Mit dem Rucksack "einmal" um die Welt -- unser Traum wird wahr!

Reisezeit: August 2013 - Juni 2014  |  von Gernot u. Kathi

Rio, auf den Spuren von 007: Pantanal Sumpfgebiet

Buzios und Umgebung

Ein herzliches Grüß Gott!

Jaja wir haben es noch nicht verlernt und werden es auch nicht. Bevor ich jedoch mit dem Bericht über den Trip ins Pantanal, starte erst noch der Abschluss in Brasilien.

Nachdem der Norweger (oder alter Schwede, wie wir auch zu sagen pflegen) uns verlassen hat, fuhren wir, wie im letzten Bericht erwähnt, mit den kleinen Rucksäcken für ein paar Tage nach Buzios und Umgebung. Unsere erste Station, Arraial do Cabo, hat uns nicht gefallen und so fuhren wir am Tag danach mit dem Bus weiter nach Buzios, obwohl Kathi etwas angeschlagen war. Bei der Herfahrt hatte der Busfahrer die Klima bis zum Anschlag aufgedreht und den Bus bis auf gefühlte -5°C heruntergekühlt. Kathi fing sich eine schmerzhafte Angina ein, nicht zu verwechseln mit einer scherzhaften Regina gg. Tja und so heißt es Tee trinken anstatt strandliegen, aber ich kümmere mich ja um mein Tatzi und koche ihr feinste Packerlsuppe von Knorr gg.
Achja wir haben ja mal in einem der vorigen Berichte von unserer israelischen "Freundin" geschrieben. Was ich verheimlicht habe war, dass sie kein Technikgenie ist und mich, während ich lesen oder Angry Birds spielen wollte, die ganze Zeit mit Fragen gelöchert hat bzgl. ihrem neuen Handy und mich so schon fast in den Wahnsinn getrieben hat (keine blöden Kommentare an der Stelle, sind hier unangebracht gg). Und wie das Leben so spielt, fahren wir wohin, gehen den Strand entlang oder beziehen gerade unser Hostel und jetzt dürft ihr dreimal raten, wer uns schon zum 16. Mal untergekommen ist. Yup die Olle, die mich trotz ihrer total netten Art in den Waaaaaaaaaaaaaahnsinn treibt !

Aber jetzt mehr zu Buzios. Da wir den ersten Tag hier im Hostel verbracht haben auf Grund der Erkrankung von Kathi (wir haben uns wieder eine richtig noble Herberge gesucht ), ging es ihr am zweiten Tag wieder besser und wir begutachteten den Hausstrand und die City. Buzios ist eine, für brasilianische Verhältnisse, kleine Stadt und echt super. Rund um die Stadt, die an die Küste gebaut wurde, sind 10 Strände, wovon 2/3 zum Baden und Chillen geeignet sind. Problem war am ersten Tag jedoch, dass die Wellen relativ hoch waren und als wir so am Strand lagen, das Meer ca. 50 Meter von uns entfernt, kam eine MEGA Welle und überschwemmte den Strand und spülte alles was nicht niet- und nagelfest war weg haha, bis auf unsere kleine Insel, die als einzige auf dem paar Hundert Meter langem Strand trocken blieb. Jetzt dürft ihr raten wer den Platz ausgesucht hat! Richtig, ich . Irgendwie war das für uns das Stichwort und wir gingen in unser Hostel, duschten uns und nahmen den Bus in die Stadt. Die Stadt ist total touristisch, aber da es Nebensaison ist, sind wenig Leute hier und es ist ein richtig lauschiges Plätzchen.
Hier sieht man zum Beispiel Dinge, die sieht man nirgendwo anders kommt mir vor. Wir spazieren so die Strandpromenade entlang und 50 Meter vor uns sitzt ein Mann. Als wir näher kommen, sehen wir dass er etwas auf seinem Schoß liegen hat und zwar (Trommelwirbel) eine "Meeresschildkraut". Yup wir konnten es auch nicht glauben als wir es sahen, aber es war eine. Er hat am Strand geschnorchelt und hat die Schildkröte gesehen und sie einfach mitgenommen. Nachdem er ein paar Passanten die Möglichkeit gegeben hat, sich damit ablichten zu lassen hat er sie zurück ins Meer gelassen. Ich will damit nicht sagen, dass wir das gut heißen aber, naja andere Länder andere Sitten.

