Endlich wieder eine große Reise: Indien-Bhutan-Nepal
31.03.2026: Agra - Delhi
Heute vor Sonnenaufgang geht es zum Taj Mahal—dafür hat uns unser guide ein Elektro-Tuktuk bestellt. In der Dunkelheit fahren wir bis zum Taj Mahal.
Vor dem Taj Mahal stehen Tuktuks bereit und natürlich jede Menge Lokalitäten und Geschäfte, die anschließend die Besucher „überfallen“
Unser guide hat die Tickets schon online geordert.
Der Preis ist 1300 IRP pro Person inklusive Mausoleum (ca 12 Euro)
(In dem Mausoleum darf natürlich nicht fotografiert werden)
So können wir ganz schnell rein und wir stellen erstaunt fest, dass es nicht sehr voll ist. Es hängt mit dem Iran-Krieg zusammen, das hören wir mal wieder.
Sonst wären mehr Touris hier.
Er hat immer neue Ideen—ganz der Profi—zwischendurch jammert er auch etwas wegen schlechter Zeiten..weniger Touris..weniger Einkommen für ihn…und…und..
Wunderschöne Geschichte zum Taj Mahal:
Das weltberühmte Mausoleum aus weißem Marmor ließ der Mogulkaiser Sha Jahan zwischen 1632 und 1653 als Grabmal für seine geliebte Frau Mumtaz Mahal errichten. Sie bekam in ihrer 19 jährigen Ehe 14 Kinder, von denen nur 7 das Erwachsenenalter erreichten.
Die Lieblingsfrau des Sha Jahan starb bei der Geburt ihres 14. Kindes.
Aus tiefer Trauer versprach der Kaiser ihr das schönste Grabmal der Welt.
Der Bau dauerte 22 Jahre und der weiße Marmor aus Rajastan wurde mit Edelsteinen aus ganz Asien verziert.
Tragisches Ende: der Kaiser wurde von einem seiner Söhne im Roten Fort in Agra eingesperrt und nach seinem Tod neben Mumtaz Mahal im Taj Mahal beigesetzt.
Das 14. Kind, welches Mumtaz das Leben kostete, ein Mädchen -wurde 75 Jahre alt!
Die meisten der anderen männlichen Kinder starben durch die Kämpfe um den Thron oder wurden hingerichtet.
Nach dem wirklich schönen Besuch und gefühlten 1000 Fotos des Taj Mahal frühstücken wir im Hotel.
Ich hatte mir ja eine Zugfahrt gewünscht—diese startet um 11 Uhr—der Bahnhof ist eigentlich nur wenige Kilometer entfernt.
Trotzdem holt unser guide uns schon um 9 Uhr ab.
Unsere Koffer passen leider nicht in den Kofferraum, da das Fahrzeug auf LPG umgerüstet ist, und so die Tanks im Kofferraum viel Platz wegnehmen.
Das erlebt man hier öfter—auch unser gestriger Fahrer hatte das.
So müssen die Koffer auf den Beifahrersitz und da sie nicht angeschnallt werden, piept es am laufenden Band
Nach ein paar Metern verspricht uns unser guide noch ein tolles Erlebnis: die Besichtigung einer Marmor-Manufaktur.
Ich befürchte, dass es sich da wieder um eine Verkaufsveranstaltung handelt…
Obwohl…ich nicht glaube, dass man erwartet Marmor im Gepäck mit nach Hause zu nehmen….
Ganz freundlich werden wir in die Werkstatt geführt, wo wir wieder einen fleißigen Arbeiter bei der Arbeit sehen
Die große Marmorplatte wird eingefärbt, damit man vorzeichnen kann und das besser sieht. Dann wird das Motiv sorgfältig ausgearbeitet. Anschließend die kleinen Teile eingelegt.
Dann führt er uns in den Verkaufsraum, zeigt uns kleine und größere Tische mit Marmorplatten und wirklich wundervollen Einlegearbeiten. Die Preise sind auch völlig okay—man verspricht uns auch alles zuzusenden, aber wir wollen nix kaufen!!
Als er sieht, dass wir nicht interessiert sind, führt er uns in den nächsten Raum. Hier gibt es kleinere Teile wie Schatullen und Untersetzer.
Als wir auch hier kein Interesse zeigen, werden wir grußlos und unfreundlich hinausbegleitet.
Wir sind bedient und signalisieren dies unserem guide auch.
Er möchte uns noch eine Manufaktur zeigen, aber wir winken ab.
Dann kommt er noch mal auf die schlechten Zeiten zu sprechen und meint, er könne sich ein Tip von 50 US$ gut vorstellen
Da ist selbst Thomas geschockt. Wir einigen uns auf 25 US$
Wohlgemerkt: als Tip —seinen Lohn bekam er schon von Ankit
Natürlich sind wir viel zu früh und sehr unsicher ob wir am richtigen Gleis sind-
Aber es gibt viel zu sehen
Züge kommen und fahren……wir passen gut auf unser Gepäck auf—
Sicherheitshalber fragen wir bei ein paar Einheimischen nach, ob wir auch am richtigen Gleis sind.
