Auf Bummeltour in den Süden Frankreichs

Reisezeit: Mai 2016  |  von Ulrike S.

Provence & Camargue: Wandertag am Fuße der Alpilles

Der Mistral bläst unvermindert und sorgt neben einem stahlblauen Himmel für Frösteltemperaturen. Das Sanitärgebäude des Campingplatzes ist mollig warm beheizt und unser Frühstück findet heute wieder indoor statt. Wir entscheiden uns dennoch für eine Wanderung. Jedoch nicht wie ursprünglich geplant über die Höhenzüge der Alpilles. Hier dürfte es nämlich ziemlich zugig sein. Statt dessen greifen wir einen der Vorschläge auf, die an der Rezeption erhältlich sind und starten zu einer 9 Kilometer langen Rundtour direkt ab Mausanne-les-Alpilles. Wir wandern dabei zunächst aus dem Ort hinaus und in Richtung Golfplatz. Diesen dürfen wir auf einem offiziellen Weg auch durchqueren und können dabei den Golfern ein wenig über die Schulter schauen.

Auf Schusters Rappen geht es zum Ort hinaus

Auf Schusters Rappen geht es zum Ort hinaus

Immer im Blick - die Ruine von Les Baux-de-Provence

Immer im Blick - die Ruine von Les Baux-de-Provence

Vorbei an Olivenhainen und Weinbergen erreichen wir die Zufahrtsstraße nach Le-Baux-en-Provence. Hier ist heute am Pfingstsonntag der sprichwörtliche Teufel los. Besuchermassen pilgern hinauf und wir sind froh, dass wir die Straße hier nur kurz streifen. Wir biegen wieder auf einen Wanderweg ab und umrunden das Bergmassiv etwas unterhalb der Burgruine. Kaum haben wir die Straße ein paar Meter hinter uns gelassen, ist es wieder wunderbar ruhig und wir begegnen nur vereinzelten Wanderern. Auf einem Fels-Vorsprung gibt es schließlich ein Panorama-Picknick par Excellence.

Heute ist der Besucherandrang zur Ruine und dem Dorf Les Baux riesig

Heute ist der Besucherandrang zur Ruine und dem Dorf Les Baux riesig

Picknick-Platz mit Aussicht

Picknick-Platz mit Aussicht

Über diverse Hügel mit vielen Ups-and-Downs gelangen wir schließlich wieder nach Mausanne-les-Alpilles hinunter. Eine wunderschöne Tour abseits von Touristenmassen, die heute jedoch ein wärmendes Jäckchen erforderte.

Nach einer kurzen Kaffeepause skypen wir mit unserer Tochter in Südkorea. Die Welt ist dank moderner Kommunikation schon ziemlich klein geworden. Dann genehmigen wir uns noch einen Apéro im Städtchen. Auf dem zentralen Platz vor der Kirche lässt es sich vortrefflich Leute gucken. Sehen und gesehen werden scheint hier das Motto zu sein.
Dann gibt es wieder einen "Brotsalat á la maison" - unser neues Resteverwertungsessen. Außerdem entscheiden wir uns für einen Verlängerungstag, um morgen das Fest Transhumance in St.-Rémy-de-Provence zu besuchen. Eine Art "Almauftrieb" der Wanderschäfer. Wir sind gespannt.

© Ulrike S., 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Im Mai 2016 war es wieder soweit und die Pfingstferien verbrachten wir ganz klassisch in Südfrankreich. Nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel" dauerte es diesmal allerdings fast zwei Wochen, bis wir "unser" Gruissan erreichten.
Details:
Aufbruch: 04.05.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 26.05.2016
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Ulrike S. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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