Südostasien

Reisezeit: Oktober 2015 - März 2016  |  von Melissa Brehm

Same same ... nur different

Der nächste Ort, den wir uns in Kambodscha anschauen wollten, heißt Battambang und liegt nördlich von Koh Kong. Eigentlich wollten wir uns mit drei anderen Backpackern ein Taxi durch das Cardamom-Gebirge teilen und direkt durch den Dschungel fahren. Leider hat sich dies aber als etwas schwierig und vor allem als kostenintensiv erwiesen, sodass
wir dann doch den Umweg über Phnom Penh in Kauf nahmen. Vormittags viertel 12 sollten wir eigentlich von einem Tuk Tuk abgeholt und zum Busbahnhof gebracht werden. Dort sollte dann halb 12 der Bus nach Phnom Penh starten. 11:45 Uhr saßen wir allerdings immer noch an der Rezeption und auch der Hoteleigentümer wurde langsam nervös. Schließlich hat er uns dann noch zum Bus gefahren ... natürlich kein Freundschaftsdienst oder Service. "Pay by me" und schon waren wieder ein paar Dollar weg. Ich erklärte dem Busfahrer, dass wir eigentlich hätten abgeholt werden sollen, aber keiner kam und wir deswegen jetzt ein anderes Tuk Tuk nehmen mussten, was wir halt extra bezahlt haben. Seine Antwort:"Same Same ... Go insight." ... und das Thema war gegessen. Als wir dann nach 5/6 Stunden in Phnom Penh ankamen, machten wir uns sofort auf die Nahrungssuche irgendwann fanden wir dann ein einigermaßen annehmbares Lokal und bestellten uns ein grünes Curry, was es in sich hatte. Das Essen war so scharf, dass ich danach dachte, ich könnte Feuer spucken. Alles in mir geriet in Wallungen, nur äußerlich würde ich kreidebleich ...
Abends um 8 ging es dann mit dem nächsten Bus weiter. Eigentlich sollte es eine Fahrt über Nacht sein, allerdings stellte sich dann heraus, dass es eine Fahrt in die Nacht war. Halb 3 in der Früh wurden wir nämlich samt Rucksäcken und einer kleinen kambodschanischen Frau am Rande von Battambang abgesetzt. Da standen wir nun zu dritt in der Dunkelheit, ohne Straßenbeleuchtung und ohne Plan. Die kleine Frau schloss sich uns schnell an, da sie Angst hatte und so liefen wir Richtung Zentrum auf der Suche nach einem Hotel. Zwiischendurch kam auch nochmal ihr Bruder auf dem Roller vorbei ... (Ist klar, schließlich hat man ja auch nachts nichts besseres zu tun, als mit der Roller durch die Gegend zu brausen). Nach 40 Minuten Fußmarsch kamen wir an einem Hotel an, die kleine Frau verabschiedete sich und wir fragten nach einem Zimmer. Es war viel zu teuer und wir befanden uns zudem auch immer noch relativ außerhalb der Stadt. Kurzerhand wurden wir dann mit dem Roller ins Zentrum gebracht. Doch auch hier war es mucksmäuschenstill und stockduster. Wir liefen zu dem Hotel, was ich vorher zwar rausgesucht aber nicht gebucht hatte. Als wir es endlich fanden passierte das, was noch nie passiert ist: ausgebucht. Na toll. Wir liefen weiter und hatten nach ein paar Metern endlich Glück und fanden ein bezahlbares Hotel. Um 4 lagen wir dann schließlich erschöpft aber auch glücklich über unsere neue Bleibe im Bett

Eingekuschelt im Nachtbus

Eingekuschelt im Nachtbus

© Melissa Brehm, 2015
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Die Reise
 
Worum geht's?:
ein halbes Jahr Auszeit ohne Stress, Arbeit und Lernerei und voll von Eindrücken und Erlebnissen
Details:
Aufbruch: 08.10.2015
Dauer: 5 Monate
Heimkehr: 19.03.2016
Reiseziele: Vietnam
Kambodscha
Laos
Thailand
Myanmar
Malaysia
Der Autor
 
Melissa Brehm berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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