Endlich wieder eine große Reise: Indien-Bhutan-Nepal
27.03.2026: Tag 1
Um 5:30 Uhr klingelt der Wecker. Heute fahren wir mit dem Auto nach Pokhara und anschließend weiter nach Kande. Die Fahrt soll 7 Stunden dauern, wir stellen uns auf mehr ein, denn es kommt eigentlich immer etwas dazwischen. Der Fahrer und unser Porter Kriszna warten schon in der Lobby des Hotels auf uns. Kriszna ist noch jung, wir würden vermuten um die 20 Jahre und sehr schlank. Er prüft das Gewicht unserer Rucksäcke und sagt „No Problem“. Nagut, wir haben schon ein schlechtes Gewissen, aber laut Udaya kann er bis zu 18 kg Gepäck tragen, da sollten wir noch drunter liegen. Wir haben jede Menge warme Klamotten, einen warmen Schlafsack und natürlich die Fotoausrüstung dabei, wobei Nicolas diese tragen muss, damit sie immer griffbereit ist.
Etwas verspätet um 06:20 Uhr starten wir. Ein Frühstückspaket für die Fahrt haben wir auch noch vom Hotel bekommen. Durch Kathmandu kommen wir sehr gut durch, da scheinen noch alle zu schlafen. Auch die ersten drei Stunden vergehen wie im Flug, der Fahrer fährt aber auch einen heißen Reifen mit seinem Suzuki. Wir düsen durch die Berge an den Reisfeldern vorbei und durch viele kleine Städte und Dörfer, immer hupend und die vielen Lastwagen und Busse überholend.
Doch dann stehen wir plötzlich auf den Serpentinen im Stau. Ziemlich bald drängeln sich auch schon die Krankenwagen durch die wartenden Fahrzeuge. Das ist gar nicht so einfach, wenn es keine definierten Spuren gibt und jeder so weit vorne wie möglich stehen möchte. Nach einer dreiviertel Stunde Warterei geht es aber auch schon weiter. Wir sehen nicht, was passiert ist (ist vielleicht auch besser so). In der nächstgrößeren Stadt machen wir dann nach ungefähr 4 Stunden Fahrt unsere erste Pause. Wir trinken einen schnellen Kaffee und beobachten den Verkehr auf den Straßen und die Menschen in und vor dem Restaurant. Überall wird gekocht, gespielt oder einfach nur rumgesessen, die Atmosphäre ist beeindruckend, hier kann man abseits vom Tourismus das richtige Leben beobachten.
Nach der kurzen Pause werden die Straßen besser, die Geschwindigkeitsbegrenzungsschilder werden gekonnt ignoriert und wir fahren mit teilweise 120 anstatt der vorgeschriebenen 40 km/h in Richtung Pokhara. Weitere zwei Stunden später erreichen wir die Stadt und sammeln unseren Guide, einen weiteren jungen Burschen um die 25 Jahre, am Straßenrand ein. Er stellt sich als Fardif vor und quetscht sich zu uns auf die Rückbank des Suzuki. Später erfahren wir, dass er 29 Jahre alt ist.
Zum Glück haben wir nur noch eine dreiviertel Stunde Fahrt bis nach Kande vor uns, bis wir endlich mit der Wanderung beginnen können.
Insgesamt haben wir nun eine 7-stündige Tour hinter uns und wie es nicht anders sein soll, fängt es auch direkt an zu regnen, sobald wir losgegangen sind. Also Regenponchos raus und weiter geht’s. Insgesamt legen wir noch 600 Höhenmeter bis zu unserem ersten Camp zurück, in dem wir kurz vor 17 Uhr eintrudeln. Da es durchgehend geregnet hat, haben wir leider nicht so viele Fotos gemacht. Die Strecke war zum Reinkommen aber angenehm und nicht zu lang.
Das Camp liegt auf 2150 Metern und ist sehr gemütlich, wir bekommen sogar ein Doppelzimmer mit Bad und im Gemeinschaftsraum steht ein großer Ofen, an dem wir unsere nassen Klamotten trocknen können. Da wir uns das Mittagessen gespart haben, bestellen wir schon zu 17:30 Uhr das Abendessen. Dort können wir aus einer großen Karte auswählen, was wir möchten. Fardif weist uns noch darauf hin, dass wir aber so bestellen sollen, dass nichts übrig bleibt, da es ein großer Aufwand ist, Essen und Getränke hier hochzubekommen. Wir bestellen uns gebratene Nudeln und Dal Bhat. Natürlich essen wir alles auf, sitzen noch ein Weilchen am warmen Ofen und fallen schließlich auch schon gegen 19 Uhr ins Bett.
| Aufbruch: | 19.03.2026 |
| Dauer: | 4 Wochen |
| Heimkehr: | 13.04.2026 |
Bhutan
Nepal