Mit dem Rucksack "einmal" um die Welt -- unser Traum wird wahr!

Reisezeit: August 2013 - Juni 2014  |  von Gernot u. Kathi

Ecuador ........ ein Traum!: Tena und dann Richtung Süden!

Am Rande des Amazonas

Advent Advent ein Lichtlein brennt.

Weihnachten steht quasi vor der Tür und wir sitzen am Rande des Amazonas. Bei der Herfahrt nach Tena hat dann der Regenwald seinem Namen gleich mal alle Ehre gemacht, denn es hat wie aus Kübeln geschüttet und als wir aus dem Bus ausstiegen, dachten wir uns trifft der Hitzschlag, es war einfach nur heiß. Da wir noch kein Hostel hatten gingen wir dann auch noch vom Busbahnhof aus zu Fuß los, um uns gleich mal umzusehen. Obwohl der Ort relativ mini ist, waren die paar Meter bei der Affenhitze ausreichend. So sind wir dann auch schon bei dem ersten Hostel, bei dem wir Einlass fanden, fündig geworden und ich denke, wir sind die einzigen Gäste hier! Es ist Sonntag und hier hat alles zu bis auf ein paar Imbisse und eben Hostels.
Um den Tag nicht ganz ungenutzt verstreichen zu lassen, waren wir Bier trinken haha und haben uns noch für eine Jungletour in einem Hostel erkundigt. Für meinen Geschmack war bei dieser Tour etwas zu viel Käfer essen, undefinierbare Flüssigkeiten trinken und zu viel Make Up dabei, dafür zu wenig Action und so beschlossen wir beiden Hübschen die Suche auf den nächsten Tag zu verschieben.
Haha ja genau. Wir haben bei unserem Streifzug durch Tena einen Hund gesehen. Super, einen Hund, aber seht einfach selbst haha.

Ein Höwe, halb Hund, halb Löwe

Ein Höwe, halb Hund, halb Löwe

Hier wieder mal Almuerzo: Suppe mit Hendlhaxe gg. Man gewöhnt sich an alles.

Hier wieder mal Almuerzo: Suppe mit Hendlhaxe gg. Man gewöhnt sich an alles.

Wir brauchen Action!

Nachdem wir die Amazonas Experience aus mangelnden Interesse ausgelassen haben, haben wir uns anderweitig umgesehen und wurden fündig. Wir haben eine Raftingtour gebucht. Nein nicht die Kindergeburtstagstouren, wie sie bei uns angeboten werden! Nein eine Class 4 Tour und da ging es zur Sache, aber gleich mehr dazu.
Meike und David ließen es sich nicht nehmen und machten die Amazonastour mit. Leider wurden die erwähnten Dinge nur teilweise angeboten. So gab es keine Ameisen, dafür wurden Maden verzehrt. Leider gab es auch kein Chicha (Amazonasbier, auch Spuckebier genannt) zum hinunterspülen, dafür wurden die beiden zum Schluss schön geschminkt und die beiden hatten offensichtlich Spaß. Aber wir wollen hier ja von unseren Sachen erzählen also los.
Wir haben die beiden somit verabschiedet und machten uns auf die Suche nach dem Anbieter unseres Vertrauens. Um die Tour machen zu können muss man aber mindestens zu viert sein oder besser noch zu sechst, damit der Preis dann auch noch stimmt. Wie es der Zufall so will, liefen uns Gloria (ESP) und Fabio (IT) über den Weg mit dem selben Ziel. Da es schon fast 10 Uhr war, besprachen wir die Möglichkeiten bei einem Bier und da es zu regnen begann, nahmen wir gleich noch eines gg. Wir haben etwas von Kathis Eltern. Wie soll ich sagen? Nach den paar Bieren waren wir Feuer und Flamme und buchten den Tripp einfach .
Das ganze wurde dann mit unseren neuen Bekanntschaften bei einem Almuerzo (Mittagsmenü) um sagenhafte 2 Euro besiegelt, kein Bier bevor wir noch was buchen gg!
Am nächsten Morgen ging es dann zu sechst zuerst zum Cafe Tortuga um zu frühstücken und danach zur Agency, wo wir gleich mal mit einer schlechten Nachricht begrüßt wurden. Leider hat es zu viel geregnet und wir konnten nicht den Canyon befahren, den wir gebucht haben. Die Route wurde kurzer Hand umgebucht und als Entschädigung war die Agentur "Caveman" so fair und gab uns zehn Dollar pro Person zurück, da die andere Tour billiger ist. Um zu dem Einstieg zu kommen fuhren wir mit dem Rave-Opa 20 Minuten durch die Wildnis und mussten dann noch mal so 30 Minuten durch den Dschungel um an den Fluss zu gelangen.
Nach einer kurzen Unterweisung ging es dann auch schon los und es war richtig lustig. Wir fuhren rund dreieinhalb Stunden durch einen wunderschönen Canyon. Das Raften war ebenso ein Traum und der gebotenen Lunch am Ufer nach der ersten Hälfte sehr gut.