Back to the roots

Nachdem wir für einen Tag nach Niteroi zurück gekehrt sind um unsere Sachen abzuholen, ging es am 1. November ab zum internationalen Flughafen in Rio. Da der Bus tatsächlich teurer war als der Flieger, die Route nach Campo Grande lt. anderen wenig Sehenswertes bietet und auf Grund der Tatsache, dass wir viel länger in Brasilien waren als geplant, möchten wir so etwas Zeit gut machen und fliegen deshalb nach Campo Grande. Von Campo Grande aus sowie von einigen anderen Destinationen starten Touren durch und ins Pantanal.
Aber eines nach dem anderen.
Zu unserem Erstaunen funktionierte sogar der Pick-Up-Service am Flughafen von Campo Grande, obwohl wir keinen geordert haben . Wir steigen aus und ein Typ quatscht uns am Flughafen an und bietet uns den Pick-Up und - wie es der Zufall so will - besitzt er auch gleich ein Hostel. Private Room Ensuite für 35 Reais pro Person. Passt, es stellte sich zwar heraus, dass dies die schlechteste Absteige war in der wir bis jetzt untergekommen sind, aber für eine Nacht ok. Kaum sind wir angekommen erklärte er uns alle Touren im Pantanal inklusive Preise, gab uns gleich einen Discount und ich war immer sein bester Freund. Tja wer mich kennt der weiß, dass die Your-my-best-Friend-Masche bei mir auf wenig Gegenliebe stößt und so dankten wir und fuhren mal zum Busbahnhof um andere Tourangebote zu checken. Dort fanden wir dann auch eines, welches uns besser gefiel. Wir behielten es uns allerdings vor gleich zu buchen, sondern wollten erst die Nacht drüber schlafen. Angekommen im Hostel wurden wir gleich wieder vom Hostelbesitzer und seinem Bruder belagert, dies und das und jenes, best Friend und so weiter. Danach wurde es mir zuviel und ich signalisierte ihm, indem ich die Rechnung für die eine Nacht gleich beglich, dass wir kein Interesse haben.
Am morgen schnell unser Frühstück verzehrt, die Rucksäcke genommen, den Schlüssel abgegeben, bedankt und auf und davon. Ja da war auf einmal nichts mehr mit "Best Friend"! Da wurden wir nicht mal mehr gegrüßt, aber es gibt Schlimmeres.

Duschkopf des Grauens. Da es hier oft kein Warmwasser gibt, gibt es beheizte Duschköpfe. Man(n) beachte die liebevolle Verkabelung und wenn man ganz genau schaut sieht man (vor allem im Schatten) das der Duschkopf nicht nur nach unten Wasser abgibt sondern auch zur Seite raus. Sehr vertrauenserweckend !

Duschkopf des Grauens. Da es hier oft kein Warmwasser gibt, gibt es beheizte Duschköpfe. Man(n) beachte die liebevolle Verkabelung und wenn man ganz genau schaut sieht man (vor allem im Schatten) das der Duschkopf nicht nur nach unten Wasser abgibt sondern auch zur Seite raus. Sehr vertrauenserweckend !

Pantanal wir kommen!

Ich muss das Ganze kurz einleiten. Ich mach mir etwas sorgen um Kathi. Sie hat in wenigen Tagen drei Kilo abgenommen. Die wirklich schlechte Sache an dem Ganzen ist, dass ich drei Kilo zugenommen habe!? Als wir am Flughafen unsere Rucksäcke abwiegen mussten, stellten wir zu meinem Entsetzen fest, dass mein Rucksack mittlerweile gute 19 Kilo wiegt, der von Kathi aber nur noch gute 11 Kilo. Ich will hier ja keine böse Unterstellung machen, aber ich hab den Eindruck als würde ich doch einiges von ihrem Zeugs mit mir herumschleppen ! Jetzt wieder zu weniger schweren Dingen.

