Vom Reisetraum zur Traumreise

Reisezeit: November 2010 - Februar 2011  |  von Edith R.

Suedinsel: Franz Josef Glacier

Unsere naechste groessere Station war der Franz Josef Glacier. Vom Milford Sound aus fuhren wir mit ein paar Ausnahmen durch. Die Zeit draengt. Auf dieser Strecke haetten wir ruhig (wiedermal) oefters und laenger stehenbleiben koennen.

Arrow Town

Wir nutzten die alte Goldgraeberstadt nur fuer's Uebernachten. Ein kurzer Spaziergang durch eine nette, kleine, alte Stadt die sich ihr Aussehen der damaligen Zeit erhalten hat (1860). Irgendwie erinnerte uns Arrow Town eher an eine Westernstadt. Einmal durch die Haupstrasse durch, mehr gibt es hier auch nicht zu sehen. Zu shoppen machte auch keine grosse Lust, hier wird den Touristen nur das Geld aus der Tasche gezogen. Laufen auch genuegend viele Japaner herum.....

Wanaka

Alleine der Ausblick vom Berg kommend machte schon Lust laenger zu bleiben. Wir hatten auf der ganzen Fahrt an der Westkueste nur traumhaftes Wetter. Da kam der See Wanaka mit Bergen im Hintergrund und davor ein schoen angelegter Ort, sah aus wie gemalt, nur bestens zur Geltung. Angesteckt vom herrlichen Wetter und dem regen Treiben an der Hauptstrasse, wo sich ein Kunstmarkt befand, haette ich mein ganzes Reisegeld ausgeben koennen. Die Frage waere auch gewesen, wohin mit all den Sachen.....

Am Lake Hawea hielten wir es vor lauter Idylle nicht mehr aus . Wie kann eine Landschaft nur so kitschig sein? Ein riesengrosser See und kein Mensch drinnen. Das muss sich aendern. Wir suchten einen netten Platz zum Halten, raus aus dem Gewand und ab in den Bergsee. Fuer einen Bergsee war der dann auch noch angenehm warm. Geht's uns gut! Wie gerne haetten wir den 3. Versuch zum Wildcampen gestartet. Diesmal hinderte uns der Weg den wir noch zu bewaeltigen haben. Das mit Wildcampen wird wohl nichts mehr werden! Etwas muede von der Fahrerei und der Verarbeitung der letzten Eindruecke, schafften wir es gerade noch in letzter Minute am Campingplatz einzutreffen.

Franz Josef Glacier

Die beiden Orte, Fox Glacier und Franz Josef Glacier, sind nur als Versorgungsorte gedacht. Anziehungspunkte sind ohnehin nur die Gletscher. Das interessante daran, beide Gletscher gehen bis ins Vorland. So trifft Zunge auf Regenwald. Ich glaube, dass das einzigartig auf der Welt ist. Wieder bei fast Traumwetter konnten wir zum Gletscher wandern. Der Weg selber war nicht wirklich aufregend. Touristengruppen werden durchgeschleust. Von einsamer Wanderung, wie wir es bis jetzt gewohnt und verwoehnt waren, keine Rede. Am Beginn unserer Neuseelandreise trafen wir ein sehr sympathisches Paar aus der Schweiz. Sie reisen mit ihren Kindern ein Jahr um die Welt. Ziemlich beeindruckt von ihrem Vorhaben ( wir moechten auch solange unterwegs sein ), wurden Reiseerfahrungen ausgetauscht. Der Regen trieb uns in die jeweiligen Camper zurueck. Gerne haetten wir mehr ueber ihre weiteren Reiseplaene erfahren. Am naechsten Morgen blieb keine Zeit zur Verabschiedung. Sehr oft dachten wir an die Beiden und bedauerten es, dass wir nicht einmal ihre Namen wussten. Und ploetzlich standen unsere Schweizer am Retourweg vom Gletscher vor uns. Die Freude war auf beiden Seiten gross. Schnell war klar, dass wir den Nachmittag miteinander verbringen wollen. Spontan entschieden sie, wegen uns,umzudrehen. Mit dem Vermerk von Marcel: "Die Schweiz hat ohnehin groessere und schoenere Gletscher". In einem netten Lokal beim Lake Matheson sassen, assen und tratschten wir. Fuer die uns vorgenommene zweite Wanderung, wurde es fast schon zu spaet. Schnell bezahlten wir und brachen zum Rundweg um den See auf. Die Wanderung fuehrte uns, durch die von uns in der Zwischenzeit sehr liebgewonnen typischen Waelder, mit einem tollen Ausblick zum Berg Aoraki, einer der hoechsten Neuseelands. Da die Kinder vom Spielen beim Lokal schon etwas muede waren, entschieden sie sich zur Umkehr. Nun hiess es Abschiednehmen, diesmal ausgestattet mit Adressen und Telefonnummern.

