Rund um die Welt in 365 Tagen

Reisezeit: September 2005 - September 2006  |  von Markus Kloss

Bolivien 08.07.06 - 14.07.06: Uyuni Salzwueste 08.07.06 - 10.07.06

Einer der Hauptanziehungspunkte von San Pedro ist neben den bereits erwaehnten Ghesieren, das hier auch der Ausgangspunkt fuer mehrtaegige Wuestenexpeditionen in Bolivien ist. Und so haben auch wir uns einer dieser Fahrten angeschlossen.

Grenzkontrollpunkt nach Bolivien

Grenzkontrollpunkt nach Bolivien

Zunaechst gab es jedoch ersteinmal eine Fruehstuecksstaerkung, waehrend dessen die Grenzformalitaeten geklaert wurden. Deutlich entspannter als bei der Einreise nach Chile aus Argentinien, wo der ganze Bus entladen werden musste und alle Gepaeckstuecke durch einen Scanner wie im Flughafen liefen das auch keiner irgendwelche Fruechte oder Pflanzenprodukte reinschmuggelt. War ein lustiges Bild als aus Argentinien kommend alle anfingen ihre Vorraete an der Grenze aufzufuttern und ein froehlicher Tauschhandel "Biete Sandwich" "Suche Apfel" bluehte. Aber nicht hier an der Grenze zu Bolivien, hier war eher, auch im Zimmer der Grenzbeamten, der leichte Geruch von Grass zu riechen.
Aber ersteinmal wurde sich mit einem Fruehstueck gestaerkt und das in der gewohnten Montur, fast Vollwaermeschutz. Denn auch hier gab es wiedereinmal keine Heizgelegenheit.

Und dann ging es los. Ueber etliche Gebirgsseen (hoechster Punkt auf dieser Fahrt lag bei rd. 5.400 Meter) die alle unterschiedliche Farben hatten. Wurde uns auch erklaert warum das so ist, hat was mit Sulfaten usw. die im Wasser bzw. nicht im Wasser geloest sind zu tun. Habe ich aber leider wieder vergessen wie das genau ist. Bin halt kein Chemiker. Die unterschiedlichen Farbgebungen (wie eingefaerbt) haben mir aber auch ohne dies Wissen gefallen.

Blaue Lagune mit Dream Team Deutschland, NZ und Australien

Blaue Lagune mit Dream Team Deutschland, NZ und Australien

Rosa Lagune in der sich passend zur Farbe einige Flamingos tummelten.
Ich dachte bislang das dies eher tropische Voegel sind und nicht das diese auch Temperaturen von -20 Grad problemlos ueberstehen. Ja auch hier war es nachtsueber so kalt und wiedereinmal ohne Heizung.

Rosa Lagune

Rosa Lagune

Da brat mir doch einer einen Flamingo

Da brat mir doch einer einen Flamingo

Neben den Flamingos war eine andere Tiergattung ueberall praesent, die man hier allerdings auch eher erwartet hat.

Die Wolle haette ich wohl gerne als Pelz gegen die Kaelte gehabt
Geschlafen wurde in Hotels die ganz aus Salz gebaut waren. Salzwaende, Salzstuehle, Salztische und auch Salzbetten. Da darf man nicht mit den Getraenken kleckern. Sonst ist das betreffende Moebelsteuck einfach weggeschmolzen.

Unser Hotel sah fast so aus

Unser Hotel sah fast so aus

Einrichtung eher karg aber sehr funktionell

Einrichtung eher karg aber sehr funktionell

Neben den farbigen Lagunen, eine Wueste so weit das Auge reicht. Nur als uns der Fahrer ein Loch im Salz zeigte und das Wasser in diesem froehlich plaetscherte wurde uns doch ein wenig mulmig. Haelt Salz wirklich so gut wie Eis? Wir wurden beruhigt das hier sogar Flugzeuge landen.

Und dann, auch in der Salzwueste habe ich sie gefunden, die Gipfelmaus die kurzfristig ihre Tarnung von weiss nach rosa aufgegeben hat um im Bild besser zur Geltung zu kommen. Erstaunlich das es diese Viecher ueberall gibt. Nepal, NZ und jetzt in Bolivien.

