Jamaica - viel mehr als Reggae, Rum und Strand

Reisezeit: Mai 2018  |  von Brigitte Amrhein

Dienstag, 15. Mai - unterwegs an der Küste

Heute frühstücken wir früher, damit wir zeitig in Richtung Port Antonio starten können.
Ohne Probleme fahren wir bis St. Margaret's Bay, wo die Anlegestelle für die Flöße am Rio Grande ist. An der Einfahrt werden wir von einem Captain angehalten. Er bietet uns eine Tour mit dem Floß ein Stück den Rio hinauf und zurück an, so dass wir das Auto unten lassen können. Auch wenn das Angebot uns nicht ganz offiziell vorkommt (trotz der amtlichen Lizenz), lassen wir uns darauf ein.
Und wir werden von Trevor nicht enttäuscht! Den Fluss hinauf ist es für ihn teils Schwerstarbeit, wenn er das Bambusfloß mit uns obendrauf über kleinere, flache Stufen ziehen muss. Unser Angebot, dass wir es ihm doch erleichtern und absteigen könnten - das Wasser ist ja kaum knietief - lehnt er aber ab.
Nach weit über einer Stunde legen wir eine Pause am Ufer ein, wo wir ein Red Stripe (Bier) trinken, fürs Mittagessen ist es uns zu früh. Danach geht es gemütlich den ruhigen Fluss wieder hinunter. Wir sehen am Ufer dichtes Grün, Bananenpflanzungen und zahlreiche Reiher. Nach gut zwei Stunden sind wir wieder am Ausgangspunkt, Trevor hat sich sein Geld wirklich verdient!

Reiher am Rio Grande

Reiher am Rio Grande

Schwerstarbeit für den Captain

Schwerstarbeit für den Captain

Rastplatz direkt am Fluss

Rastplatz direkt am Fluss

Flussabwärts geht's deutlich leichter...

Flussabwärts geht's deutlich leichter...

Wir fahren weiter, durch Port Antonio durch und (mit einem kurzen Stop am Meer, um etwas zu trinken) dann in die Berge Richtung Nonsuch Caves. Dass die Höhlen so weit von der Küste entfernt sind, die Straße ihren Namen nicht wirklich verdient und am Ende auch noch klar wird, dass die Caves nicht mehr für Besucher geöffnet sind, verhilft uns zu einem fast zweistündigen Abenteuer.
Danach fahren wir das kurze Stück bis zum Boston Beach. Die kleine Bucht mit ihrem Strand ist zauberhaft und kaum besucht. Wir entspannen, lehnen das Angebot der einheimischen Jugend ab, uns mit "Weed" (Marihuana) zu versorgen, und essen absolut geniales Jerk Chicken, bevor wir uns auf den Rückweg machen.
Gut, dass wir für heute kein Abendessen bestellt haben, wir hätten es nicht geschafft...

Blick auf Port Antonio

Blick auf Port Antonio

Einfach zauberhaft: Boston Beach

Einfach zauberhaft: Boston Beach

© Brigitte Amrhein, 2020
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Zwei Wochen auf der Antilleninsel haben uns vielfältige Erlebnisse beschert, uns die Schönheit der Natur, die reiche Historie und die unkomplizierte Freundlichkeit der Jamaikaner nahe gebracht. Wir haben die Insel mit einem Leihauto weitab der Klischees von Musik, Strand und Marihuana erlebt. Und wir werden - wenn es irgendwie geht - bestimmt wieder hinfliegen!
Details:
Aufbruch: 06.05.2018
Dauer: 16 Tage
Heimkehr: 21.05.2018
Reiseziele: Jamaika
Der Autor
 
Brigitte Amrhein berichtet seit 35 Monaten auf umdiewelt.