Vom Reisetraum zur Traumreise

Reisezeit: November 2010 - Februar 2011  |  von Edith R.

Suedinsel: Milford Sound

Milford Sound

Eine wunderschoene Strecke fuehrte uns durch bergige Landschaften mit grossen und kleinen Seen. Kurz bevor wir unser Ziel erreichten, mussten wir bei einem Tunnel mit Ampelregelung stehen bleiben. Genau vor dieser Stelle wurden wir vorgewarnt das Auto nicht zu verlassen. Hier gibt es die "Keas", und die lieben Autogummis! Tatsache! Wir konnten uns das nicht vorstellen. Ich stieg aus, Fototime, liess die Autotuere offen und so schnell konnte ich durch meine Linse gar nicht schauen, war meine Objekt, welches ich noch scharfstellen wollte, auf der offenen Autotuere und hackte uns ein Eck aus der Tuerdichtung. "Na dann Mahlzeit" Hoffentlich wird uns das nicht von der Kaution abgezogen. Sollen die doch besser ihre Voegel erziehen!!

Schon ziemlich beeindruckt von der Fahrt standen wir mit offenen Mund, mit Blick jetzt direkt in den Milford Sound hinein. Unverkennbar der Mitre Peak. Imposant! Einer der meistfotografiertesten Berge Neuseelands. Er wurde auch von mir von allen Seiten festgehalten. Ich, die mit Bergen wenig am Hut hat!

Wir erkundeten erstmal die Gegend zu Fuss, ueberlegten den Plan fuer den naechsten Tag. Dass wir hier naechtigen werden, stand fuer uns beide fest. Fuer den naechsten Tag buchten wir eine Schiffstour in den Fjord hinein. Das einzige Lokal im Milford Sound wird stark frequentiert von Wanderer die lautstark und in ziemlich guter Bierlaune ihre Wandererlebnisse erzaehlen. Nach einer nicht wirklich mundenden Mahlzeit starteten wir den zweiten Versuch wild zu campen. Es stellte sich schnell heraus, in diesem Gebiet ein Ding der Unmoeglichkeit. Der einzige erlaubte Platz war mehr als ueberfuellt.

Warum nicht ein Zimmer nehmen? Fuer ein paar Stunden wieder etwas mehr Platz zu haben waere ja auch nicht schlecht. Wie sich das wohl nach dem Schneckenhaus anfuehlt? Freude kommt auf! Wir fanden in der Mitre Peak Lodge ( wie passend, vorallem die einzige Schlafmoeglichkeit ) ein Zimmer. Gleichzeitig mit einem Koloss von Australier standen wir an der Rezeption. Mit den Worten, "sorry, i was first! schnappte er uns das billigere Zimmer vor der Nase weg. (Stimmte nicht, sollen wir uns mit ihm anlegen? Er wirkte so stark....) So blieb fuer uns nur noch die Suite uebrig. Na gut, wenn Zimmer, dann gleich das Beste! Nach der Schluesseluebergabe der Zimmer, gab uns der Koloss die Hand: " have a good night" Small talk folgte. Ich musste natuerlich gleich anbringen, " we have no Kangaru's in Austria", damit er auch gleich weiss, wo es lang geht.... Okay, er war doch ganz lieb.

Wow, beim Betreten des Wohnzimmers fiel der erste Blick direkt auf den Mitre Peak. Welch' ein An- und Ausblick! Im Bad befand sich ein Whirlpool. Haupttreffer?!
Da wir beide sehr schlecht schliefen, wird es, solange wir den Camper haben, kein Zimmer mehr geben! Selbst wenn Sie zum Whirlpool eine Massage gratis dazugeben wuerden. Da lassen wir in Zukunft nichts mehr ueber unser Schneckenhaus kommem. So gut wie im Camper schlafen wir nicht einmal in Wien.

Zur dreistuendigen Bootstour moechte ich nur so viel sagen, der Hin- und Rueckweg und Aus- und Einblick in den Milford Sound war spektakulaera. Bei der fuenftaegigen Wanderung waeren die Aha - Erlebnisse sicherlich mehr da gewesen. Leider fehlte uns dafuer die Zeit, wir supertollen Wandersleute. Wir haetten auch eine Eintagestour machen koennen, das haetten wir schon geschafft, aber diesmal war es wirklich die Zeit, die uns an solchen Unternehmungen hindert. ( Man braucht einfach mehr Zeit fuer diese Land!!) Wir fanden den Hype um den Milford Sound jedenfalls ein wenig uebertrieben. Vielleicht lag es auch daran, dass wir sowas von nicht ausgeschlafen waren. Positiv moechte ich erwaehnen, wir hatten eine supernette Crew, die sich sehr um die Gaeste bemuehte. Ebenfalls hatten wir ein Traumwetter, welches hier am Milford Sound, bzw an der Westkueste eher selten ist.

Von 365 Tagen regnet es an die 200 Tage im Jahr. In Anbetracht dessen, dass wir unsere Tage auf der Suedinsel einteilen muessen, haette es andere Plaetze gegeben, wo wir gerne laenger haetten bleiben wollen. So etwas weiss man nicht im Vorhinein, aber das ist das Schoene am Reisen, man wird an Erfahrungen und Erlebnisse reicher. Insofern war der Ausflug hierher ein tolles Erlebnis.

so ein lauser..

so ein lauser..

mitre peak

mitre peak

leider etwas abgeschnitten, der mitre peak. unser zimmer...

leider etwas abgeschnitten, der mitre peak. unser zimmer...

kopf neigen bitte, ein wasserfall im sound

kopf neigen bitte, ein wasserfall im sound

im sound

im sound

wieder ein wasserfall

wieder ein wasserfall

ohne worte

ohne worte

der weg zurueck vom milford sound

der weg zurueck vom milford sound

der spiegelsee

der spiegelsee

© Edith R., 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
90 Tage Auszeit vom Alltag! Südseeträume sind doch nur Schäume, drum bleibt Rudi zu Hause....ein alter Hit, aber wir packen unsere Rucksäcke und lassen die Träume wahr werden. In Neuseeland wird das Wohnmobil für einige Wochen unsere Herberge sein. In Samoa werden wir die Südseeträume vervollständigen.
Details:
Aufbruch: 28.11.2010
Dauer: 12 Wochen
Heimkehr: 20.02.2011
Reiseziele: Cookinseln
Neuseeland
Samoa
Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Edith R. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.