belgische Ardennen II

Reisezeit: Juli 2021  |  von Herbert S.

Marche en Famenne

Zu unserem Festtag suche ich lange nach einem adäquaten Restaurant im Internet, das auch geöffnet hat - es schälen sich zwei in Marche en Famenne heraus, deren Karten wir heute morgen studieren wollen.
Wir machen natürlich einen ausführlichen Rundgang durch die Stadt, dazu holen wir uns in der Tourist-Info am Place d'Etang einen Stadtplan und starten von dort.

Tourist-Info

Tourist-Info

In der ganzen Stadt verteilt sind bunte Figuren (24) - vornehmlich am Boulevard du Nord

Durch die Gassen im Zickzack führt uns der Rundgang zum Place du Roi Albert, an dem die Kirche Saint-Remacle steht

Ein Gebäude der Architektur der Zeit 1850-1950 mit großen Fenstern und einer großen Kutschentür fällt besonders auf. .
Hier befand sich einst das alte Anwesen der Grafen von Schwarzenberg, wo sie Kaiser Joseph II. und Marie Therese von Österreich empfangen haben sollen.

Ein Oratorium aus Holz existierte im 9. Jahrhundert, das durch ein vermutlich romanisches Gebäude ersetzt wurde, das 1484 bei einem Brand zerstört wurde.
Der Bau der heutigen Kirche Saint-Remacle stammt aus dem 15. Jahrhundert..
Ein Brand beschädigte ihn 1615 schwer, was den Neuaufbau des Glockenturm im Jahr 1715 erforderte.

Das Chateau Jadot ist das Symbol einer wohlhabenden und wohlhabenden Bourgeoisie. Er ist sogar der letzte Zeuge dieses Reichtums, vor dem Niedergang des Ersten Weltkriegs. Der Krieg 1914-1918 markiert auch das Ende der großen privaten Architektur. [...]

Die Familie Jadot war eine sehr wichtige Familie von Marche-en-Famenne, deren Mitglieder häufig Notare waren. 1911 beschloss Léon Jadot, sich sein eigenes "Schloss" auf seinem Grundstück errichten zu lassen. Die Pläne wurden 1910 von den Brüsseler Architekten (M. und R. Genard) aufgestellt.

Chateau Jadot

Chateau Jadot

Auf dem benachbarten Grundstück befindet sich das Musée de la Famenne in einem kleinen Park mit Figuren

Vieux Marche - Haus aus Backstein und Blaustein(rahmen)

Vieux Marche - Haus aus Backstein und Blaustein(rahmen)

Auch dahinter liegt ein kleiner Park - der Jardin des Carmes, zu dem eine mittelalterliche Gasse führt, die den Bewohnern die Möglichkeit gab, Wasser vom nie versiegenden Brunnen des Klosters des Carmes zu holen.

Jardin des Carmes

Jardin des Carmes

Das Kloster Carmes wurde 1473 gegründet, jedoch im 1615 durch bRand zerstört. Das Hauptgebäude im klassizistischen Stil auf quadratischem Grundriss stammt daher aus dem 17. Jahrhundert. Verbaut wurde auch hier Kalkstein.
Im 19. Jh. wurde es umgebaut. in eine Brasserie umgebaut, Im Rahmnen der Stadterneuerung restauriert und zu einem Telematik-Support-Center umgewandelt.

Über den Place Toucrée gelangen wir in den Parc van der Straeten, in dem das Rathaus liegt

Place Toucrée

Place Toucrée

Hotel de Ville

Hotel de Ville

Parc van der Straeten

Parc van der Straeten

Der Rückweg führt uns an interessanten Gebäuden vorbei zum zentralen Platz Brigade, an dem der Komplex des ehemaligen Quartier Latin liegt.

Das Quartier Latin"
Der Name " Quartier Latin " ist historisch begründet. Fast 150 Jahre lang, im 17. und 18.Jahrhundert war dieser Ort tatsächlich der Sitz eines College of Humanités oder "Latein-Schule", wo nach den Regeln der Zeit die Schüler Latein nicht nur mit ihren Lehrern, sondern auch untereinander reden mussten. Die Jesuiten eröffneten 1650 auf dem Gelände ein Kolleg, das bald neue Räumlichkeiten bezog, die hier gebaut wurden: Die Kirche wurde jedoch erst 1732-1740 gebaut, um eine einfache Kapelle zu ersetzen. 1773, als die Gesellschaft Jesu von Papst Clemens XIV. aufgelöst wurde, wurden die Kurse provisorisch von Weltpriestern angeboten.
1777 gründete Marie-Therese 17 „Königskollegien“ in den österreichischen Niederlanden, die die ersten staatlichen Schulen im Land sind. Eines dieser Colleges zog hierher, mit Weltpriestern als Professoren. Ab 1790 wird es jedoch mindestens einen Laien geben. In den Jahren 1794-1795 verschwand dieses College mit allen Institutionen des alten Regimes. Das Gebäude selbst wird dann nacheinander von der Gendarmerie, von einer Grundschule (kommunal, dann vom Staat) und von der Feuerwehr besetzt. Die Kirche ist entweiht, wird aber nach dem Brand von 1806 noch einige Jahre genutzt. Dann endgültig stillgelegt, wird sie 1868-1871 in einen "großen Gemeindesaal", auch "Casino" genannt, umgebaut. 1989 verkaufte die Stadt Marche dieses Eigentum an die Förderer des "Quartier Latin

Text aus der Tafel am Gebäude

Unser festliches Abendmenu im Les 4 Saisons

© Herbert S., 2021
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Anläßlich eines persönlichen wichtigen Festtages haben wir nach Öffnung des Tourismus in Belgien ein paar Tage Urlaub angetreten und wollen einen Teil der belgischen Ardennen besuchen, den wir noch nicht so genau kennen.
Details:
Aufbruch: 04.07.2021
Dauer: 6 Tage
Heimkehr: 09.07.2021
Reiseziele: Belgien
Der Autor
 
Herbert S. berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Herbert sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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