Und auch einige Spielereien durften nicht fehlen. Der letzte im Bild hatte ganz schoen lange zu laufen bis das alles passte. Wurde ihm wenigstens warm bei.

Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum

Und hier gab es es dann endlich auch einen Sonnenaufgang fuer den es sich gelohnt hat frueh aufzustehen.

Der Kaktus und ich noch im Schatten

Der Kaktus und ich noch im Schatten

Und letztendlich Sonnenaufgang in der Salzwueste.

Die letzte Etappe unserer Fahrt fuehrte uns nach Uyuni welches gleichzeitig der Endpunkt dieser Tour war. Vorher wurde aber noch Stop auf dem Eisenbahnfriedhof gemacht.

Wenn die Chinesen wuessten was hier noch fuer Stahlvorraete schlummern...
Aber der unerschrockene Lokomotivfuehrer Jim Knopf nein nicht Jim Knopf sondern ... haette sicherlich alles verteidigt

Wieder in der Zivilisation angekommen praesentierte sich Bolivien in den typischen bunten Trachten mit kleinen Huetchen und dicken Roecken. Warum nur noch die Frauen die herkoemmlichen Kleidungsstuecke tragen, keine Ahnung. Bei den Maennern waren nur noch Jeans und Pullover zu sehen. Schade haette mich interessiert wie das bei Ihnen ausgesehen hat.

Fleischhandel auf der Strasse

Fleischhandel auf der Strasse

Und da ist es das Huetchen

Und da ist es das Huetchen

Da am Ankunftstag gerade ein Volksfest beginnen sollte dachten wir, das es eigentlich kein Problem sein sollte ein Busticket aus dem Ort heraus zu bekommen. Denkste, mit Glueck hatten wir noch die letzten beiden Plaetze in der letzten Reihe ergattert und sassen direkt neben einer leicht uebergewichtigen Bolivomama, mit der die ganze Nacht ueber ein Kleinkampf ueber die Platzverhaeltnisse auf meinem Sitz ausgetragen werden musste.
Interessant war auch das, kaum war der Kartenkontrolleur durchgegangen, krochen einige Schwarzfahrer wie aus dem Nichts aus der Hutablage oder hinter den letzten Sitzen hervor (hatte ich gar nicht bemerkt das hinter mir noch einer lag) und haben sich so eine Freifahrt im Gang erschlichen. Zum Glueck waren wir bereits vor Fahrtantritt gewarnt worden dass die Heizung in den Bussen meist nicht funktioniert und so hatten wir unsere Schlafsaecke mit in den Bus genommen und dies war auch gut so, denn die Scheiben des Busses froren ueber Nacht vollstaendig zu, so dass nichts mehr bis auf Eiskristalle zu sehen war. Auch der Bus selber war wohl eher eine Sonderausgabe. Extra hochgelegt um mehr Bodenfreiheit zu haben und diese war auf der Strecke nach Laz Paz auch noetig, denn wir wurden ordentlich durchgeschuettelt und hatten teilweise das Gefuehl in einer Achterbahn zu sitzen.

© Markus Kloss, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
in 20 h werde ich mich auf den Weg machen, den Weg die Welt zu erkunden und neue Eindrücke zu gewinnen. Mein Ziel ein Jahr lang einmal Rund um die Welt (rechtsherum) nein nicht mit dem Boot sondern per Flieger, Bus den Füßen und was noch alles dazu kommen mag und später sagen zu können „Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum“. Damit der Kontakt zu Euch nicht ganz abreißt werde ich regelm. diese Seite um die neu gewonnen Eindrücke aktualisieren. Keep in touch Markus
Details:
Aufbruch: 16.09.2005
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 13.09.2006
Reiseziele: Weltweit
Nepal
Indien
Thailand
Laos
Vietnam
Kambodscha
Australien
Neuseeland
Fidschi
Vereinigte Staaten
Kuba
Mexiko
Argentinien
Chile
Bolivien
Peru
Ecuador
Brasilien
Der Autor
 
Markus Kloss berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
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