Road Trip durchs Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Reisezeit: September / Oktober 2011  |  von Christina Völlmer

JFK --> SFO

Welcome to San Francisco. Die nächsten 3 Wochen haben wir erst mal Flugpause.

Heute Morgen waren wir noch in New York, haben etwas länger geschlafen, unsere Koffer gepackt und sind anschließend nochmal zum Times Square. Unsere letzte freie Stunde im Big Apple haben wir mit einem Kaffee auf der roten TKTS-Treppe verbracht. Nochmal die City wirken lassen, die Leute beobachtet und uns von der Stadt verabschiedet. Danach sind wir zurück aufs Hotelzimmer, um unsere Koffer zu holen, haben innerhalb kürzester Zeit ausgecheckt und uns ins nächste Taxi Richtung JFK Flughafen gesetzt. Normalerweise wollten wir erst eine halbe Stunde später fahren, aber so waren wir zeittechnisch auf der sicheren Seite.

Im Gegensatz zur Fahrt vom Freitag, waren die Straßen heute weitgehend frei und wir waren schon nach 45 Minuten am Flughafen. Unsere Bordkarten konnten wir uns bei Delta am SB-Check-In selbst ausdrucken und so mussten wir am Schalter nur noch unsere Koffer aufgeben. Ich hatte zwar etwas Sorge, dass der notdürftig geklebte Koffer nicht hält, aber was soll man in so ner Situation anderes machen, außer hoffen. Auch an der Sicherheitskontrolle war tote Hose, somit war dies auch schnell erledigt. Allerdings musste ich noch nie die Schuhe ausziehen, was hier in der USA anscheinend Standard ist. Naja, nun saßen wir vier Stunden vor Abflug bereits am Terminal und haben uns mit essen, telefonieren und lesen die Zeit vertrieben.

Um 15:45 Uhr, eine halbe Stunde nach Plan, ist unsere Boing 777 nach San Francisco aufgebrochen. Wir flogen innerhalb dieser sechs Stunden über mindestens 12 der 50 Bundesstaaten. Manche, wie Michigan oder Wisconsin haben wir nur kurz gestreift, andere, wie Nebraska und Utah, dafür in ihrer vollen Breite überquert. Bei diesem Flug wurde einem mal wieder vor die Augen geführt, wie vielseitig das Land doch ist. Am Anfang überflogen wir noch ziemlich viele Städte mit grüner Landschaft darum herum. Dann wurde die Besiedlung immer dünner bis über Nebraska nur noch braches Land zu sehen war. Von oben sind mir immer wieder kreisrunde Felder aufgefallen. Es sah sehr interessant aus, allerdings stellte es mir auch Rätsel auf, da diese direkt neben rechteckig angelegten Feldern, aber auch mitten in der Pampa vorhanden waren. Bei Gelegenheit muss ich mal googeln, was es damit auf sich hat, es können ja schließlich kaum so viele UFOs gelandet sein

Als nächstes überquerten wir die Rocky Mountains und anschließend die Wüste von Utah und Nevada, bis wir wieder auf Berge trafen. Diesmal war es die Sierra Nevada und hier waren sogar die Spitzen mit Schnee bedeckt. Letztendlich kamen wir nach Kalifornien unserem Ziel für den die nächsten ein bis zwei Wochen.
Nebenbei bemerkt, ist mir auf diesem Flug heute auch etwas kurioses passiert. Es kam zu Hause schon öfters vor, dass wir Flugzeuge am Himmel gesehen haben, die ihre Wege kreuzten. Hin und wieder sagte mein Dad, dass diese sich oben in der Luft sicherlich gegenseitig sehen konnten. Ich wollte ihm das nie abnehmen, weil ich glaubte, dass sie trotzdem noch so weit voneinander entfernt sein müssen, dass sie sich bestimmt nicht sehen. Dies muss ich heute widerlegen. Es war heute gleich zweimal der Fall, dass ich aus dem Flugzeugfenster schaute und uns ein Flugzeug entgegenkam, dass nicht allzu weit von uns entfernt, vorbei flog.

Als wir dann endlich in San Francisco am Flughafen angekommen waren und ich meinen Koffer mit einem weiteren Riss vom Gepäckband nehmen konnte, machten wir uns auf die Suche nach der BART-Station. Die Beschilderung war nicht besonders hilfreich, deshalb fragten wir einfach jemanden. So erfuhren wir, dass wir erst mit dem Airtrain am Flughafen zur BART-Station fahren müssen, um anschließend mit dem BART-Zug in die Stadt zu kommen. Soweit alles gut. Als wir dann an der Powell-Station mitten in der Stadt ausstiegen, fehlte uns eigentlich nur noch die Bushaltestelle für den Bus 91. Wir irrten eine Weile, mittlerweile war es draußen schon stockdunkel, mit unseren Koffern in den Straßen herum, bis auf einmal vor uns ein Taxi hielt und die Fahrgäste ausstiegen. Ich war mittlerweile so müde und genervt, dass ich es uns kurzerhand schnappte und wir für 15 $ gemütlich im Taxi bis vor die Hoteltür gefahren wurden. Der Check-In mit Keith war dann sehr nett und wir konnten auch gleich auf unser Zimmer mit einem kostenlosem Upgrade auf ein King-Size-Bed. Das Hotel machte um einiges mehr her, als das in New York. Der Eingang war nobel und dies zog sich auch auf dem Hotelzimmer weiter. Das Zimmer ist sehr hell und freundlich, das Bad angenehm groß und sehr sauber. Hier kann ich mich richtig wohl fühlen.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
3 1/2 Wochen raus aus dem Alltag und ab nach Amerika. Zuerst fliegen wir von Nürnberg über Paris in den Big Apple und nach ein paar Tagen geht es weiter an die Westküste. Hier starten wir unseren ersten Road Trip - auf ins Abenteuer :-)
Details:
Aufbruch: 09.09.2011
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 05.10.2011
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Christina Völlmer berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.