Am nächsten Morgen brachen wir also zum Busbahnhof bzw. zum Santa Clara Büro am Busbahnhof auf. Mit einem Schweizer (wir können nicht jeden mögen haha) und zwei Holländern gings dann in einem Minivan auf Richtung Pantanal. Die Landschaft erinnerte uns ein wenig an Australien, nur etwas grüner und ein bisschen mehr bewachsen. Wir fuhren erst 2 Stunden auf einer gut ausgebauten Straße bis nach ... (Namen vergessen) und wurden dann in einen 4x4 verfrachtet, den wir in Österreich höchstens auf einem Schrottplatz gesehen hätten. Wir haben die nächste knappe Stunde dann doch ohne Pannen überlebt und kamen schließlich bei Santa Clara an: Ein 1.600 Hektar großes Anwesen mit einer Pousada, für die reichen Urlauber und einem Campingplatz für die, sagen wir, Naturliebhaber . Nein, Spaß ohne, der Campingplatz hat super Flair und ist irrsinnig gemütlich. Als Schlafstätte standen Zelte oder Hängematten im Obergeschoss des "Hauptgebäudes" zur Auswahl. Die Tätze haben sich für Hängematten entschieden - wie oft hat man schon die Gelegenheit dazu? Nach drei Nächten können wir nur sagen: wenn man mal drin ist, ist es sehr bequem und wenn man es wieder geschafft hat raus zu krabbeln, merkt man, dass man nicht mehr die Jüngste ist. (Dieser Satz wurde eigentlich gegendert, aber Gernot hat darauf bestanden, dass nur ich alt bin...). Direkt neben dem Campingplatz leben Brüllaffen, es gibt einen Fluss, wo quasi die Hauskaimane drin wohnen und Unmengen an Vögel, die uns pünktlich um 5 Uhr morgens aufwecken. Es geht doch nichts über so viel Natur grml. Kommentar Gernot: das hier wäre genau das Richtige für Franzes .

Jeder Gruppe, 6-8 Leute, wird ein Guide zugeteilt, der abhängig vom Wetter individuell entscheidet, was gemacht wird. Ich glaube wir haben mit Abstand den besten Guide, Marcelo, erwischt. Wir haben schon von einigen Leuten gehört, dass die Touren sch**** waren, weil sich der Guide während der Tour in die Decke des Schweigens gehüllt hat und die Touris quasi sich selbst überlassen waren. Aber nicht mit Marcelo, der wusste zu allem was zu erzählen und hatte auf jede Frage eine Antwort.

Die Fahrt zu Santa Clara. Es hatte einmal kurz geschüttet, woraufhin wir die stehenden Positionen einnahmen, um nicht zu sehr nass zu werden. Wir sind ja alle aus Zucker

Die Fahrt zu Santa Clara. Es hatte einmal kurz geschüttet, woraufhin wir die stehenden Positionen einnahmen, um nicht zu sehr nass zu werden. Wir sind ja alle aus Zucker

Das Begrüßungskomitee beim Frühstück.

Das Begrüßungskomitee beim Frühstück.

Der Campingplatz: im unteren Teil des Gebäudes wurde gekocht, gegessen und gemütlich beisammen gesessen. Im oberen Teil der "Schlafsaal" mit den Hängematten. Links vom "Haupthaus" (direkt hinter dem Baum war die Bar. Riiiiiesigst sozusagen...

Der Campingplatz: im unteren Teil des Gebäudes wurde gekocht, gegessen und gemütlich beisammen gesessen. Im oberen Teil der "Schlafsaal" mit den Hängematten. Links vom "Haupthaus" (direkt hinter dem Baum war die Bar. Riiiiiesigst sozusagen...

