Start meines Sabbatjahres mit 9 Wochen Island

Reisezeit: August - Oktober 2009  |  von Matthias B.

Endlich am südwestlichsten Ende Europas: You are in the middle of nowhere

Seit meinem letzten Bericht ist einige Zeit vergangen und ich bzw. wir, denn die vergangen 14 Tage war Lothar mit " an Bord" , haben einiges erlebt.

Angefangen damit, das mein Auto am Lissabonner Flughafen unter Polizeischutz im Halteverbot stand. Ich überzeugte einen Polizist davon, das dass Parkhaus schaden nehmen würde, wen ich versuchte mit meinem Wohnmobil in selbiges zu fahren, in Lagos brauchte es etwas mehr Nachdruck, um eien renitenten Polizisten davon zu überzeugen, das es geradeaus für mich nicht weiter geht, dazu später mehr.

Nun der Reihe nach.

Zu einem echten Erlebnis wurde unser Wanderung auf der in Funk, Fernsehen und Presse angepriesen "Via Algarviana" wie schrieb doch die "Zeit" "Olivenhaine, stille Dörfer und beschwipste Schweine"

Nun die Erste Etappe von Sagres nach Villa do Bispo legten wir mit dem Bus der Line 47 zurück, da sie Landschaftlich nicht viel zu bitten hatte. Dieses sollte auf der Zweiten Etappe die wir am gleichen Tag zu Fuß zurücklegten nicht anders sein. Der Weg verläuft auf den Transportpisten für dänische Windräder, die nicht weniger zahlreich als die Eukalyptushaine sind .

Außer dem Einem oder Anderem mit Staubfahne vorbei rauschendem Baufahrzeug boten nur die Hunde ein wenig Abwechslung. Sie wollten bevorzugt mit Lothar ( wegen seiner Wanderstöcke) "in die Hacken beißen" spielen, was eien gewissen Unterhaltungswert hatte ( für mich, weniger für Lothar). Die Angegebenen 30 KM für die Etappe von Villa do Bispo bis Bensafrim hatten wir bereits in Barao de sao Joao, nicht nur gefühlt, deutlich überschritten, so suchten wir uns eien Unterkunft, was uns an diesem Abend noch gelang.
Über die Unterkunft mag ich kein weiteres Wort verlieren, wenn ihr meine Berichte gelesen habt, könnt ihr euch den Zustand vorstellen, sie bestätigte alle (Vor-) Urteile die man haben kann. Hungrig und durchfroren flüchten wir aus der Unterkunft, ( wir waren nicht wegen der Tagestemperaturen durch gefroren), in die einzige offen Bar "Steren" ( Name geändert) Hier brannte ein wärmendes Kaminfeuer und es gab typisch portugiesische Küche? Pizza! "amerikan Style". Später wurde auch noch ein Unterhaltungsprogramm exklusiv für uns dargeboten . Es trafen sich die "Residenten", oder besser, eine Untergruppe von jenen, die hier im allgemein "Residentenjargon", auch gerne, despektierliche, als "Kaputnix", bezeichnet werden., zu ihrem all abendlichen Treff. So erhielten wir einen Einblick in die Tiefen der "Aussteigerselen", - besser als Charles Bukowski lesen.

Lothar mit unserem Frühstück,

Lothar mit unserem Frühstück,

Wir hatten irrtümlich angenommen, das der üppige Preis für die Pension auch ein üppiges Frühstück beinhaltete, aber Fehlanzeige. Dafür hatten wir dann beim zweiten Frühstück in Bensafrim eine merkwürdige Erscheinung.

Wir Erinnern uns an die Überschrift in der "Zeit", - Beschwipste hatten wir gestern, heute waren die Schweine , die stillen Dörfer und zur Abwechslung die Olivenhain an der Reihe, aber wesendlich mehr bot auch dieser Abschnitt nicht.

Da, so scheint es, die in dem Wanderführer angegebenen Distanzen der schöpferischen Freiheit der Verfasser unterliegen , , fragten wir kurz vor dem Einbruch der Dunkelheit, den erste Menschen den wir seit Stunden sahen, nach einer Unterkunft oder einer Bushaltestelle. Seien kurze und prägnante Antwort war " You are in the middel of nowhere" - wir versuchten uns als "hitch hiker" - nicht sehr erfolgreich, - ob es an Lothars Hut lag?
Unser erste Rettung, ein deutscher Tischler nahm uns mit nach Marmelete, versprach doch der Wanderführer "Via Algarviana" eine Unterkunft. Nur kanten die "Natives" leider nur ein Unterkunft und das Personal in diesem Haus wusste nichts davon, das es Zimmer hat. Unentscheiden ob wir in dem rostzerfressen Bus eines Franzosen übernachten oder in der örtlichen Bushaltestelle frieren, rettete uns Claudia, sie bot uns tief stapelnd ein kleines Zimmer in ihrem Haus an, welches sich als warm, hell, trocken, groß und schimmelfrei erwies und auch ein, Portugal unüblich ein heiles Dach hatte. Was bei den Regenfällen in der Nacht sich doch als sehr Vorteilhaft erwies.