Am Weg zum Fluss!

Am Weg zum Fluss!

Weit abgeschlagen im hinteren Drittel Fabio und Gloria. Fabio hat sich die tiefsten Löcher ausgesucht und so dann auch ab und an seine Schuhe aus dem Dreck ziehen müssen haha.

Weit abgeschlagen im hinteren Drittel Fabio und Gloria. Fabio hat sich die tiefsten Löcher ausgesucht und so dann auch ab und an seine Schuhe aus dem Dreck ziehen müssen haha.

Eine von vielen Hängebrücken die über den Fluss führen. Aber eine der wenigen die man auch ohne Angst überqueren kann.

Eine von vielen Hängebrücken die über den Fluss führen. Aber eine der wenigen die man auch ohne Angst überqueren kann.

Hier der Beweis, dass die Brücke hält. Die Truppe voll motiviert.

Hier der Beweis, dass die Brücke hält. Die Truppe voll motiviert.

Aussicht während der ganzen Tour!

Aussicht während der ganzen Tour!

Ab und an ging es schon ganz schön zur Sache.

Ab und an ging es schon ganz schön zur Sache.

Mittagessen. Das Boot wurde einfach auf den Kopf gestellt und zu einer Anrichte umfunktioniert.

Mittagessen. Das Boot wurde einfach auf den Kopf gestellt und zu einer Anrichte umfunktioniert.

Alle hundert Meter ein Wasserfall oder Wasser das einfach so aus dem Berg raus rinnt. Die Regenzeit hat nicht nur Nachteile.

Alle hundert Meter ein Wasserfall oder Wasser das einfach so aus dem Berg raus rinnt. Die Regenzeit hat nicht nur Nachteile.

Abstecher nach Baños

Da Tena zwar nett ist, von uns jedoch nur zum Raften prostituiert wurde, fuhren wir für einen kurzen Abstecher nach Baños. Erstens verkürzen wir so die Strecke nach Guayaquil, von wo aus wir den Bus nach Lima am Freitag erreichen müssen, und zweitens wollten wir noch was machen bevor wir Ecuador wieder verlassen.
"The early bird caches the worm", gemäß dem Motto sind wir früh auf und haben um acht Uhr den Bus genommen.
Dank an Matthias. Wir haben einfach mal das selbe Hostel wie du genommen und der Tipp war Gold wert. Eine der schönsten Unterkünfte bis dato. Der Ort bzw. die Stadt selbst ist nett, sehr touristisch aber das muss ja aus unserer Sicht nicht immer ein Nachteil sein. Als wir am Abend durch die Stadt spazierten, machte diese auf uns den Eindruck einer Filmkulisse. Mit etwas Schnee (natürlich viel zu warm hier) könnte es eine amerikanische Kleinstadt um die Weihnachtszeit darstellen. Was der Alkohol aus zwei vernünftigen, jungen, ambitionierten Menschen machen kann !
Heute war es dann so weit. Obwohl Kathi bis zum Schluss durchhalten wollte, habe ich sie davon überzeugt es doch zu tun. Geduld, Geduld liebe Leut. Wir waren ...............................................................................................................................................................................................................................................???? beim Friseur haha, für sagenhafte sechs US Dollar (alle beide!!!). Wobei mein "Schnitt" drei ausmachte und der von Kathi nur zwei, plus Trinkgeld dann eben sechs. Dafür waren wir mal wieder die Sensation. Ich todo completo = Kopfschmuck inklusive Bart weg und Kathi Rihanna Schnitt.
Man muss sich vorstellen: es saßen ca. acht Leute beim Friseur und der Lärmpegel war dementsprechend hoch. Als wir jedoch vor der Chefin am Stuhl Platz nahmen, wurde es mucksmäuschen still und alles starrte gespannt auf uns. Erklär mal einem Frisör, was du von ihm willst, wenn du dessen Sprache nicht kannst! Das kann ja nur heiter werden Danach kurzes Gelächter und es ging munter weiter. Nachdem wir fertig waren wurden wir von allen begutachtet und für gut befunden. Mir wurde sogar gesagt, dass ich wieder um fünf Jahre jünger aussehe, gefolgt von lautem Gelächter haha. Wir hatten auf jeden Fall richtigen Spaß mit den Leuten. Alle wünschten uns immer noch mit einem Grinsen im Gesicht einen schönen Abend.
Am zweiten und letzten Tag borgten wir uns Räder, erkundeten die Gegend und gingen in die Therme. Man darf sich hierzu jetzt nicht Loipersdorf oder so vorstellen, aber immerhin kommt das Wasser mit geschätzten 40° Celsius aus dem Berg und zwar ungefiltert. Dadurch erinnern die Becken eher an Froschlacken, aber damit bekommt das Ganze einen eigenen Charm.

