Rund um die Welt in 365 Tagen

Reisezeit: September 2005 - September 2006  |  von Markus Kloss

Peru 22.07.06 - 07.08.06: Arequipa - Machu Pichu 22.07.06 - 31.07.06

Nach den mittlerweile schon bekannten Grenzformalitaeten zwischen Chile und Peru ging es zum Glueck ohne Verspaetung gleich weiter nach Arequipa.
Dort angekommen vernahm man bereits am fruehen Morgen Marschmusik, wo die wohl herstammt? An einem Sonntag?
Also der Musik gefolgt und auch gleich fuendig geworden. Am Hauptplatz war die jeden Sonntag stattfindenen Parade im Gange. Die Kirche hat demnach hier nicht viel zu sagen

Sonntagsparade

Sonntagsparade

Hierzu muessen die Schulen, "Behoerden", Unternehmen etc. jeweils eine Delegation bereitstellen.
Im Moment wird diese Parade besonders ernst genommen, da die beste Formation jeder Stadt diese am kommenden Wochenende in der Provinzhauptstadt beim Unabhaengigkeitstag vertreten darf.
Also ein echter Anreiz.
Das mit dem Unabhaengigkeitstag hat allerdings auch eine negative Seite. Es herrscht die ganze Woche ueber Schulferien und viele Peruaner nutzen diese Moeglichkeit Verwandte zu besuchen. Und das wiederum nutzen auch gleich die Busgesellschaften aus um Ihre Fahrtpreise um bis zu 100% zu erhoehen. Schoene Sch... denn da kommt man nicht herum und das Budget wird uebermaessig stapaziert. So etwas sollte man sich bei uns zu haus vorstellen. Da waere das Geschrei in den Zeitungen gross. Okay an die steigenden Benzinpreise zum Ferienanfang hat man sich auch gewoehnt. Aber warum gehen die eigentlich nach dem Ferienanfang nicht wieder runter?
Von Arequipa aus gings weiter zum Colca Canyon der fuer seine Condoro (Voegel) bekannt ist. Diesem Ereignis stand leider wieder einmal eine Busfahrt bzw. in diesem Fall eine Exkursion bevor. Ja hier wird jede organisierte Fahrt gleich Exkursion genannt und da der Canyon etwas ab vom Schuss liegt dauerte diese Ausfahrt gleich zwei Tage und war eigentlich mehr eine Verkaufsveranstaltung da man an jedem Haltepunkt von Verkaeufern belagert wurde, die einem zum zigten Mal eine Decke, Pullover, Handschuhe etc. anboten.
Gerne wird dabei auch versucht die Aufmerksamkeit mit Kindern oder Tieren auf sich zu lenken, die eigentlich besser in der Schule aufgehoben waeren. (Natuerlich nur die Kinder.) Wenn man es eigentlich richtig sieht, Kinderarbeit vom feinsten auch wenn sie nichts machen muessen als rumsitzen.

Lockmittel No.1 Kind

Lockmittel No.1 Kind

Lockmittel No.2 Tier

Lockmittel No.2 Tier

Morgentanz/ Sport?

Morgentanz/ Sport?

Oder aber den Touristen Taenze vorzufuehren. In diesem Fall morgens um kurz vor 6.00 Uhr. Aber vielleicht ist es ja nur der Fruehsport vor der Schule.


Als wir dann bei den Condoren ankamen war noch nichts von diesen zu sehen. Lag wohl daran das die Thermik fuer Sie noch nicht aureichend stark war. Aber dann kamen Sie doch

Condor

Condor

4 Meter Spannweite und rd. 14 Kg schwer. Das die ueberhaupt abheben koennen.
Man hat sich bei der Beobachtung nur irgendwann gefragt wer eigentlich wen beobachtet. Denn von einem ruhigen beschaulichen Ereignis war diese Tour weit entfernt und tendierte eher zum Massenereignis.

Nur ein Teil des Besuchertreks

Nur ein Teil des Besuchertreks

Zurueck in Arequipa ging es am gleichen Tag im Nachtbus weiter nach Nasca. Ja so kann man einfach Geld bei den Uebernachtungen sparen. Und wenn man dann noch das Glueck hat in einem nicht ueberfuellten Bus zu sitzen findet man sogar ein wenig Schlaf.
Nascar ist fuer seine Zeichnungen bekannt, die mitten in der Wueste und nur aus der Luft zu sehen sind. Blieb also nichts weiter uebrig als hierfuer in die Luft zu gehen. Nein nicht vor Aerger.

Wann Die wohl das letzte mal gewartet wurde?

Wann Die wohl das letzte mal gewartet wurde?