Jetzt hier doch mal "eine Erkenntnis des Tages" wenn wir denn schon "mal weg" sind, und den portugiesischen Jakobsweg gestreift haben; unser Landsleute sind freundlicher und hilfsbereiter als behauptet wird.

Wir zogen es in den nächsten Tagen vor, unsern Schwerpunkt auf und kulinarische Studien und. Tageswanderungen entlang der wirklich grandiosen Küsste zu legen

In Lagos sorgte ich für portugiesischen Aktionismus bei der Polizei.

Ich fuhr in eine Straße, die laut Verkehrszeichen für Fahrzeuge über 3,5 Tonen Gesperrt ist. Mein Auto wiegt nur 3,3 Tonen, also kein Problem ! - mit dem Gewicht!!!. Doch gemeint war wohl, das Autos über 2 Meter breite und mit mehr als 3 Meter Höhe nicht durchpassen. Dies war direkt vor der Polizeistation dann unübersehbar und ich wollte den Rückwertsgang einlegen. Ein äußerst unfreundlicher Polizist, bestand unter Androhung von Strafgeld, drauf das ich weiter fahre, nach dem meine Abstandleuchten ihren Staub an den Privatwagen eines Polizisten abstreiften und auch offensichtlich es in der Höhe nicht passt, wurde er von seinem Vorgesetzten zum "Telefon gerufen", und wart nicht mehr gesehen.

Da hilft alles nichts,  hier geht es  nur noch mit dem Rückwertsgang.

Da hilft alles nichts, hier geht es nur noch mit dem Rückwertsgang.

Nun bemühten sich 6 Polizisten eine Einbahnstraße zu sperren und .mich rückwärts raus zuwinken, wo bei sie sich nicht immer einig waren ob ich weiter nach Links oder doch eher nach rechts lenken soll.
Ein Polizist erwähnte noch das er wisse das die Beschilderung falsch ist, das sei eben so.

Nach Besichtigung von Evora, hier auch wider ein Polizei Auflauf, aber mit dem hatten wir nichts zu tun.machten wir uns auf zum Cabo Espichel,

-Suche mit Flugzeugen nach eien vermisten  Fischer dessen Boot in der Nacht vor der Küste sank.

-Suche mit Flugzeugen nach eien vermisten Fischer dessen Boot in der Nacht vor der Küste sank.

Dinosaurier Spuren am Cabo Espichel

Dinosaurier Spuren am Cabo Espichel

Bevor Lothar sich wider aufmachte in den Norden Europas erkundet wir noch Lisboa, besonders zu empfehlen ist ein Fahrt mit der Line 28 durch die Alfarma

und der Besuch der "Confeitaria Nacional", einer der ältesten Konditorein in Lissabon, was haben wir da gemacht? na Süßteile gegessen und Tee geschlürft.

Das Wahrzeichen von Lisabon

Das Wahrzeichen von Lisabon

Und nun hat er mich Unausweichlich erwischt, der Portugiesische Karneval, ausgerechte hier, so ein Nordlicht wie mich , das mit Karneval nichts am Hut hat oder genauer an der Pappnase hat. " Rumtata Rumtata Rumtat...." Da ich des Portugiesisch nicht mächtig bin, blieben mir bedauerlicher weise, - ich bin untröstlich darüber, die Lyrischen Höhepunkte der Reden und des Liedgutes verborgen.

Kleines Rattespiel: zu Welcher Nationalität gehören diese Touristen?

Kleines Rattespiel: zu Welcher Nationalität gehören diese Touristen?

© Matthias B., 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Bald ist es so weit, am 1 August starte ich mein Sabbatjahr mit 9 Wochen Island. Ich möchte Euch und Ihnen liebe Leser, von Zeit zu Zeit, von meinen Eindrücken und Erlebnissen live berichten. Hauptsächlich werde ich dies Berichte für alle mir verbunden Menschen schreiben. Es sind natürlich auch alle anderen Interessierten eingeladen meine Reise mit zu verfolgen. erst ein mal so viel zum Interesse wecken. Matthias
Details:
Aufbruch: 01.08.2009
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 03.10.2009
Reiseziele: Island
Portugal
Der Autor
 
Matthias B. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.