Start meines Sabbatjahres mit 9 Wochen Island

Reisezeit: August - Oktober 2009  |  von Matthias B.

Neus aus Island

Wen ich Euch jetzt von Kilometer langen weißen Sandstränden berichte, feinstem Sand und Dünen schreibe , mag bei Euch die Vermutung aufkommen, das ich schon in Dänemark bin. Wenn ich Euch weiter von kristallklarem Wasser erzähle, welches den Blick auf die Tiefe des Grundes zu lässt, von einer zwischen Smaragd und türkis gefärbten See vor schwärme, die in gleichmäßig sich brechenden Wellen auf den menschenleeren Strand rollt, von Baden und Schwimmen in über 30 C warmen Wasser, mögt Ihr meinen ich bin schon in Portugal oder ich sei gar in der Karibik. Nein ich bin immer noch in Island und auch das gibt es hier. Ich will aber nicht verschweigen, das die karibisch gefärbte See 10 C Wassertemperatur hat, die Luft 8 bis 12 C warm ist, der Wind mit 17 m/s bzw. 8 bft. weht und ich meine Mütze gut festschnüren muss. Das Baden findet natürlich in einem der geothermal beheizten Frei- oder Hallenbäder statt.

Der Herbst ist hier in vollen Zügen hereingebrochen und veranstalte mit der Vegetation ein wahres farbliches Feuerwerk, in rot, gelb-, ocker-, orange tönen und das in Verbindung mit der oben beschrieben Färbung des Meeres. Das kann ich Euch nicht beschreiben müsst ihr einfach selber gesehen haben. Das Wetter ist auch deutlich beständiger geworden, überwiegend trocken, relativ warm, aber seit 48 Stunden weht der Wind mit 7 bis 9 Bft.

Ja, und zum dem schon erwähnet Erlebnis des Autofahrens hier, gibt es auch eine weiter Steigerung, nämlich das Fahren auf Gebirgspässen und Kämmen mit schlechter Gravel rod, 16 % Steigung, enge Kurven, Steile abhänge, Steinschlag, Regen, schlechte sicht und dazu als Krönung Sturm, ich war mir nicht ganz sicher ob ich Autofahre oder Segel. Da zeiget sich dann, das es ein gute Idee war, meine mittlerweile recht profillos wirkenden Vorderreifen auf die Hinterachse setzten zu lassen und die hinteren, die deutlich mehr Profil zeigten, nach vorne.

Verläuft die Straße auf Meereshöhe, parallel zur selbigen, schein sich der ein oder andrer Seehund daran zu erfreuen neben dem Auto herzuschwimmen.

Nun, weil doch schon Andeutungen von Euch kommen ob ich den zum Paddeln komme.
Ich bin vor ein paar Tagen in den Westfjorden auf dem Dyrafjördour gepaddelt . Die Bedingungen waren gut, und der Weg fürs Boot vom Autodach zum Wasser 20 m. Doch muss ich gestehen das es hier in Island so viel spannendes gibt, das ich das Wandern vorziehe. Ich denke es gibt hier etwas ganz entscheidend an Land, was ich bei uns nur auf dem Wasser finde, Ruhe, Weite und Naturerlebnisse. Vögel oder Seehunde von Land aus, aus nächster nähe, zu beobachten oder gar über sie zu stolpern das ist mir bei uns noch nicht gelungen.