...und der dazugehörige Schankmann. Der Caipi-Profi-Mixer sozusagen.

...und der dazugehörige Schankmann. Der Caipi-Profi-Mixer sozusagen.

Unsere Schlafstätte für 3 Nächte. Trotz schlimmster Befürchtungen hatten wir kein Kreuzweh...

Unsere Schlafstätte für 3 Nächte. Trotz schlimmster Befürchtungen hatten wir kein Kreuzweh...

...dafür das ein oder andere Mal Caipi-Kopfweh

...dafür das ein oder andere Mal Caipi-Kopfweh

Und auch diesen Anblick möchte ich euch nicht vorenthalten. Meine Prinzessin mit der Schlafmaske.

Und auch diesen Anblick möchte ich euch nicht vorenthalten. Meine Prinzessin mit der Schlafmaske.

Campingkatze Nr. 1 "The Boss". Seine Mission: Sitzmöbel bewachen.

Campingkatze Nr. 1 "The Boss". Seine Mission: Sitzmöbel bewachen.

Campingkatze Nr. 2: "The Mini-Boss". Mission: Rucksäcke bewachen (und die Gäste unterhalten).
@ Mama & Papa: das ist die kleine Ausgabe von unserer Micky. Die ist genauso verrückt verspielt und beisst sich durch die Mannschaft.

Campingkatze Nr. 2: "The Mini-Boss". Mission: Rucksäcke bewachen (und die Gäste unterhalten).

@ Mama & Papa: das ist die kleine Ausgabe von unserer Micky. Die ist genauso verrückt verspielt und beisst sich durch die Mannschaft.

Die zwei grünen kamen jeden Morgen und jeden Abend angeflattert um zu Essen. Diesmal stand Brot auf dem Speiseplan (wie eigentlich jeden Tag gg).

Die zwei grünen kamen jeden Morgen und jeden Abend angeflattert um zu Essen. Diesmal stand Brot auf dem Speiseplan (wie eigentlich jeden Tag gg).

Und der wohnte eigentlich in der Pousada selber, kam uns aber am vorletzten Tag besuchen, um auch ein bißchen Brot zu naschen.

Und der wohnte eigentlich in der Pousada selber, kam uns aber am vorletzten Tag besuchen, um auch ein bißchen Brot zu naschen.

Die Kaimane hinterm Campingplatz. Marcelo hat einen fürs Fotoshooting grunzender Weise herausgelockt.

Die Kaimane hinterm Campingplatz. Marcelo hat einen fürs Fotoshooting grunzender Weise herausgelockt.

Mit dem Boot zu Wasser und hoch zu Ross

Am ersten Tag stand eine Bootstour am Plan, weil es ein bisschen regnete und da das Boot überdacht war, bo(o)t sich das halt an. Wir haben nicht erwartet viele Tiere zu sehen aufgrund des Wetters. Auch Marcelo schränkte die Highlights auf Vögel ein. Aber manchmal kommt es anders als man denkt . Ein bisschen unheimlich war, dass Gernot nach dem Einsteigen noch sagte: "Tatzi, ich glaub heute sehen wir den Sancho". Anmerkung: Vor einigen Jahren war in "Universum" eine Frau, die in Brasilien einen Riesenotter aufgezogen hat. Als er dann alt genug war, wurde er ausgewildert und das war soooo traurig! Der Sancho (=Riesenotter) hat die ganze Nacht nach seiner Mama (=Frau) gerufen. Am nächsten Morgen brach sie auf, um nach ihm zu sehen. Sie hat nach ihm gerufen, aber er war nicht mehr da. Es wurde vermutet, dass er wohl gefressen wurde. An Tragik kaum zu überbieten. Titanic, ein Dreck dagegen...

