Costa Rica

Reisezeit: Februar - April 2005  |  von Martin Rümmler

Volcan Arenal

der abstecher nach Nicaragua ist vorbei,...leider. ich kann fuer uns alle zusammen sprechen und sagen, dass Nicaragua wirklich eine besondere erfahrung war und einen laengeren aufenthalt wert ist. wir sind froh, dass wir das land besucht haben, denn jetzt koennen wir wenigstens einen kleinen vergleich zwischen den laender mittelamerikas ziehen. dabei stellt man schnell fest, dass Costa Rica sehr viel wohlhabender (je reicher, desto hoeher der fettanteil in den koerpern der bevoelkerung), amerikanisierter und allgemein natuerlich sehr viel touristischer ist, als Nica.
ein grosses problem fuer individualisten hier in Costa Rica, wird uns erneut am Arenal bewusst. viele dinge kann man einfach nur per gebuchter tour besuchen, wenn man nicht gerade ein eigenes auto hat. so haben auch wir uns belatschern lassen, eine schrullige tour zu machen,...aber dazu spaeter mehr.

nachdem uns also das Tica-bueschen wieder wohlbehalten nach San Jose gebracht hat, haben wir wieder eine "transit-nacht" dort verbracht. fuer Viktor ist das sozusagen die letzte station im Land, er fliegt ja am 05.04 wieder back home. andrea und ich dagegen haben noch ein wenig zeit. eigentlich wollten wir noch eine tour an die suedliche pazifikkueste machen und dort den schoenen Corcovado NP besuchen. leider musste der plan ins wasser fallen, da man am wochenende die tour nicht buchen kann. also haben wir die alternative gewaehlt und sind zum Arenal Vulkan gefahren. nach 4 1/2h kommt man in der kleinen stadt La Fortuna an, die direkt am fusse des aktivsten Vulkans Mittelamerikas liegt. ein beeindruckendes bild, wie der perfekt kegelfoermige erdkrustenpickel die stadt ueberragt. die spitze des vulkans ist frei am heutigen tag,...und man kann auch ein wenig rauch aus dem krater aufsteigen sehen. von zeit zu zeit purzeln lava- und gesteinsbrocken die steilen flanken hinunter und hinterlassen dabei eine fahne aus staub und asche. in unserer unterkunft dreht uns nun einer der mitarbeiter eine tour zum Arenal an. kaum sind wir in La Fortuna angekommen, sitzen wir auch schon in einem minibus und umkurven den vulkan.

zunaechst einmal bekommen wir eine kleine einfuehrung in den regenwald am fusse des arenals. wirklich spannend und informativ ist die sache nicht. aber die tour ist ja auch nicht fuer den interssierten biologen gemacht. naja,...der wald war trotzdem schoen und am ende des weges standen wir an einem aussichtspunkt, von dem aus wir DIE LAVA sehen sollen. die naechsten 30 min, die wir hier stehen, ist LAVA das haeufigste wort, das faellt...lava da,...lava nicht da,...ist das lava?,...da war lava!,...lava lava. schliesslich haben wir dann doch wenigsten einen kleinen blick auf gluehende lavabrocken erhaschen koennen...der vulkan hatte schon mal impulsivere zeiten...naja. zum abschluss der tour sind wir dann in natuerliche thermen gegangen. es ist schon merkwuerdig, wenn man statt "...huoh, ist das kalt..." bei einer wassertemperatur von 67 Grad Celsius "...huoh, ist das heiss..." sagt.
Dafuer ging es bei mir (Andrea) gleich am naechsten morgen freuh wieder los, und diesmal auf dem Ruecken der Pferde. So lang sass ich noch nie aufm Pferd, doch meines nannte sich NANO, uebersetzt klein. Also alles tranquilo! ja, so konnte ich den Ritt zum Wasserfall mit dem Blick auf in Wolken gehuellten Vulkan geniesen. Nur mein Pferd war etwas bissig gegenueber den anderen und hatte spass daran, mit ihnen um die Wette zu rennen.
Endlich am Wasserfall angelangen, musste ich feststellen, das man sich nicht in dessen Naehe begeben darf, da er viel Wasser fuehrt welches 66m in die Tiefe stuerzt. Aber weiter unten waren einige pools mit glas-klarem Wasser und vielen Fischen. Eine ordentliche Erfrischung, denn diesmal hies es> "...huoh, ist das kalt..."

zum ersten mal auf der reise beschliessen Andrea und ich getrennte wege zu gehen. waehrend ich noch einen tag laenger in La Fortuna bleiben will, faehrt sie am naechsten tag zurueck nach San Jose, um eine tour nach Totuga Island im Pazifik zu machen. ich geniesse noch einen tag laenger die zeit am vulkan und kehre einen tag spaeter zurueck, wo ich abends Andrea dann wieder treffe.

© Martin Rümmler, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sieben Wochen Costa Rica stehen bevor. Die ersten zwei und die letzten drei verbringen wir auf der Suche nach interessanten Plaetzen irgendwo im Land. Dazwischen heisst es 14 Tage Tropenoekologisches Praktikum auf der biologischen Station La Selva in Costa Rica. Die Reise beginnt jedoch mit vier Tagen Stop-over schon in San Francisco.
Details:
Aufbruch: 19.02.2005
Dauer: 7 Wochen
Heimkehr: 08.04.2005
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Costa Rica
Nicaragua
Der Autor
 
Martin Rümmler berichtet seit 17 Jahren auf umdiewelt.
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