Und dann tatsaechlich zuerst sah man nichts,

Nur Huegel?

Nur Huegel?

beim richtigen Blickwinkel aber sah man doch ploetzlich dochetwas.

Der Astronaut

Der Astronaut

Das Insekt

Das Insekt

Einige dieser Bilder sind bis zu 200 Meter lang bzw. breit. Schon erstaunlich das diese Bilder nach etlichen hundert Jahren noch so gut erkennbar sind. Wo doch ansonsten alle Spuren in der Wueste innerhalb kuerzester Zeit verweht oder mit Sand bedeckt sind. Oder wird da den Touristen zuliebe etwas nachgeholfen?


Am gleichen Abend sollte es dann auch schon weiter nach Cusco den Anfangsort des Inca Trails zum Machu Pichu gehen. Ich weiss momentan geht es bei mir etwas zuegig quer durch die Landschaft, aber manche Orte haben neben einer einzelnen Attraktion einfach nichts zu bieten, so dass es nicht schwer faellt, einfach weiterzufahren. Also dachte ich mir gehst halt schnell zur Busstation und buchst ein Ticket. Denkste auf Grund des am Wochenende anstehenden Nationalfeiertags waren bereits zum Anfang naechster Woche alle Busse nach Cusco ausgebucht. Zum Glueck habe ich dann doch noch ein kleines Busunternehmen gefunden, welches einen Platz frei hatte. Der Bus sollte sogar ueber eine Toilette und ueber einen Essenservice waehrend der Fahrt verfuegen. Wurde jedenfalls beim Verkauf des Tickets versprochen.
Und da kam euch gleich wieder Grundregel eins beim Reisen in Suedamerika zu tragen. Traue keinem Reisebuero, Travel Agent etc. und lass dir alles aufschreiben und unterschreiben was du bezahlt hast und dir versprochen wurde. Denn im Zuge des Verkaufs wird einem frech ins Gesicht gelogen und im nachhinein kann sich keiner mehr dran erinnern was versprochen wurde. Nur in diesem Fall half mir das auch nicht weiter. Stand zwar alles auf den Ticket und natuelich haette ich das Ticket zurueckgeben koennen aber es war halt das einzige was noch erhaeltlich war. Also rein in den Bus, der ueber keines der Komfortmerkmale verfuegte und zudem maslos ueberfuellt war. Im Gang wurde auf dem Boden gesessen und zwei Sitzplaetze von drei Personen geteilt. Fotos leider keine, wollte lieber keine Besitztuemer zeigen die irgendweinen Gegenwert wiederspiegelten.


Und an dieser Stelle wird es wieder Zeit fuer ein Special Transport. Habt ihr doch schon alle drauf gewartet gelle. In Peru gibt es eine Besonderheit das bei den etwas besseren/ sichereren Busunternehmen vor der Fahrt von jedem Fahrgast eine Videoaufzeichnung gemacht wird bei der dann jeweils auch der Name gesagt wird. In einem Fall wurde dies noch getoppt, dass vor dem besteigen des Busses jeder einen Fingerabdruck abgeben musste. Da haben sie wohl ein wenig zu sehr bei den Grenzformalitaeten in den USA zugeschaut. Wozu das alles veranstaltet wird? Dienen die Bilder als die letzten Bilder falls etwas passieren sollte, oder sind hierdurch moeglichen Entfuehrer leichter zu ueberfuehren? Zu einem sicherern Gefuehl hat dies Verhalten zumindest bei mir nicht beigetragen.


In Cusco angekommen ging es gleich dran, einen noch moeglichen freien Platz auf dem Inca Trail zu orten. Leider vergeblich alles bis Mitte/ Ende August ausgebucht, aber man koennte ja einen Alternativroute machen. Nur das diese halt nicht an den einzelnen Inca Staetten vorbeikommt die nur auf dem Inca Trail liegen. Kostenpunkt waere fuer beide Treks rd.320 US $ gewesen. Stolzer Preis fuer 3 1/2 Tage wandern. Aber hier in Cusco scheint alles was irgendwie mit den Incas zu tun hat mit Gold aufwiegbar zu sein. Und es wird ganz unverholen ein riesen Geschaeft damit gemacht, dass man ueber eine der Touristenattraktionen Amerikas vefuegt. Wenn denn nicht den Incatrail, dann wollte ich doch zumindest die verlorene Staette der Inca "Machu Pichu" sehen. Gar nicht einfach wenn man dies nicht als Paket bei einem Reiseanbieter kaufen will, da guenstiger Weise der Verkaufsschalter fuer die Zugtickets (einziges Verkehrsmittel zum Machu Pichu wenn man nicht wandert)und das Ticketbuer fuer die Eintrittskarten an unterschiedlichen Stellen in der Stadt liegen, so dass wenn man alles alleine kauft leicht passieren kann das man ein Zugticket aber keine Eintrittskarte oder umgekehrt besitzt. Da es im freien Verkauf aufgrund des Nationalfeiertags eh keine Eintrittskarten mehr gab, musste ich wohl oder uebel zum Reisebuero, wo es kein Problem war. Welch ein Wunder...
Kostenpunkt 150 US $ fuer eine 3 h Zugfahrt und das Eintrittsticket. Hier scheint wirklich alles aus Gold zu machen zu sein. Bevor es aber losging hatte ich noch Zeit einige Tage die Stadt, ...