Jedenfalls keine zwei Minuten später tummelten sich Otter im Fluss, die gerade auf der Jagd waren. Kopf raus aus dem Wasser, umsehen, Kopf wieder unter Wasser und schwupp, waren sie weg. Keine Chance für ein gutes Foto, aber dann krabbelten zwei aus dem Wasser und wir konnten sie doch noch im Kastel einfangen. Marcelo gab sich bei den Touren immer super Mühe und was uns zu Gute kam, war, dass er einwandfreier Tierstimmenimitator ist haha. Wir hatten schon Spaß, als er zu den Ottern grunzte (oder zu den Kaimanen oder zu den Vögeln) und die gaben ihm alle Antwort. Sehr cool und hat uns so den einen oder anderen Schnappschuss ermöglicht.

Zweites Highlight war dann ein Kaiman, der den Fluss überquerte. Wir fuhren auf ihn zu, um ihn dann mit einem Stofffetzen an einem Stock ein bisschen zu locken. Erst kam er langsam aufs Boot zu und sprang dann ein paar mal aus dem Wasser.

A bisserl matschig wars, aber das macht dem gemeinen Traveller für gewöhnlich nichts aus.

A bisserl matschig wars, aber das macht dem gemeinen Traveller für gewöhnlich nichts aus.

Bitte nehmen Sie eine aufrechte Sitzposition ein und fallen Sie tunlichst nicht aus dem Boot!

Bitte nehmen Sie eine aufrechte Sitzposition ein und fallen Sie tunlichst nicht aus dem Boot!

Gernot mit der GoPro und ich mit der Digicam ausgestattet, der Finger am Auslöser. Es könnte ja etwas auftauchen, dass wir dann doch nicht erwischen, weil wir zu langsam sind

Gernot mit der GoPro und ich mit der Digicam ausgestattet, der Finger am Auslöser. Es könnte ja etwas auftauchen, dass wir dann doch nicht erwischen, weil wir zu langsam sind

Vogerl...

Vogerl...

Otter auf der Jagd. Es waren unzählige unterwegs, leider sehr schwer zu fotografieren.

Otter auf der Jagd. Es waren unzählige unterwegs, leider sehr schwer zu fotografieren.

Marcelo beim Anlocken des Kaimans und nachdem der Kaiman den Stofffetzen gründlichst untersucht hatte...

Marcelo beim Anlocken des Kaimans und nachdem der Kaiman den Stofffetzen gründlichst untersucht hatte...

...kam er wohl zum Entschluss: Ja, den gönn ich mir! Erwischt hat er ihn aber nicht und er hätte ihm wohl auch nicht sonderlich geschmeckt

...kam er wohl zum Entschluss: Ja, den gönn ich mir! Erwischt hat er ihn aber nicht und er hätte ihm wohl auch nicht sonderlich geschmeckt

Am Nachmittag stand dann Horsebackriding am Plan. Als wir die abgemagerten Hottehüs gesehen haben, haben wir noch kurz überlegt, ob wir den Tieren zu liebe nicht doch drauf verzichten sollten. Aber nachdem uns Marcello mitteilte, dass wir nur einen gemütlichen Schrittausritt machen, haben wir uns dann doch drauf gewuchtet und sind losgezockelt. Zwei Pferde, die einen Nachmittag Pause haben, machten das Kraut nun auch nicht fett...man möge uns verzeihen.

Was es da wohl zu sehen gibt?

Was es da wohl zu sehen gibt?

Jausenpause! Normalerweise würde ich das Pferdchen ja nicht fressen lassen, aber denen sei es vergönnt.

Jausenpause! Normalerweise würde ich das Pferdchen ja nicht fressen lassen, aber denen sei es vergönnt.

Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe machen...Mühe 
(Oder zumindest viel Fleisch für Gulasch hihi)

Eine Kuh macht Muh. Viele Kühe machen...Mühe
(Oder zumindest viel Fleisch für Gulasch hihi)

Nightsafari

Nach dem super-duber-Abendessen (am Campingplatz gibt's eine Campingmutti und die kann kochen, unglaublich) machten wir eine Nachtsafari und wie bereits am Morgen, waren auch jetzt am Abend die Erwartungen nicht allzu hoch. Die Ösis, der Schweizer und die Hollandäsen machen sich's also hinten auf dem Pick-Up bequem und Marcelo leuchtet während der Fahrt die Gegend ab. Gernot sagt unterdessen zu mir: " Ich hab's im Urin, wir werden heute Abend noch was richtig Geiles erleben". Wir fahren so dahin, auf einmal dreht Marcello die Lampe ab, flüstert etwas ganz hektisch zum Fahrer, duckt sich und wir bleiben stehen. Er macht so etwas wie beten und wir verstehen nur "oh my god, oh my god". Nachdem er sich wieder eingekriegt hat, fahren wir ein Stück zurück, er schaltet die Lampe ein und wir sehen ein brasilianisches Tapir auf der Wiese vor sich hintümpeln. Eines der seltensten Tiere, die man im Pantanal sehen kann . Wir beobachten es eine Weile und ziehen von dannen. Und der Marcelo freut sich, das kann man gar nicht glauben. Wir fahren also weiter die Straße entlang und Gernot meint noch so: "Und jetzt will ich ein Gürteltier sehen". Ja und wenn der Gernot ein Gürteltier sehen will, dann kriegt der Gernot ein Gürteltier! Keine zwei Minuten nachdem er den Satz ausgesprochen hat, watschelt nämlich ein eben solches neben der Straße entlang. Und wir freuen uns wieder wie eine Horde Schulkinder. Ein paar Fotos werden gemacht und Marcelo dankt dem Pantanalgott, was wir heute nicht für ein Glück haben! Und das war schon mehr, als eine Tourigruppe eigentlich ertragen kann. Eigentlich. Denn kurz vor der Ranch läuft uns nämlich noch ein Gürteltier über den Weg. Und was macht der Marcelo? Der will dem Gernot eine Freude machen, drückt mir die Taschenlampe in die Hand, springt vom Auto und hechtet dem Gürteltier hinterher. Über den Zaun hinweg, querfeldein über die Wiese. Irgendwo lässt er sogar seine Flipflops zurück, weil er ohne schneller laufen kann und schlägt Haken, dass es uns fast die Sprache verschlägt! Wir stehen alle wie die Irren (die Fanmeile bei Rapid ist wohl ein Dreck dagegen) und jubeln uns einen ab, als Marcelo mit dem Gürteltier am Arm zum Pick-Up zurückkommt. Dann gibt's noch Fotos für jeden mit unserem neuen Freund und der wird dann wieder in die Freiheit entlassen. Am meisten freut sich noch immer der Marcelo und betont 1000x, dass er das Tierchen nur für Gernot gefangen hat, weil der doch so gerne eines sehen wollte. Er ist schon ein cooler (und wahnsinnig schneller) Guide .

Anmerkung Gernot: alle haben immer gelacht, weil ich ein Gürteltier sehen wollte! Ok, sie lachen noch immer alle, aber jetzt wissen sie warum: die Viecher sind echt hässlich, aber dafür umso niedlicher. Die Falip Falops waren in der Nacht nicht mehr zu finden, also versprach ich Marcelo, diese am nächsten Tag für ihn zu suchen. Als Dankeschön sozusagen.

Gürteltier! Vom Tapir gibts leider keine Foto, weil es halt dunkel war und wir es auch nicht mit dem Blitz erschrecken wollten.

Gürteltier! Vom Tapir gibts leider keine Foto, weil es halt dunkel war und wir es auch nicht mit dem Blitz erschrecken wollten.

Gut, das Bild entstand jetzt nicht direkt bei der Safari, sondern im Camp, aber es war halt grad Nacht und darum passt es gut dazu .

Gut, das Bild entstand jetzt nicht direkt bei der Safari, sondern im Camp, aber es war halt grad Nacht und darum passt es gut dazu .

