neben den Torritos stehen zwei Bierflaschen

Neben den Torritos stehen zwei Bierflaschen

Nur wenig Licht fällt in die Küche

Nur wenig Licht fällt in die Küche

rund um den Herd leben die Meerschweinchen. Weil sie so fiepen werden sie Guy genannt.

rund um den Herd leben die Meerschweinchen. Weil sie so fiepen werden sie Guy genannt.

Man lebt mit den Verstorbenen

Man lebt mit den Verstorbenen

An der Decke hängen Lebensmittel: Mais und geräuchertes Fleisch

An der Decke hängen Lebensmittel: Mais und geräuchertes Fleisch

Er ist für das Glück im Haus zuständig

Er ist für das Glück im Haus zuständig

Praktisch: Küchenabfälle werden direkt entsorgt

Praktisch: Küchenabfälle werden direkt entsorgt

Mais sortieren und von den Storzen trennen. Da hilft die ganze Familie mit.

Mais sortieren und von den Storzen trennen. Da hilft die ganze Familie mit.

Ollantaytambo wurde als Zwischenstation mit Landwirtschaftseinrichtungen gegründet. Tambo bedeutet "ein Ort zum Verweilen". Hierher kam der Inka mit seiner ganzen Entourage auf dem Weg von Cusco nach Machu Picchu und wurde verpflegt und untergebracht. Heute kommen die Touristen hierher um die gewaltige Inkaanlage zu besichtigen.

die gewaltige Anlage von Ollantaytambo

die gewaltige Anlage von Ollantaytambo

Vorratshäuser auf der gegenüber liegenden Talseite

Vorratshäuser auf der gegenüber liegenden Talseite

Schon wieder aufsteigen? Wir haben jetzt Uebung

Schon wieder aufsteigen? Wir haben jetzt Uebung

"Was schon wieder in die Höhe", höre ich jemanden seufzen, aber nachdem heute niemand wegen Muskelkater klagt, erklimmen wir die Terrassen fast mit Leichtigkeit. Ganz oben, wo die fein geschliffenen grossen Feldblöcke liegen, sollte der Sonnentempel gebaut werden. Er wurde nie fertiggestellt. Dass die grossen Platten und Blöcke aus dem Steinbruch von der gegenüberliegenden Talseite stammen ist schlichtwegs unvorstellbar und es gibt noch heute keine Erklärungen, wie das die Inkas ganz ohne Maschinen mit reiner Manneskraft geschafft haben.

Aussicht über die Terrassen aufs Dorf und ins Urubambatal

Aussicht über die Terrassen aufs Dorf und ins Urubambatal

wenn die Inkas es geschafft haben, die Steine hier hoch zu schleppen, sollten es drei starke Männer schaffen, sie auch wieder runter zu schuppsen.

wenn die Inkas es geschafft haben, die Steine hier hoch zu schleppen, sollten es drei starke Männer schaffen, sie auch wieder runter zu schuppsen.

Am gegenüberliegenden Hang

Am gegenüberliegenden Hang

Auf dem Weg zum Bus passieren wir den kleinen Markt, doch es bleibt keine Zeit, das Angebot näher unter die Lupe zu nehmen und so werden unsere Rucksäcke für einmal nicht weiter belastet.

Ein steiler Abstieg

Ein steiler Abstieg

Immer wieder locken schöne Handarbeiten

Immer wieder locken schöne Handarbeiten

Hazienda Alhambra in Urubamba

Hazienda Alhambra in Urubamba

Es ist Mittagszeit darum schwenken wir in Urubamba in die Hazienda Alhambra ein. Wir sind ganz begeistert von der schönen Anlage. Im Garten betätigen sich Alpacas und Lamas als Rasenmäher, ganz hinten gibt es sogar ein paar Vicunas und unter schattigen Bäumen, wohnen ein paar Papageien.

Unter den Arkaden ist ein vielfältiges Buffet aufgebaut, so dass kulinarisch alle auf ihre Kosten kommen.

Am Buffet gibt es Suppe, Salate, Vorspeisen, Hauptspeisen und süsse Desserts.

Am Buffet gibt es Suppe, Salate, Vorspeisen, Hauptspeisen und süsse Desserts.

Draussen sind Alpacas und Lamas als Rasenmäher eingesetzt

Draussen sind Alpacas und Lamas als Rasenmäher eingesetzt

In einem separaten Gehege leben ein paar Vicunas.

In einem separaten Gehege leben ein paar Vicunas.

In der Freiheit leben Vicunas erst ab 4000 m.ü.M

In der Freiheit leben Vicunas erst ab 4000 m.ü.M

Nach dem gemütlichen Halt verlassen wir das heilige Tal und kehren zurück nach Cuscu. An den Hängen kommen wir an einer Siedlung vorbei, die wir vorgestern schon passiert hatten. Viele arme Familien hatten hier ihre provisorischen Hütten aufgebaut in der Hoffnung, das Gelände mit der Zeit in legalen Besitz nehmen zu können. Wie Gioana weiss, kam es gestern hier zu Ausschreitungen, Steine wurden geworfen und heute sind die meisten Hütten zerstört, die Landbesetzter hocken am Strassenrand.

Am späteren Nachmittag kommen wir in Cuscu an. Fast ist es wie ein Heimkommen, zurück ins Hotel, in dem wir schon zwei Nächte waren. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Ich verziehe mich ins Zimmer. Will noch ein wenig Fotos sortieren, diesen Bericht schreiben und vielleicht reicht es später zu einem Kaffee auf dem Hauptplatz. Gegessen habe ich heute genug.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wieder einmal stehe ich vor dem Start einer Perureise. Mit 12 Freunden werde ich dieses wunderbare Land bereisen. Wir sind alle sehr gespannt, was uns in den nächsten Wochen erwartet.
Details:
Aufbruch: 25.05.2013
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 22.06.2013
Reiseziele: Peru
Der Autor
 
Beatrice Feldbauer berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
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