Cusco

Cusco

Plaza die Armas (diesen Platz hat scheinbar jede Stadt/ Dorf in Suedamerika)

Plaza die Armas (diesen Platz hat scheinbar jede Stadt/ Dorf in Suedamerika)

Innenstadt

Innenstadt

... und die umliegenden Incastaetten zu besichtigen.

Incastaette Sacsayhuaman

Incastaette Sacsayhuaman

In Aquas Caliente (Ja auch hier gibt es Hot Springs) oder eigentlich Machu Pichu angekommen erwartete man einen fuer Touristen rausgeputzen Ort. Nicht so jedoch in Suedamerika. Zwar drehte sich alles um die Touristen, aber rausgeputzt...

Einfahrt in den Ort

Einfahrt in den Ort

Ganz schnell sah man aber was eigentlich hinter der Fassade der ersten Reihe steckte, Gebaut wurde ueberall und wenn man sich die Baustellen etwas genauer anschaut handelt es sich wohl eher um eine Dauerbaustelle.
Aqua Calientes ist dementsparechend zum uebernachten nur bedingt empfehlenswert, wuerde es nicht den Aufenthalt in den Inca Ruinen etwas verlaengern. Denn bleibt man nicht ueber Nacht hier, hat man nur max. 3h in den Ruinen denen gegenueber 8h Fahrtzeit stehen.

Eine der vielen Baustellen

Eine der vielen Baustellen

Blick auf die Machu Pichu

Blick auf die Machu Pichu

Blick von der anderen Seite diesmal etwas dichter

Blick von der anderen Seite diesmal etwas dichter

Kommt man jedoch oben auf den Berg an, ist all der Aerger uber Eintrittspreise, Transportmittel etc. schnell vergessen und man ist ertseinmal ueberwaeltigt was da in 150 Jahren Bauzeit geschaffen wurde. (Tja damals hatte man noch zeit zu bauen!)
Um eine Gefuehl fuer die Groesse der ehem. Stadt zu bekommen habe ich dann keine Muehen gescheut und bin auf den gegenueberliegenden Berg geklettert. Hat mich eine Menge Puste gekostet. 1 h lang "treppauf". Die Aussicht hat sich aber gelohnt.
Am schoensten war es als es Abend wurde und immer weniger Touristen in der Incafestung herumturnten.

Teile von Machu Pichu

Teile von Machu Pichu

Die umliegenden Berge werden fast staendig von dem sog. Nebel Wald umgeben, so dass man sich gluecklich schaetzen kann ein Bild zu bekommen das einigermassen Sicht auf die Staetten erlaubt.


Nach einer Uebernachtung in Aqua Caliente ging es auch schon weiter nach Lima.

© Markus Kloss, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
in 20 h werde ich mich auf den Weg machen, den Weg die Welt zu erkunden und neue Eindrücke zu gewinnen. Mein Ziel ein Jahr lang einmal Rund um die Welt (rechtsherum) nein nicht mit dem Boot sondern per Flieger, Bus den Füßen und was noch alles dazu kommen mag und später sagen zu können „Träume nicht dein Leben sondern lebe deinen Traum“. Damit der Kontakt zu Euch nicht ganz abreißt werde ich regelm. diese Seite um die neu gewonnen Eindrücke aktualisieren. Keep in touch Markus
Details:
Aufbruch: 16.09.2005
Dauer: 12 Monate
Heimkehr: 13.09.2006
Reiseziele: Weltweit
Nepal
Indien
Thailand
Laos
Vietnam
Kambodscha
Australien
Neuseeland
Fidschi
Vereinigte Staaten
Kuba
Mexiko
Argentinien
Chile
Bolivien
Peru
Ecuador
Brasilien
Der Autor
 
Markus Kloss berichtet seit 18 Jahren auf umdiewelt.
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