Endlich wieder eine große Reise: Indien-Bhutan-Nepal
28.03.2026: Tag 2
Nach der erfolgten, heißen Dusche einen Tag zuvor konnten wir trotz kalter Nacht einigermaßen ausgeruht in den Tag starten. Wir durchforsten die Karte, die uns der Guide erneut aushändigt und sind wieder einmal erstaunt über die Fülle des Angebots. Es hat schon fast den Anschein, wir würden uns in einem Bistro befinden.
Die Wahl fällt auf Porridge und Müsli, jeweils mit Früchten, dazu kommt etwas Honig. Genau das richtige für den anstehenden Marsch zum heutigen Ziel auf knapp 3050m: das Low Camp!
Nach einiger Zeit kommen wir zur ersten Rast an einem Teehaus. Wir bestellen Ingwer Zitronen Tee sowie einen Masala Chai mit Milch.
Der bronchiale Infekt bei Nicolas ist nach wie vor präsent und ein warmes Getränk tut hier mehr als gut. Trotz Regen können wir die einheimischen Guides beim Spielen eines Flipspiels beobachten - eine sehr spaßige Angelegenheit, die viel Platz zum Lachen bietet.
Wir durchstreifen weiter den nepalesischen Dschungel bzw. die Wälder, viel zu sehen gibt es aber ansonsten ehrlich gesagt nicht. Beeindruckend sind wieder einmal die Old Mans Beard Bäume mit ihren langen Flechten - Erinnerungen an unser
Trekking im Rwenzori Gebirge in Uganda werden wach, bei dem diese Bäume auch bestaunt werden konnten.
Wir steigen weiter auf und erreichen unseren Lunch Point im sog. Forest Camp. Hier wäre die erstbeste Gelegenheit für eine Übernachtung. Wir entscheiden uns aber dagegen und bleiben beim Mittagessen.
Das Forest Camp wirkt wie eine Hotelburg weit ab in den Bergen. Irgendwie schön, etwas surreal ganz abgesehen von den Anstrengungen, die die Errichtung der zahlreichen Unterkünfte mit sich bringen musste, da natürlich hier keine Straße mehr hinführt und alles per Mensch und/ oder Muli heraufgebracht werden muss.
Dem aufsteigenden Tourismus sei Dank, sodass sich diese Strapazen zu lohnen scheinen.
Eine typische Küche in den Bergen bzw. Teehaus - alle Gerichte, die wir über die Zeit dort probiert haben, waren deliziös.
Das Mittagessen besteht aus Knoblauchsuppe und Momos. Ein köstliches Mahl! Dazu wieder Tee und einen Milchkaffee.
Gestärkt geht es in die letzte Etappe unseres heutigen Aufstiegs und wir erreichen gegen frühen Nachmittag und ziemlich müde das Low Camp. Hier wirkt und ist schon alles deutlich mehr „Basic“, was aber in der Höhe natürlich nicht anders zu erwarten war.
Wir beziehen unser Zweibettzimmer und bekommen das Angebot für eine warme Dusche draußen auf dem Hof in einem kleinen Verschlag mit Hilfe einer kleinen Gastherme - natürlich gegen eine Gebühr.
Aufgrund der Erkältung und auch fürs allgemeine Wohlbefinden entscheiden wir uns dafür - die beste Entscheidung!
Trotz warmer Dusche ist es streng kalt im Diningroom und wir wickeln uns in vom Hüttenwirt angebotene Decken ein, da aufgrund des Irankrieges die Gasheizer nicht angestellt werden bzw. diese rationiert sind.
Wir bestellen unser Abendessen und verbleiben noch einige Zeit im Hauptraum zusammen mit einigen wenigen anderen Trekkern. Aktuell ist es aufgrund des Krieges sehr überschaubar was die Belegung der Unterkünfte angeht erklärt uns der Guide.
Wir besprechen unseren nächsten Tag und den bevorstehenden Weg zum High Camp abhängig vom Zustand der Erkältung.
Müde, etwas durchgefröstelt aber satt und glücklich verkriechen wir uns im Schlafsack und unter Decken und gehen wieder einmal relativ zeitig um ca 19 Uhr ins Bett.
Zum Nachtisch gibt es immer etwas Obst ein ein paar Stücke Köse, da Fardif sich gemerkt hat, dass wir diesen gerne essen.
| Aufbruch: | 19.03.2026 |
| Dauer: | 4 Wochen |
| Heimkehr: | 13.04.2026 |
Bhutan
Nepal