Road Trip durchs Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Reisezeit: September / Oktober 2011  |  von Christina Völlmer

Anreise – Ein Tag, der nicht enden wollte

Bonjour, hola, hello New York, schön dass wir da sind - ENDLICH!

Der Anreisetag war lang, SEHR lang. Im Großen und Ganzen hat alles geklappt, aber wie langweilig wäre eine Reise, wenn da nicht diese unvorhersehbaren Zwischenfälle wären. Aber fangen wir doch einfach mal von vorne an.

Am Freitag Morgen sind wir also von uns zu Hause zum Nürnberger Flughafen gefahren. Wir lagen wunderbar in der Zeit, der Check-In war schnell erledigt, die Personenkontrolle ebenso und deshalb hatten wir anschließend noch eine gemütliche Stunde zu warten, bis unser Flug nach Paris ging. Gut, Flugzeug konnte man dieses Gefährt nicht unbedingt nennen. Vielleicht bin ich auch schon etwas verwöhnt, aber in der 2x2-reihigen Embraer 170 von Air France, hat man sich eher wie in einer Sardinenbüchse als in einem Flugzeug gefühlt.

Als wir dann in Paris ankamen, hatten wir uns eigentlich auf eine weitere Stunde Warten eingestellt. Denkste! Nach dem wir aus dem Flugzeug ausgestiegen waren und durch die völlig verwirrenden Gänge Richtung Anschlussflüge gesteuert sind, kamen wir in einen Wartebereich. Von dort wurden wir mit einem bis zum Rand voll gestopften Shuttlebus ca. 15 Minuten zum richtigen Abflugterminal gefahren. Anschließend durfte man die Beine in die Hand nehmen, um rechtzeitig zum angegebenen Gate zu kommen. Eine fußlahme Omi hätte da leicht ihre Probleme bekommen können. Doch mit welchem Ende..? Unser Flug hatte netter Weise eine ganze Stunde Verspätung und wir hätten uns den Stress sparen können. Durch nette Mitreisende sind wir dann auch noch drauf aufmerksam gemacht worden, dass vorne auf einem Bildschirm der Name von meinem Freund stand. Beim Nachfragen haben wir dann erfahren, dass es gleich bei zwei Angaben in der ESTA-Anmeldung Zahlendreher gab, was uns bei der Einreise in die USA das ein oder andere Problem hätte bereiten können. Komisch war nur, dass auf unseren Ausdrucken alles korrekt war. Letztendlich konnten wir dann in unser Flugzeug einsteigen. Der Airbus 380 war jetzt allerdings nicht nur ein Flugzeug, sondern gegen das vorherige eine ordentliche Hausnummer. Die 8,5 Stunden Flug nach New York gingen mit ordentlich Platz und privatem Unterhaltungsprogramm durch den eigenen Bildschirm im Vordersitz dann relativ zügig vorbei und die Verspätung haben wir auf eine viertel Stunde auch wieder aufgeholt.

Nach einer relativ unsanften Landung ging die Einreise auch schnell über die Bühne. Ich hab den ersten netten Beamten auf einer Reise kennen gelernt, der einen netten Flirt auf den Lippen hatte, unser Gepäck hatten wir bereits nach einer Minute und der Counter für unseren vorbestellten Shuttle war auch schnell gefunden. Nach 25 Minuten Wartezeit kam dann unser Fahrer und hat uns zum 12-sitzigen Van begleitet, in dem schon einige Mitreisende saßen, unter anderem zwei Mädels aus München. Platzangst durfte man bei den engen Sitzgelegenheiten allerdings nicht haben. Nun dachten wir, dass es eigentlich nicht mehr allzu lang dauern kann, bis wir uns endlich lang auf unserem Bett ausstrecken können. Denkste
Die Straßen in New York sind grauenhaft, der Fahrstil noch nicht mal mit Asien vergleichbar, sondern noch schlimmer und das Gekurve durch die Stadt während der Rush-Hour einfach nervtötend.

Nach ca. 20 Stunden auf den Beinen und knapp zwei Stunden Fahrt durch die Stadt waren wir endlich im Hotel, welches einen ganz guten Eindruck machte. Keine Luxusadresse, aber für drei Nächte Städtetrip völlig ausreichend und nur 300 m vom Times Square entfernt. Der Roomboy hat uns aufs Zimmer begleitet und unsere Koffer hochgebracht und wir konnten endlich die Tür hinter uns zu machen, die Schuhe ausziehen und uns erschöpft aufs Bett fallen lassen. Anschließend sind wir nochmal kurz runter auf die Straße, um mal zu schauen, wo wir uns überhaupt befinden. Wir haben uns in einem kleinen Deli um die Ecke noch etwas zu trinken besorgt und sind gleich wieder zurück aufs Zimmer, da ich nach dem langen Tag vom Times Square völlig überfordert war. Die vielen Menschen, die ganze Beleuchtung, man weiß nicht, wo man zuerst hin gucken sollte, naja schnell ins Bett.

Alles gut soweit, wenn da nicht zirka eine Stunde später, wir schon im Schlummerland, jemand gewesen wäre, der an unserer verschlossenen Zimmertür stand und auch herein wollte. Nach ein paar Anrufen der Rezeption und einem Besuch der Managerin hatte sich dann herausgestellt, dass ein weitere Gast auf unser Zimmer gebucht wurde. Dessen Hotelzimmer wurde von seinem Sohn für ihn gebucht , dadurch lief die Reservierung für den anderen Gast auf den Namen seines Sohnes und der hieß blöderweise genauso wie mein Freund. Ein Berliner mit dem selben Vor- und Nachnamen, in New York, zur selben Zeit in diesem Hotel - Zufälle gibt's. Um halb zehn Ortszeit hatten wir dann endlich unsere verdiente Nachtruhe und auch der Lärm von draußen hat mich nicht davon abgehalten, ich hab geschlafen wie ein Stein.

Anflug auf New York (JFK)

Anflug auf New York (JFK)

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Die Reise
 
Worum geht's?:
3 1/2 Wochen raus aus dem Alltag und ab nach Amerika. Zuerst fliegen wir von Nürnberg über Paris in den Big Apple und nach ein paar Tagen geht es weiter an die Westküste. Hier starten wir unseren ersten Road Trip - auf ins Abenteuer :-)
Details:
Aufbruch: 09.09.2011
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 05.10.2011
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Christina Völlmer berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.