Endlich wieder eine große Reise: Indien-Bhutan-Nepal
29.03.2026: Tag 3
Nach einer kalten, aber einigermaßen warmen Nacht in unserem heißgeliebten Daunenschlafsack aus den Kanada-Trekking-Zeiten gibt es erst mal wieder das bekannte Frühstück oder wie wir es auch gerne nennen: Carb Loading!
Haferbrei mit Früchten und Honig parallel zu Müsli ebenfalls mit Früchten.
Die Erkältung ist leider noch nicht ganz verflogen, mit Hilfe von Ingwer-Zitronen Tee und Halstabletten als Nachtisch wird aber versucht gegenzusteuern.
Wir packen unsere Sachen und machen uns auf den Weg Richtung Highcamp auf ~3550m.
Je nach Zustand könnten wir auch früher Rast machen da es wieder mal zahlreiche Unterkünfte auf dem Trek gibt.
Wir versuchen so hoch wie möglich zu kommen, da am nächsten Tag der „Ausflug“ zum Mardi Himal Viewpoint auf ~4200m ansteht und jedes höher gelegene Camp automatisch mehr Schlaf bis zum Aufbruch verspricht.
Der Nebel versperrt wieder einmal die meiste Sicht was aber für den waldigen Teil weniger ein Problem darstellt. Wir erklimmen nach einigen Stunden die letzten Stufen zur ersten Rast an einem Teehaus und können unser Glück kaum fassen: für knapp 10 Minuten sind die Wolken und der Nebel etwas verflogen und wir erhaschen einen überwältigenden ersten Blick auf die eindrucksvollen Gipfel des Himalaya!
Wir nutzen sofort die sich bietende Gelegenheit und schießen Schnappschüsse über Schnappschüsse. Nach der bisherigen, wenn auch schönen Plackerei ein richtiger Stimmungs-Booster!
Es geht weiter hinauf und wir hören nach einiger Zeit Tier -und Glockengeräusche. Der Guide weist uns an einem steilen Wegstück an zur Seite zu treten und uns kommt eine ganze Herde von Mulis
inkl. Hirte entgegen. Die tapferen Tiere sind vollbepackt mit Dingen die von den oberen Lagern wieder heruntergebracht werden müssen bspw. alte Gaspullen.
Der einzige Weg hier oben die Unterkünfte mit Lieferungen zu versorgen.
Wir steigen weiter auf und kommen letztendlich am anvisierten Highcamp an.
Wir beziehen wieder einmal ein sehr spartanisches Zimmer, aber immerhin in Ruhe da es wieder ein Zweibetter ist. Wir besprechen mit dem Guide, dass wir aus Gründen der Akklimatisation nach Lunch und Pause noch einige hundert Meter aufsteigen wollen, um dann wieder abzusteigen. Hier gilt wieder einmal das ungeschriebene Bergsteigergesetz:
Climb high - sleep low
Wir erreichen die knapp ~3800m
Höhenmarke ohne größere Probleme und machen „Beweisfotos“ von unserer Uhr und ein Selfie mit allen 4.
Beim Auf- und Abstieg kommen wir an einer Gedenktafel einer 2018 verschollenen Bergsteigerin aus den Niederlanden vorbei. Unser Guide erzählt uns, dass sie alleine unterwegs war und seitdem als vermisst gilt. Eine weitere Bestätigung für uns sich doch einem fach -und ortskundigen Führer anzuvertrauen gerade bei schlechtem Wetter. Hier oben liegt bereits einiges an Schnee und es herrscht ein harsches Wetter.
Wir steigen wieder ab, ziehen uns trockene Sachen an und bereiten die Rucksäcke mit dem Nötigsten für den morgigen Aufstieg vor. Der Hauptteil der Sachen verbleibt natürlich im Zimmer. Start ist um 4 Uhr morgens - das wird hart vor allem weil es wieder mal sehr kalt und feucht im Zimmer ist. Aber was macht man nicht alles für den Bergsteigererfolg.
Vor dem abschließenden Dinner, wieder einmal die geliebten gebratenen Eiernudeln und vegetarische Momos spielen wir noch Karten mit dem Guide und zwei Trekkern die wir dort kennenlernen. Ein 30 jähriger Amerikaner und eine 27 jährige Tschechin.
Wir fallen wieder einmal sehr müde und früh ins Bett - besser ist es auch vor dem anstehenden Ritt auf die Spitze.
| Aufbruch: | 19.03.2026 |
| Dauer: | 4 Wochen |
| Heimkehr: | 13.04.2026 |
Bhutan
Nepal