Wir fragen noch ein Zweites und ein drittes Mal nach.
Alle sind sehr, sehr nett und hilfsbereit —nach der 3. Bestätigung glauben wir es dann auch
Thomas hat Appetit auf Cola und Chips. Also wir mal der erste Kiosk angesteuert.
Für die Cola knöpft man Thomas erstmal 150 IDR ab.
Er stutzt kurz—zeigt auf das deutliche Preisschild am Kühlschrank: 60 IDR!
Entnervt gibt der Verkäufer ihm 10 IDR zurück—aber Thomas gibt nicht auf!
Er verlangt den vollen Preis zurück und gibt die Cola auch wieder zurück
Nächster Kiosk: Dort klappt es!
Er fragt, was eine Cola kostet: 60 IDR - na ja, es ist zwar 40 ausgeschildert, aber Thomas gibt sich „geschlagen“.
Jetzt macht sich Thomas einen Spaß draus:
Chips werden geordert….sie kosten je Tüte 40 IDR. Thomas zahlt zwei Tüten mit einem 500 IDR Schein. Flink sind die Finger des Verkäufers. Thomas kommt das schon komisch vor, nimmt die zusammengerollten Noten und dreht sich zur Seite. Schnell nachzählen. Und siehe da: nur das Wechselgeld bis 400 IDR.
Thomas dreht sich Richtung Verkäufer und der hält ihm dann schon „ertappt“ den fehlenden 100er hin. Thomas glaubt, dass der Verkäufer den beim Zahlen geschwind hat fallen lassen. Aus Entfernung sehen wir dann unseren Verkäufer, wie er sich mit einem Kollegen unterhält und in unsere Richtung schaut. Und dabei lächelt. Also: immer gut aufpassen. Seit Corona haben sich die Betrügereien in Indien explosionsartig vermehrt. Auch Taschendiebstähle.
Die Zugfahrt verläuft recht entspannt—der Zug ist überpünktlich—Ankit hat uns ein ‚Ticket 2. Klasse für 15 Euro p.P. Inkl Food geordert.
Das ist ganz angenehm—ähnlich wie in Deutschland
Das Essen…..najaaaaa
Insgesamt war die Zugfahrt nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich hatte die Zugfahrt von Sri Lanka in bester Erinnerung—in einem nostalgischem Zug, an dem die Leute außen hängen und der sich durch die Landschaft schlängelt —das war ein Reinfall—konnte ich aber nicht ahnen
Dieses Zugfahrt war wie eine in Deutschland
An der Endstation heißt es dann aussteigen!
Mit den schweren Koffern durch das Gedränge—es ist unglaublich!
Keine Großstadt der Welt hat so ein Gewusel! Wir müssen einige Treppen hinauf und hinunter.
Dann stehen wir draußen und …—wo finden wir nun unseren Abholer??
Schnell Ankit kontaktieren—Fehlanzeige! Kein Netz
Rings um uns ein Chaos—Gehupe—Gebrüll und Motoren…
Thomas möchte ein Taxi ordern, aber wir wissen nicht, welches Hotel für uns gebucht wurde.
Ich habe eine Idee: ich beschließe mal einen Hotspot zu schnorren
Das haben wir damals im Libanon auch gemacht—vielleicht ist mal einer so nett
Thomas hütet derweil die Koffer
Tatsächlich habe ich schon beim 2. jungen Mann, der gelangweilt hinter seinem Thresen sitzt, Glück
Ich erreiche Ankit, der uns mitteilt, dass der Fahrer genau am anderen Gate wartet.
Der Einfacherheit halber gibt er mir seinen Nummer und wir schicken ihm unseren Standpunkt.
Ein unglaubliches Gewühl: allein um auf die andere Straßenseite zu kommen, würde man ewig brauchen—nein—wir warten hier!!
Es dauert 45 Minuten bis der Fahrer uns erreicht. Wahrscheinlich waren es grade mal 200m Luftlinie
Wir sind etwas genervt und stornieren den Rest des Programms für heute.
Auch das morgige Programm, welches wir mit Thalia&Nicolas machen wollten, sagen wir ab.
Die beiden hatten wohl eine Horrornacht im Fahrzeug auf dem Weg von Pokhara nach Kathmandu. 7 Stunden durch die Berge und im Wettlauf mit der Zeit, da irgendwann die Straßen gesperrt werden sollten.
Ich bete, dass ihr Flug morgen pünktlich geht, damit wir zusammen nachmittags nach Kerala fliegen
| Aufbruch: | 19.03.2026 |
| Dauer: | 4 Wochen |
| Heimkehr: | 13.04.2026 |
Bhutan
Nepal