Radtour rund um Banos. Endlich wieder mal Radfahren juhuuuuuuuuuu!

Radtour rund um Banos. Endlich wieder mal Radfahren juhuuuuuuuuuu!

Sorry Rudi, diesmal nur von außen. Ich bin auch auf dem Bild rechts mit dem Radl als Beweis.

Sorry Rudi, diesmal nur von außen. Ich bin auch auf dem Bild rechts mit dem Radl als Beweis.

Hier Loipersdorf a la Südamerika. Links das heiße Becken mit rund 40° C und rechts am Rand zu erkennen das etwas kältere mit ca. 30 bis 32° C.

Hier Loipersdorf a la Südamerika. Links das heiße Becken mit rund 40° C und rechts am Rand zu erkennen das etwas kältere mit ca. 30 bis 32° C.

Es heißt Abschied nehmen!

So schön langsam aber sicher müssen wir den Tatsachen ins Auge sehen. Die Zeit vergeht viel zu schnell und wir "müssen" Ecuador auch schon wieder verlassen. Am 13.12.2013 brechen wir von Banos aus auf nach Guayaquil um gleich im Anschluss weiter nach Lima zu fahren, wenn alles gut geht. Das heißt wir haben einen 34 bis 36 Stunden Busmarathon vor uns.
Der Bus von Banos fährt um 06:00 weg und braucht für die Strecke, laut Busunternehmen sechs Stunden und unser Bus von Guayaquil nach Lima startet um 14:00. Wir hoffen es geht sich alles aus! Fall ja, lest ihr von uns das nächste mal abermals aus Lima. Da werden wir Flo und Rep empfangen, die für ein Monat mehr oder weniger mit uns reisen werden.

Übrigens, das ist das Badeoutfit. Hier muss jeder eine Badehaube tragen. Wir wissen nur nicht warum? Um die Becken nicht zu verschmutzen oder damit der Kopf sauber bleibt gg.
So Long 
Kathi und Gernot

Übrigens, das ist das Badeoutfit. Hier muss jeder eine Badehaube tragen. Wir wissen nur nicht warum? Um die Becken nicht zu verschmutzen oder damit der Kopf sauber bleibt gg.

So Long
Kathi und Gernot

© Gernot u. Kathi, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Reisen veredelt den Geist und räumt mit allen anderen Vorurteilen auf. Oscar Wilde (1900 - 1956). Unser Traum wird wahr, wir reisen ab Ende August einmal um die Welt und laden alle diejenigen ein, die ebenfalls eine solche Reise machen möchten und nach Infos suchen, aber auch jene die gerne von der Couch aus reisen und uns rund um den Globus begleiten möchten.
Details:
Aufbruch: August 2013
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: Juni 2014
Reiseziele: Argentinien
Chile
Brasilien
Bolivien
Peru
Ecuador
Neuseeland
Cookinseln
Australien
Thailand
Laos
Singapur
Philippinen
Österreich
Der Autor
 
Gernot u. Kathi berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.