Abenteuer Peru

Reisezeit: Mai / Juni 2013  |  von Beatrice Feldbauer

Wüstenfahrt

Gefunden von Hanna im Reise Know-How Peru kompakt:

Vom Fuss bis zum Scheitel nacktes Gebirge. Nicht ein Baum, nicht ein Strauch, nicht ein Grashalm. Auch nicht der geringste Ansatz irgendwelcher Vegetation. Eine grossartige Landschaft, die auf jedes Beiwerk, jeden Schmuck verzichtet, nur aus Linien, Formen und Farben besteht - Wüste und Gebirge. So muss wohl die Welt am ersten Tage der Schöpfung ausgesehen haben, als Erde und Wasser sich schieden: nacktes Gebirge, Wüste und Ozean. Und sonst nichts.

Siegfried von Vegesack: Südamerikanisches Mosaik, 1937

Auf dem Busbahnhof

Auf dem Busbahnhof

Wir verlassen Arequipa am frühen Morgen. Uns steht eine lange Fahrt mit dem Linienbus bevor. Eine Fahrt ohne Stopp mit Verpflegung im Bus, fast schon wie im Flugzeug.

Ein kleiner Touribus bringt uns zum Terrapuerto, zum grossen Busbahnhof. Hier geben wir unser Gepäck auf und untersuchen die kleinen Läden, was sie uns für unsere Fahrt anbieten können. Erdnüsse, Chips, Bonbons, Wasser. Um halb acht Uhr geht es los. Die Sitze sind bequem, die Sicht aus dem zweiten Stock grandios, nur das Wetter dürfte etwas besser sein.

Stöbern in den kleinen Tiendas

Stöbern in den kleinen Tiendas

durch die Berge...

durch die Berge...

... und endlich am Meer

... und endlich am Meer

Zuerst fahren wir durch die Berge. Auch wenn wir das nicht direkt spüren, es geht abwärts. Irgendwann verkündet René die neue Tiefe: 500 m. Schroff sind die Berge. Es wächst nur noch Gras, das schon beim Austrieb aus dem Boden dürr erscheint. Manchmal passieren wir eine einsame Hütte, manchmal treffen wir auf eine Herde Alpaka oder Schafe. Wie kann man in diesen einsamen Höfen überleben? Wovon leben die Menschen, was tun sie?

Immer wieder überholen wir schwere Lastwagen, werden überholt oder es kommt uns ein Sattelschlepper mitsamt Anhänger entgegen. In den engen Kurven ergeben sich manchmal brenzliche Situationen, jedenfalls für uns, die wir diese Verhältnisse nicht gewohnt sind. Stark ist der Verkehr allerdings nicht. Die Lastwagen, ein paar Touristenbusse und ganz wenige private PKW, aber meistens gehört die Strasse uns allein.

Kurz nach der Abfahrt wird ein kleines Frühstück serviert. Zwei Kekse und ein Glas Mangosaft. Später gibt es Mittagessen. Das ist sogar warm. Pouletschnitzel mit Reis und Pommes. Es schmeckt recht gut, ist nur etwas kompliziert zu essen, da die Strasse trotz gut gefedertem Bus ziemlich holpert.

Irgendwann kommen wir ans Meer. Von weitem sehen wir den weissen Saum der wellen und als wir näherkommen, sehen wir, wie wild diese Wellen sind, wie hoch, wie weit draussen sie sich in hohen Bergen überschlagen. Zischend brodelt die Gischt an den steinigen Strand zischt über Felsen, zieht sich wieder zurück um gleich darauf mit neuer Kraft sich wieder über die Steine zu ergiessen. Wir fahren jetzt dem Pazifikstrand entlang. Die Strasse windet sich hinauf bis zu 200 m um hinter der nächsten Biegung wieder auf Meereshöhe herunterzukommen. Manchmal durchschneiden fruchtbare Täler das Kettengebirge. Dann entfernt sich die Strasse vom Meer, schlängelt sich in das Tal, auf schmalen Brücken über den Fluss um auf der anderen Seite wieder hinauf zu steigen.

Gras gibt es kaum mehr, einmal passieren wir einen Kaktushain, wo alte verstaubte Kaktusse mit dem wenigen Nass, dass die Witterung bietet, zu überleben versuchen.

Es sind fast nur noch Felsen und Sand, was sich unseren Augen bietet. Doch die Farben wechseln in einem magischen Wechsel. Mal erscheint alles grün, dann gibt es rote, braue Stellen und dann wieder erscheint die ganze Gegend in weissen und beigen Schichten. Es gibt hartes dunkles Gestein und leicht scheinende Schichten, die Geschichten von längst erloschenen Vulkanen erzählen.

Ankunft in Nasca

Ankunft in Nasca

Es ist fünf Uhr, als wir Nasca erreichen. Die Stadt liegt landeinwärts, wir haben die Wüste verlassen und sind jetzt wieder auf 550 m.

Wir beziehen unser Hotel und nach einer kurzen Rast, die ich wieder einmal zum Schreiben nutze, gehen wir in einem gemütlichen Restaurant in der Nähe gemeinsam zum Nachtessen.

Ein neues Hotel...

Ein neues Hotel...

... ein neues Zimmer

... ein neues Zimmer

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wieder einmal stehe ich vor dem Start einer Perureise. Mit 12 Freunden werde ich dieses wunderbare Land bereisen. Wir sind alle sehr gespannt, was uns in den nächsten Wochen erwartet.
Details:
Aufbruch: 25.05.2013
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 22.06.2013
Reiseziele: Peru
Der Autor
 
Beatrice Feldbauer berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
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