Sri Lanka-auf der Suche nach den Leoparden

Reisezeit: April / Mai 2016  |  von Ruediger Metternich

Nilaveli und die Tage am Meer: Tauchen, Trinco, Tempel

Tauchen...nun ja...die Sicht ist momentan eher bescheiden und normalerweise um diese Jahreszeit viiiiiel besser...nee, is klaa...egal, es sind flache, sehr entspannte und sehr lange Tauchgänge (70 Minuten!) und wir machen hier in den nächsten Tagen insgesamt 6 Stück, ohne etwas spektakuläres zu sehen aber ich denke, was das angeht sind wir auch einfach versaut durch die vielen Tauchgänge z.B. in Flores oder Sipalay. Am zweiten Tag beschliessen wir, noch 2 Nächte dranzuhängen und fahren mit dem Bus nach Trincomalee. Wir stehen oben an der Bushaltestelle und als endlich der Bus kommt, vergessen wir, entsprechend zu winken...suuuper dusselig! Zum Glück steigt 100m weiter eine Frau aus, die für uns den Bus noch etwas anhält und wir springen quasi auf den fahrenden Bus auf. Als einzige Nicht-Singhalesen werden wir entsprechend angeschaut und zahlen für die Strecke nach Trinco (immerhin ca.15 km im Affenzahn) 36 Rupies, das sind nicht einmal 30 Cent...zusammen! Wir fahren bis zur Busstation und gehen von hier zu Fuß zur Landzunge auf der das ursprünglich 1623 von Portugiesen erbaute Fort Frederick liegt, das heute vom singhalesischen Militär genutzt wird. Die armen Schweine exerzieren auch gerade in der prallen Sonne als wir auf dem Weg zur Spitze vorbeikommen. Oben steht ein uralter, Shiva geweihter Hindutempel, der immer wieder neu aufgebaut und erweitert wurde und wir kommen gerade rechtzeitig zu einer der dreimal täglich stattfindenden Zeremonien an, schön, laut und bunt! Wir lernen draußen eine Frau kennen, die 9 Kinder hat, in Kanada lebt und nach 30 Jahren das erste Mal wieder in Sri Lanka ist und endlich zum Kandasamy Kovil gereist ist und sich einfach gefreut hat, dass wir aus Deutschland das auch tun. Die Frau war so begeistert, das hat richtig mitgerissen. So eine Zeremonie zu sehen ist auch mal interessant, buddhistisch kennen wir das ja schon aber hinduistisch ist nochmal wieder etwas ganz anderes.

Zurück unten verpassen wir genau den Bus und der nächste fährt erst in knapp 2 Stunden. Wir laufen also erst einmal ein wenig durch Trinco in Richtung Nilaveli-Busstrecke, (nicht so berauschend, keine Sauerstofftierchen und viel, viel Dreck) und nehmen letztendlich doch ein TukTuk, was von hier aus mit 700 Rupies auch nur halb soviel kostet wie vom Hotel aus nach Trinco. Übrigens läuft hier überall Wild rum, also Rehe und Hirsche, die dich anbetteln und sich streicheln lassen oder dumm auf Verkehrsinseln rumstehen.
Zurück im Hotel schmeissen wir uns durchgeschwitzt und stinkend in den Pool und dann direkt auf ein Lion und das war auch schon der nächste Tag

Fort Frederick, von hier aus geht es quer durch Kasernengelände nach oben

Fort Frederick, von hier aus geht es quer durch Kasernengelände nach oben

Ausblick vom Swami Rock, angeblich dem schönsten Walbeobachtungsplatz der Welt...kam aber leider gerade keiner vorbei

Ausblick vom Swami Rock, angeblich dem schönsten Walbeobachtungsplatz der Welt...kam aber leider gerade keiner vorbei

Das Selfie mit Hirsch hat leider nicht funktioniert

Das Selfie mit Hirsch hat leider nicht funktioniert

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Die Reise
 
Worum geht's?:
3 Wochen unterwegs kreuz und quer durch Sri Lanka und vielleicht noch ein bißchen tauchen
Details:
Aufbruch: 29.04.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 21.05.2016
Reiseziele: Sri Lanka
Der Autor
 
Ruediger Metternich berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.