Ross

Nachdem wir den Tag ausgefuellt mit zwei Wanderungen und in netter Gesellschaft verbrachten, war die Lust zum Autofahren nicht sehr gross. Nach wenigen Kilometern erreichten wir bereits die Goldgraeberstadt Ross. Wir hielten Ausschau nach einem Campingplatz. Tatsaechlich gab es einen in dieser Hundert-Seelen-Gemeinde. Wir waren die einzigen Gaeste. (?) Nachdem wir die Waschanlagen sahen, war alles klar. Weiterfahren? Das wollten wir dann auch nicht. Fuer eine Nacht hiess es Augen zu und durch. Wir werden uns schon keine Krankenheiten holen. Irgendwie hatte es der Ort uns angetan, da nahmen wir auch die ziemlich runtergekommenen Sanitaeranlagen in Kauf. Vorallem ganz alleine auf einen Platz zu stehen, dass hatte auch seinen Reiz. Zum Campingplatz gehoert, oder umgekehrt, das Historic Empire Hotel. Klingt gut, war auch eine Wucht. Drinnen sah es wie zu Goldgraeberzeiten aus. Es fehlte nur noch das Pferd vor der Tuere. Das Bier schmeckte gleich doppelt so gut in diesem denkmalgeschuetzten Hotel. Der Besitzer, ein Wortkarger, dennoch sehr freundlicher Typ will Hotel und Campingplatz verkaufen. Im Ort gibt es ein Ross Goldfields Information Center, The Old Church und einen Wanderweg, der die Goldgewinnung der damaligen Zeit demonstriert. Heute wird wieder nach Gold gegraben, allerdings mit moderneren Methoden. Ansonsten sagen sich Fuechse und Hasen hier Gute Nacht. Der Ort hat jedoch etwas, dass wir mit Worten nicht erklaeren koennen. Uns faszinierte der Gedanke, das alles zu kaufen. Das Hotel und den Campingplatz in Gedanken bereits Aus-, Umgebaut geht unsere Reise weiter. Traeumen ist erlaubt!

Auf der Strecke zum Abel Tasman Nationalpark nehmen wir noch an der Westkueste die Pancake Rocks mit. Aus Kalksandstein besteht die absolute Touristenattraktion. Da wir im Moment etwas Sightseeingmuede geworden sind ( das gibt es auch bei uns, wird sicher nicht lange anhalten ), hielten wir uns gar nicht mehr lange auf. Die Westkueste war fuer uns der landschaftlichste, abwechlungsreichste und schoenste Teil. Wir waren auch Glueckskinder, selten so gutes Wetter gehabt wie an der Westkueste. Obwohl die Prognosen dafuer nicht immer die Besten waren.

Lake Hawea

Lake Hawea

Arrow Town

Arrow Town

Lake Wanaka

Lake Wanaka

wie bringe ich das nach wien?

wie bringe ich das nach wien?

Lake Wanaka

Lake Wanaka

hier herrschen andere sitten

hier herrschen andere sitten

fuer gross und klein

fuer gross und klein

mal wieder kinder sein....

mal wieder kinder sein....

da kamen wir ganz schoen ins schwitzen....irrgarten, hilfe, holt uns da raus.....

da kamen wir ganz schoen ins schwitzen....irrgarten, hilfe, holt uns da raus.....

wieviele tiere siehst du?

wieviele tiere siehst du?

alles etwas schraeg hier

alles etwas schraeg hier

manche hatten da so ihre schwierigkeiten

manche hatten da so ihre schwierigkeiten

in gesellschaft geht's leichter....

in gesellschaft geht's leichter....

lake hawea

lake hawea

ein traum von see

ein traum von see

weg zum gletscher

weg zum gletscher

da ist er...

da ist er...

Fox und Franz Josef Glacier sind die einzigen die wieder wachsen

Fox und Franz Josef Glacier sind die einzigen die wieder wachsen

Berg Aoraki

Berg Aoraki

gemuetliches Lokal

gemuetliches Lokal

tratsch, tratsch....

tratsch, tratsch....

Berg Aoraki

Berg Aoraki

giftig?

giftig?

bei Windstille soll sich der Berg im See spiegeln

bei Windstille soll sich der Berg im See spiegeln

unser klinisch reiner campingplatz

unser klinisch reiner campingplatz

alt, aber total genial das Lokal ( Empire Hotel )

alt, aber total genial das Lokal ( Empire Hotel )

Goldgraeberhuette

Goldgraeberhuette

hat was, so finde ich

hat was, so finde ich

Pancake Rocks

Pancake Rocks

Wega, sehr zahm und verfressen...

Wega, sehr zahm und verfressen...

© Edith R., 2010
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Die Reise
 
Worum geht's?:
90 Tage Auszeit vom Alltag! Südseeträume sind doch nur Schäume, drum bleibt Rudi zu Hause....ein alter Hit, aber wir packen unsere Rucksäcke und lassen die Träume wahr werden. In Neuseeland wird das Wohnmobil für einige Wochen unsere Herberge sein. In Samoa werden wir die Südseeträume vervollständigen.
Details:
Aufbruch: 28.11.2010
Dauer: 12 Wochen
Heimkehr: 20.02.2011
Reiseziele: Cookinseln
Neuseeland
Samoa
Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Edith R. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.