Sri Lanka-auf der Suche nach den Leoparden

Reisezeit: April / Mai 2016  |  von Ruediger Metternich

Ella-Der Weg zum Superpanorama

Tissa Dagoba

Tissa Dagoba

Und wieder gibt es Fried eggs (soviel Eier esse ich sonst in einem Monat nicht) und diesmal statt Obst einen Smoothie aus irgendeinem Gurkenähnlichen Obst oder Gemüse. Außerdem kleine gefüllte Pfannkuchen die ich gerne ab jetzt jeden Morgen hätte. Abgefüllt gehts los und wir gucken uns einmal die Tissa Dagoba an, Umfang 165m, Höhe über 50m und angeblich v.Chr. erbaut. Sehr beeindruckend das Ganze und frisch restauriert und dadurch blendend weiß im wahrsten Wortsinn.

Der See auf dem Weg nach Buduruwagala

Der See auf dem Weg nach Buduruwagala

Der 15m hohe Felsenbuddha. Das Foto von der gesamten Felswand müssen wir nachreichen

Der 15m hohe Felsenbuddha. Das Foto von der gesamten Felswand müssen wir nachreichen

Buduruwagala und der Weg nach Ella

Nachdem wir diesen riesigen Reliquienschrein einmal umrundet haben und klatschnass geschwitzt sind, geht es ab ins nicht ganz so schwüle Hochland.
Die Felsenbuddhas von Buduruwagala in der Nähe von Wellawaya sind 1000 Jahre alt und die Hauptfigur ist 15 m hoch. Wir sind fast alleine hier und die Atmosphäre ist toll: Affen turnen in den Bäumen, Schmetterlinge überall (ich wusste nicht, dass die zu zehnt im Kreis fliegen können!), die Geräusche im Wald, richtig toll! Einen Teil der Strecke gehen wir dann zu Fuß zurück weil es unterwegs einen großen See gibt mit jede Menge Wasservögeln inklusive Pelikan. Und hab ich erwähnt, dass hier wilde Pfaue in den Bäumen sitzen oder über die Straße spazieren? Es gibt sogar Warnschilder "Peacocks crossing" Ein ganz krasser Gegensatz zu unserem nächsten Stopp, dem 19m hohen Rawana-Ella-Wasserfall...atmosphärisch ungefähr so wie die Wildwasserbahn im Phantasialand: jede Menge Buden mit lauter Musik, Händler die "echte" Edelsteine verkaufen und leider wieder viel zuviel Müll überall auf den Felsen.
Wir fahren immer weiter hoch (nein, ich möchte nicht gucken, wie senkrecht es auf der anderen Seite runtergeht) und kommen dann nach Ella. Eigentlich nur ein recht unspektakuläres Dorf auf ca.1000m Höhe aber die Lage...

Der Rawana-Ella-Waterfall, von oben bestimmt ganz schön aber von der Straße aus eher Kirmes

Der Rawana-Ella-Waterfall, von oben bestimmt ganz schön aber von der Straße aus eher Kirmes

Auch von der Eisenbahnbrücke kommt noch ein besseres Foto

Auch von der Eisenbahnbrücke kommt noch ein besseres Foto

Zuerst gehen wir zu Fuß zur Nine Arch Bridge, einer Eisenbahnbrücke mitten in Palmen und Teeplantagen, erbaut von den Engländern Ende des 19.Jhds komplett ohne Stahl und da sitzen wir dann mehr oder weniger freischwebend auf ein paar Balken *schluck, trinken einen frischen Pineapplejuice, warten auf den 13:30 Zug und unterhalten uns mit einer Deutschen, die unsere Tour genau umgedreht gemacht und schon mal eine Menge berichten kann.
Und dann endlich ein lautes, anhaltendes Hupen aus dem Tunnel, alles springt mit Kamera bewaffnet auf, "Train is coming!"... und dann rollt ein Schienenbus aus dem Tunnel! Wir haben uns weggeworfen, das Ding sah original aus wie ein alter VW-Bus auf Schienen! Also nochmal warten und einem Pärchen auf den Gleisen beim Pre-Wedding Photoshoot zuzugucken. Apropos auf den Gleisen: Die Gleisen werden hier als ganz normaler Fußweg benutzt, Teepflückerinnen, die von der Arbeit kommen, Schulkinder in weißen Uniformen, alle laufen auf den Gleisen entlang nach Hause. Endlich kommt dann auch der langerwartete Zug und wir machen unsere Fotos. Die Züge fahren mit 30 oder 40 km/h und überall hängen Menschen aus den Türen und Fenstern. Übermorgenfahren wir selbst morgens mit dem Zug von Ella nach Nura Elya, wo uns dann unser Fahrer wieder einsammelt. Wir machen noch schnell mit dem Pineapplejuice-Zubereiter aus, dass er uns morgen früh um 6:30 (!) zum Ella Rock führt und dann gehen wir zurück nach Ella, essen etwas und gehen dann zum Little Adams Peak hoch, ein kleinerer Berg mit einem schönen Weg durch Teeplantagen und dann über 260 Stufen bis zum Aussichtspunkt, wo man einen super Blick auf den hohen Ella Rock gegenüber hat...will ich DA wirklich morgen früh hoch?
Und dann fahren wir noch weiter den Berg hoch, aus Ella raus zum Hotel Ella Gap Panorama...unglaublich! Das Zimmer (es gibt nur ganz wenige) hat ein Panoramafenster und einen großen Balkon mit Blick über die ganze Schlucht bis hin ins Flachland! Kaum haben wir das Panorama kurz genossen, zieht sich der Himmel derart zu, dass wir mitten in den Wolken stehen und die Hand vor Augen nicht sehen...wohlgemerkt auf unserem Balkon! Es gibt ein ziemlich krasses Gewitter mit viel Regen und wir gehen erstmal runter etwas essen und stellen fest, dass es die erste Unterkunft ohne Bier ist. Nun gut, dann sind wir halt zeitig im Bett und morgen ausgeschlafen und fit für den Aufstieg. Außer uns ist nur noch ein französisch sprechendes, sich nur flüsternd unterhaltendes Pärchen da, das nicht mal Hallo sagt. Na gut, dann nicht.

Unser Ausblick vom Balkon mit aufziehendem Gewitter

Unser Ausblick vom Balkon mit aufziehendem Gewitter

Unser Balkon. Rechts der Ella Rock. Morgen gibts Fotos von gaaanz oben!

Unser Balkon. Rechts der Ella Rock. Morgen gibts Fotos von gaaanz oben!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
3 Wochen unterwegs kreuz und quer durch Sri Lanka und vielleicht noch ein bißchen tauchen
Details:
Aufbruch: 29.04.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 21.05.2016
Reiseziele: Sri Lanka
Der Autor
 
Ruediger Metternich berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.