Ich bin natürlich auch noch einige "Pflichtrote" angefahren, in den Westfjorden unter anderem den Latrabjarg, dem wohl bekanntesten Vogelfelsen in Island. Bis auf die Möwen haben sich, wie erwarte, die andern Vögel in den Winterurlaub verzogen. Aber auch so empfand ich diese Kulisse nicht ganz so spektakulär, vermutlich weil eben dieser Ort wieder zu den angepriesen gehört und dann die Erwartung hoch sind. Ein Bucht weiter hat es mir bedeuten besser gefallen und in dieser befand sich außer mir keinen Mensch, klar Schafe dafür um so mehr. Was ich Euch noch erwähnen möchte ist das kleine Heimatmuseum in Hnjotu wenige Kilometer von Latravik entfernt. Neben vielen interessanten Dinge die dort ausgestellt werden, ist die dramatisch Rettungsaktion der Besatzung von zwei 1947 und 1948 gestrandeten britischen Fischereischiffen dokumentiert. Auf Wunsch wird ein Film in deutscher oder isländischer Sprache über diese Rettungsaktion gezeigt, den die isländische Seerettung zusammen mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger erstellt hat. Er zeigt wie die Besatzung mit Hilfe einer Hosenboje über die Klippen abgeborgen wird. Für alle Seekajaker; der Film endet mit einem kurzen Bericht über Spiekeroog und in dem Museum hängen drei "Zuckersäcke" von der Decke.

Ich habe die Westfjorde verlassen und befinde mich nun auf der Halbinsel Snaefelsnes.
Der Hauptort ist Stykklisholmur (fragt nicht wie es richtig ausgesprochen wird) und er ist, wie ich finde ausgesprochen hübsch. Er wirkt sehr dänisch und das liegt dran, wie ich erfahren habe, das großer Teil der hier leben den Menschen Dänen sind.

Nach dem der Strum mich veranlast hat nach Akaranes zu "Segeln" schreibe ich Euch diese Zeilen mal wider aus eienm Museum. Drausen tobt noch immer ein Sturm, aber das ist hier normal. Natuerlich gebe es noch viel mehr zu Berichten aber ihr sollt ja auch noch nicht alle geschichten Kennen.

und da die verbindung hier mehr Daten schaft noch ein paar Bilder zu den vorhergehenden Berichten dazu.

Steinstrand mit Treibholz im Skagafjödur

Steinstrand mit Treibholz im Skagafjödur

Blick auf den Hafen von Hofsos

Blick auf den Hafen von Hofsos

Blick von der Halbinsel Skagi auf die Vogelinsel Drangey

Blick von der Halbinsel Skagi auf die Vogelinsel Drangey

Die Sonne steht schon tief über dem „Waschbrett“ der F35 die Geländewagen mit den Monsterreifen donnern da mit 80 km/h rüber

Die Sonne steht schon tief über dem „Waschbrett“ der F35 die Geländewagen mit den Monsterreifen donnern da mit 80 km/h rüber

Pistenmonster beim Furten

Pistenmonster beim Furten

Spektakel am Strukur

Spektakel am Strukur

Die Sulfatan- Gletscherfelder am ende der F347

Die Sulfatan- Gletscherfelder am ende der F347

Felsspalte bei Pingvillier, entstanden als Folge  der Verschiebung der Kontinentalplatten

Felsspalte bei Pingvillier, entstanden als Folge der Verschiebung der Kontinentalplatten

Auf dem Weg zu  „Siedlung“ Landmannalauga

Auf dem Weg zu „Siedlung“ Landmannalauga

Wer will kann sich in der Saison mit diesem Teil auf den Gletscherfahren lassen

Wer will kann sich in der Saison mit diesem Teil auf den Gletscherfahren lassen

Am Fuß  des Gletschers Langjökull

Am Fuß des Gletschers Langjökull

Am Hraunfoss

Am Hraunfoss

© Matthias B., 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Bald ist es so weit, am 1 August starte ich mein Sabbatjahr mit 9 Wochen Island. Ich möchte Euch und Ihnen liebe Leser, von Zeit zu Zeit, von meinen Eindrücken und Erlebnissen live berichten. Hauptsächlich werde ich dies Berichte für alle mir verbunden Menschen schreiben. Es sind natürlich auch alle anderen Interessierten eingeladen meine Reise mit zu verfolgen. erst ein mal so viel zum Interesse wecken. Matthias
Details:
Aufbruch: 01.08.2009
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 03.10.2009
Reiseziele: Island
Portugal
Der Autor
 
Matthias B. berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.