Sri Lanka-auf der Suche nach den Leoparden

Reisezeit: April / Mai 2016  |  von Ruediger Metternich

Kandy und der verdorbene Magen

Der nebelverhangene Hotelausblick

Der nebelverhangene Hotelausblick

Kandy...hm, irgendwie hat sich uns das Ganze nicht so richtig erschlossen, was vielleicht aber auch daran lag, dass wir am ersten Abend total kaputt waren und Rüdiger sich am zweiten Tag mittags an einem blöden Sandwich den Magen verdorben hat und völlig ausgeknockt war.
Das Hotel Mount Villa liegt, wie der Name schon sagt etwas höher und die Zimmer halten nicht das, was die Lobby und die Lage versprechen, zumindest unseres nicht aber es ist ruhig und für zwei Nächte völlig okay. Das Essen war gut, es gab wieder Bier und das Frühstück war auf jeden Fall sehr lecker.
Wir machen uns morgens erst einmal auf den Weg zur fast 30m hohen Buddhastatue Bahariva Kanda, die auf einem Hügel westlich vom Zentrum thront und von der man einen großartigen Blick über Kandy hat. Leider wird hier gerade renoviert, weswegen man nicht ganz bis nach oben kommt und das Gesicht des Buddha mit Tüchern verhängt ist.
Trotzdem kann man von hier über ganz Kandy gucken, das alte leerstehende Gefängnis, den Zahntempel und den künstlich angelegten Milchsee, auf dessen Insel angeblich die Geliebten des letzten Königs gelebt haben sollen...was für ein ödes Leben, oder? Die Stadt ist wahnsinnig laut und voll, permanent hupende Autos, Busse und TukTuks drängeln sich in 4er-Reihen über enge Straßen...Asien halt

Restaurantterrasse des Kandy Mount Villa

Restaurantterrasse des Kandy Mount Villa

Anschliessend fahren wir in den Royal Botanical Garden, der 1100 Rupies Eintritt kostet, also mit ca. 7€ nicht gerade ein Schnäppchen aber tatsächlich jede Rupie wert ist: Eine riesige Anlage mit verschiedenen Palmenalleen, Riesenbambus (unserer zuhause würde einfach vor Neid erblassen und eingehen) verschiedensten Pflanzen und Grünflächen und jede Menge Tieren. Affen, klar, die flitzen hier überall rum, genauso wie die Ministreifenhörnchen, die ich am liebsten mitnehmen möchte und diverse Echsen aber vor allem hängen hier jede Menge Flying Foxes in den Bäumen, fast so viele wie wir in Indonesien gesehen haben. Die Riesen-Flughunde sind echt laut und permanent unterwegs, man sollte also nicht zu lange mit offenem Mund nach oben starren. Es gibt auch Flughörnchen hier aber wir finden leider keines. Auf dem großen Central Circle, einer Grünfläche in der Mitte, üben sich drei Chinesinnen im Ausdruckstanz während ein vierter filmt...hmm...als sie dann noch anfangen zu singen ergreifen wir die Flucht.

Voller Körpereinsatz, um eine Echse zu fotografieren

Voller Körpereinsatz, um eine Echse zu fotografieren

Eine der Palmenalleen

Eine der Palmenalleen

Super, wenn so ein Ding umfällt!

Super, wenn so ein Ding umfällt!

Als wir nach drei entspannten Stunden wieder draußen sind gibt es das verhängnisvolle Sandwich und dann laufen wir ein bisschen am Milchsee entlang, kaufen noch schnell einen Sarong für Rüdiger (very cute) und gehen dann korrekt gekleidet in den Zahntempel Dalada Maligawa, der das größte buddhistische Heiligtum Sri Lankas beherbergt, den Eckzahn Buddhas, der bei seiner Verbrennung übrig blieb. Dreimal am Tag wird der Reliquienschrein geöffnet und dann ist es wahnsinnig voll. Wir gehen außerhalbdieser Zeiten nur so durch den Tempel und die Atmosphäre ist schon besonders, überall auf dem Boden sitzen betende Menschen und vordem Schrein liegt ein Meer von Lotusblüten. Der Eintritt liegt hier auch bei 1000 Rupies plus Spende für den Schuhwart.
Als wir rauskommen hat sich der Himmel wie üblich um diese Zeit wieder komplett zugezogen, das tägliche Gewitter naht und Rüdiger hat das dringende Bedürfnis, sich hinzulegen und damit ist unser Tag leider auch schon vorbei. Wie gesagt, für uns war Kandy nix, wir haben aber leider auch einfach zu wenig gesehen. Vielleicht hätte es uns besser gefallen, wenn es allen Beteiligten gut gegangen wäre, alleine Bier trinken ist langweilig

Nee, watt putzig!  aber sehr korrekt gekleidet

Nee, watt putzig! aber sehr korrekt gekleidet

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Die Reise
 
Worum geht's?:
3 Wochen unterwegs kreuz und quer durch Sri Lanka und vielleicht noch ein bißchen tauchen
Details:
Aufbruch: 29.04.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 21.05.2016
Reiseziele: Sri Lanka
Der Autor
 
Ruediger Metternich berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.