Road Trip durchs Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Reisezeit: September / Oktober 2011  |  von Christina Völlmer

Weintour zum Napa & Sonoma Valley

Auf den heutigen Tag freute ich mich schon, da wir eine Weinfahrt ins Napa Valley vorgebucht hatten und wir uns mal um nichts großartiges kümmern mussten. Wir standen bereits um halb neun vor der Hoteltür und warteten auf unseren Bus. Wir waren etwas zu früh dran, da auf unserer Bestätigung stand, dass wir erst um neun Uhr losfahren. Das Büro von SuperSightseeing war aber an der nächsten Straßenecke und so entschieden wir uns, einmal nach vorne zum laufen, um zu fragen, ob wir am Hotel oder wo anders warten sollen. Wie sich dann herausstellte, hatten wir genau die richtige Entscheidung getroffen, da der Bus direkt vor dem Büro abfuhr. Die geplante Abfahrtzeit laut Office war 08:50 Uhr, doch der vorgesehene Bus streikte und so musste die komplette Truppe auf einen Ersatzbus warten. Mit einer dreiviertlen Stunde Verspätung konnte es dann endlich losgehen.

Unser erstes Highlight war die Golden Gate Brige, über die wir fuhren. Heute konnte man sie sogar besser sehen, als gestern, doch der Nebel ist einfach penetrant in San Francisco. Nachdem wir über der Brücke waren, verbesserte sich das Wetter mit jedem Kilometer, den wir weiter von der Stadt entfernt waren. Wir fuhren durch wunderschöne Weinberge und kurz bevor wir beim ersten Weingut waren, hielt der Bus mitten auf der Straße. Unser Fahrer fluchte, stieg aus, brachte den Bus aber wieder zu laufen. Buh, Glück gehabt, wäre auch echt komisch gewesen, wenn nun auch noch der Ersatzbus den Geist aufgegeben hätte.

Golden Gate Bridge im Nebel

Golden Gate Bridge im Nebel

Unsere erste Weinprobe machten wir auf der Nicholson Ranch in Sonoma. Hier wurden uns drei verschiedene Weine serviert und wir hatten noch genug Zeit, um das wunderschöne Anwesen zu fotografieren. Die Sonne kam heraus und wir unterhielten uns eine Weile mit einem älteren Ehepaar aus Ohio, das zu Besuch bei ihrer Tochter in San Francisco war.

Nicholson Ranch

Nicholson Ranch

Auf der Madonna Estate, unserer zweiten Winery, bekamen wir zuerst eine kurze Einführung über den Weinanbau und wurden auch in einen Lagerraum mit vielen Fässern geführt. Als wir zurück zum Bus kamen, sahen wir, dass erneut ein Ersatzbus angefordert wurde und jeder der noch Dinge im ersten Bus hatte, musste diese in den anderen übersiedeln, bevor wir weiterfahren konnten.

Da uns, durch den Wein auf nüchternen Magen, schon etwas komisch war, kam uns das Mittagessen ganz recht. Wir machten Halt in einer kleinen Stadt namens Yountville. Der V Marketplace mit verschiedenen Restaurants lag direkt an der Hauptstraße des niedlichen Touristenorts. Mein Freund und ich gingen gleich im "Pacific Blues Cafe" essen, was sich auch als durchaus gute Wahl herausstellte. Ich bestellte mir einen Ceasar's Salad und konnte diesen mit viel Salat und zarter Putenbrust ohne schlechtes Gewissen genießen. Ich hatte mir schon in Deutschland vorgenommen, nicht täglich irgendwelche fetten Speisen zu essen und dies erfüllte ich hiermit, da das geplante Fischessen vom Vortag bei frittierten Garnelen endete Nach dem Essen sind wir noch ein bisschen in dem Touristenörtchen herumgelaufen, bevor es mit dem Bus weiter zum nächsten und letzten Weingut ging.

Madonna Estate

Madonna Estate

Pacific Blues Cafe im V Marketplace / Yountville

Pacific Blues Cafe im V Marketplace / Yountville

Bei der Sutter Home Winery durften wir dann sogar fünf verschiedene Weinsorten probieren. Die ersten drei wurden uns vorgegeben und die anderen beiden, durfte jeder selber wählen. Hier waren wir uns einig, dass wir hier die besten Tröpfchen vom ganzen Tag getrunken hatten.

Da unser Busfahrer nicht in den Feierabendverkehr kommen wollte, fuhren wir um vier Uhr bereits wieder Richtung San Francisco zurück. Und wie sollte es auch anderes sein, sobald wir uns der Brücke näherten, war auch wieder der berühmte Nebel zurück. Wir stiegen bei unserem Hotel aus und machten uns nochmal auf dem Weg zu Fisherman's Wharf. Hier bummelten wir etwas durch die Läden, kauften ein paar Postkarten für die Lieben zu Hause und da ich auch noch eine Erinnerung an San Francisco für mein Bücherregal daheim brauchte, hab ich nun einen neuen Freund. Darf ich vorstellen - Sebastian, die Krabbe. Ist er nicht niedlich? Ich konnte ihm einfach nicht widerstehen

Auf dem Weg zurück zum Hotel, fanden wir dann auch durch Zufall das bekannte Fotomotiv der Fisherman's Wharf. Das Schild hatte ich vorher im Internet so oft gesehen, somit brauchte ich hiervon auch unbedingt ein Foto. Mein Freund machte mich dann noch auf eine Bäckerei aufmerksam, bei der man von außen in die Backstube gucken konnte, um die Bäcker, bei ihrer Arbeit zu beobachten. Im Schaufenster waren auch einige kuriose Werke ausgestellt. (siehe Foto)
Da wir noch eine kleine Knabberei und Getränke brauchten, machten wir einen Abstecher in den World Market direkt neben unserem Hotel. Hier gab es Lebensmittel aus der ganzen Welt. Wir mussten schon etwas schmunzeln, als wir die Maggi-Tüten für deutschen Hack- & Sauerbraten sahen. Natürlich waren auch Dinge wie Leipniz Butterkekse, Becks oder Haribo vertreten.

Sutter Home Winery

Sutter Home Winery

Sebastian, die Krabbe

Sebastian, die Krabbe

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Die Reise
 
Worum geht's?:
3 1/2 Wochen raus aus dem Alltag und ab nach Amerika. Zuerst fliegen wir von Nürnberg über Paris in den Big Apple und nach ein paar Tagen geht es weiter an die Westküste. Hier starten wir unseren ersten Road Trip - auf ins Abenteuer :-)
Details:
Aufbruch: 09.09.2011
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 05.10.2011
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Christina Völlmer berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.