Jeepsafari, Junglewalk und Piranihafischen

So, nachdem die Highlights des Vortages verdaut waren, ging es tags darauf schon los zu neuen Abenteuern. Mit dem Jeep ging es erst ein Stück die Straße entlang und dann zu Fuß weiter durch den Wald. Wir konnten einige Affen beim Spielen in den Bäumen beobachten und die schönen Aras flogen uns auch wieder über den Weg. Jaguar, Anaconda und Co ließen sich nicht blicken, aber wir sind ja nicht auf einem Wunschkonzert! Die Natur ist wunderschön und man kann sich auch an den Vögeln oder den Pflanzen satt sehen.

Am Nachmittag ging es dann noch auf zum Piranihafischen, die wir anschließend verspeist haben. War lecker, aber hungrig darf man bei den Fischleins nicht sein (da ist gar wenig Fleisch drauf).

Der Affe hat uns gleich blöd angeglotzt, wie wir ihn

Der Affe hat uns gleich blöd angeglotzt, wie wir ihn

Schlafendes Gesicht

Schlafendes Gesicht

Dieses Kunstwerk ist ein Parasit, der sich um seinen Wirt (Baum) schlingelt. Irgendwann stirbt der Baum dann ab und übrig bleibt der Schlingel

Dieses Kunstwerk ist ein Parasit, der sich um seinen Wirt (Baum) schlingelt. Irgendwann stirbt der Baum dann ab und übrig bleibt der Schlingel

Einer der Holländer hatte das Pech mehr Kaimane an der Angel zu haben als Fische. Was zur Folge hatte, dass er damit den Verlust von mind. 3 Angelhaken zu beklagen hatte.

Einer der Holländer hatte das Pech mehr Kaimane an der Angel zu haben als Fische. Was zur Folge hatte, dass er damit den Verlust von mind. 3 Angelhaken zu beklagen hatte.

Gut, die Ausbeute war jetzt nicht soooo groß, aber wir waren zum Glück eh nicht sehr hungrig.

Gut, die Ausbeute war jetzt nicht soooo groß, aber wir waren zum Glück eh nicht sehr hungrig.

Fischi mit Zahndi.

Fischi mit Zahndi.

Der Abend wurde dann gemeinsam mit den Hollandäsen noch ausgiebig gefeiert. Der Aufenthalt war wirklich sehr schön und wie ich finde, viel zu kurz. Die Mitarbeiter sind alle super nett und es war einfach super lustig.
Nächster Stopp auf unserer Reise ist Corumba, von wo aus wir die Grenze nach Bolivien überschreiten um danach mit dem Nachtzug nach Santa Cruz zu reisen. Marcelo bot uns an mit ihm nach Corumba zu fahren, weil er dort wohnt und wir uns somit die Busfahrt ersparen. Zum Abschied schenkte er Gernot - er hats Marcelo wohl angetan - noch etwas Besonderes: einen Zahn von einem Puma und das ist jetzt nicht unbedingt etwas, was man jeden Sonntag beim Spazierengehen findet...

Zum Abschluss gibt's noch ein kurzes Fazit zu Brasilien und zum Reisealltag und dann lesen wir uns im nächsten Land wieder: in Bolivien!
So long
Gernot & Kathi

Zum Abschluss gibt's noch ein kurzes Fazit zu Brasilien und zum Reisealltag und dann lesen wir uns im nächsten Land wieder: in Bolivien!

So long
Gernot & Kathi

© Gernot u. Kathi, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen anderen Vorurteilen auf. Oscar Wilde (1900 - 1956). Unser Traum wird wahr, wir reisen ab Ende August einmal um die Welt und laden alle diejenigen ein, die ebenfalls eine solche Reise machen möchten und nach Infos suchen, aber auch jene die gerne von der Couch aus reisen und uns rund um den Globus begleiten möchten.
Details:
Aufbruch: August 2013
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: Juni 2014
Reiseziele: Argentinien
Chile
Brasilien
Bolivien
Peru
Ecuador
Neuseeland
Cookinseln
Australien
Thailand
Laos
Singapur
Philippinen
Österreich
Der Autor
 
Gernot u. Kathi berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.