Las Vegas - Verlieren ist keine Option!

Reisezeit: September 2011  |  von Misch und HO :-)

Red Canyon, Death Valley und der 36 Std. Tag!

Müssen wir es extra erwähnen? Natürlich mussten wir wieder viel zu früh raus - um 08.00 um genau zu sein. Das tolle daran - Regen in Las Vegas... die beste Voraussetzung um die Umgebung zu erkunden.

Zu ändern war es aber nicht, weshalb wir auch bald los sind um eine Art Frühstück zu suchen, welches wir letztlich definitiv bei einem international tätigen Schnellverpfleger eingenommen haben.
Wir meinen, die Burger sind ja ganz gut - aber das Frühstück ist nicht wirklich ein positiver Einstieg in den Tag....

Gegen 10.00 h ging es dann definitiv los - den Highway 159 in Richtung Red Rock Canyon... Da wollten wir dann entscheiden, wie der Tag weitergehen sollte.

Die Fahrt war kurzweilig, weil eigentlich fast nur durch die nicht wirklich ansehnlichen Aussenbezirke von Las Vegas. Nach gut 30 Minuten waren wir an der Einfahrt zum Tal, wo wir für eine Gebühr von 10 Dollar eine Tageskarte erstanden, damit wir die 13 Meilen lange Strasse durch das Tal fahren durften... ohne viel Worte hier ein paar Eindrücke:

Fazit zum Red Rock Canyon:
Wer in Las Vegas ist, sollte dort unbedingt mal hin. Zum einen ist es eine Abwechslung zum Stress in der Stadt und zum anderen die Gebühr von 10 Dollar wirklich wert.
Wer Wanderungen unternehmen möchte ist hier definitiv richtig, im Visitors Center erhält man ausreichende Informationen.

Wie wir z.B. den Ratschlag nicht die geplante Route in Richtung Death Valley zu fahren, da es sich um Naturstrassen handelt und in der Region kein Handyempfang ist.

Da das Wetter tendentiell etwas besser wurde, haben wir uns dann doch entschieden, noch einen kleinen Abstecher zum Death Valley zu machen.

Über Pahrump ging es in Richtung Tal des Todes....

Pahrump ist eine nicht wirklich ansehnliche Stadt an der Grenze zwischen Nevada und Californien. Bekannt ist die Stadt am Ende der Welt letzlich nur wegen seiner legalen Bordelle... aha!

Von dort aus fuhren wir weiter in Richtung Death Valley, welches wir natürlich zur besten Mittagszeit, gegen 13.30 h erreichten. Am Eingang des Tales hiess es erneu zahlen, diesmal USD 20, um mit dem Wagen durch das Tal fahren zu dürfen. Wir zahlten gerne....

Bei unserem Glück regnete es natürlich genau in dem Moment ein wenig, als wir das Tal erreichten. Na ja, man kann ja nicht alles haben.

Aber da wir immer positiv gestimmt sind, war das für uns kein Grund einfach unzukehren. Wie blöd wäre das denn?

Nach einigen Fotostopps erreichten wir letztendlich das Herz des Tals, den grossen Salzsee, genannt Badwater, den tiefsten Punkt der USA.

Mischa, der sich ja selbst immer gerne als Auslaufmodell bezeichnet macht seinem eigenen Motto natürlich wieder alle ehre und litt in der ca. 36° warmen trockenen Hitze ein wenig, während Holger doch eher entspannt mit etwas feuchter Stirn den Spaziergang auf dem Salzsee wagte... ja ja, manchmal ist die Welt ungerecht.
Die einen verlieren im Spiel, die anderen bei wärmeren Temperaturen. Man kann halt nicht alles haben. *sfg*

Die Zeit verging letztlich doch schneller als erwartet - vielleicht waren wir ja auch etwas träge.... Nun, wird wohl so gewesen sein....

So ging es gegen 16.30 h zurück gen Las Vegas, wo ja eine Show auf uns warten sollte....

Fazit zum Death Valley:
Definitv einen auch grösseren Abstecher wert. Der Einfahrtspreis von USD 20 ist zwar etwas hoch, aber es lohnt sich allemal.

Die Temperaturunterschiede von Meeresspiegelhöhe auf -85 Meter sind enorm, die Landschaften atemberaubend und die Einsamkeit abseits der Strassen faszinierend.

Wir werden wohl - sollten wir nochmal in der Gegend sein - wieder hierher kommen um einen anderen Teil zu besuchten. Für einen Tag ist das Death Valley definitiv viel zu gross....

Wieder über Pahrump (Tankstopp) ging es in gut zwei Stunden nach Las Vegas wo zuerst einer der letzten offiziellen Programmpunkte abgehakt wurde: Der Besuch in "worlds greatest souvenir shop...." ui ui ui... wieder etwas, dass die Welt nicht braucht: einen Laden der über seine gesamte Fläche nur Kitsch und Sch... verkauft....

Also ging es mit einem kurzen Abstecher zum Duschen ins Mirage, weiter in Richtung Belagio, um dort die abendlich sehr oft stattfindende Springbrunnenshow zu bestaunen, welche (ganz ehlich gesagt) gar nicht mal so schlecht ist... *smile*

Danach mussten wir schon fast rennen, um noch zu unserer Show zu kommen. Aber nicht genug, um nicht noch kurz ins Ceasars Palace zu gehen, um sich dort einen Eindruck zu verschaffen..

Mann... das nennt man mal Luxus... und die Shopping Arkade wäre auch gar nicht von sooo schlechten Eltern, gäbe es da nicht einen H&M. *ggg*

Natürlich mussten wir unserern Junkfoodtag mit einem Hot Dog (plain und ganz gut) weiterführen, da für ein ausgibigeres Abendesse keine Zeit war. Dabei verliefen wir uns ein wenig im Ceasars.. haben aber dank der freundlichen Hilfe eines Wachmanns doch den Weg nach draussen und ins Treasure Island gefunden, um dort den letzten offziellen Programmpunkt zu erleben...

Mystere von Cirque du Soleil...

Um es in einem Wort auszurücken: WOW - einfach Atemberaubend...

Aber was will man von Cirque du Soleil auch anderes erwarten... Die Tickets von knapp 120 USD pro Person waren jede einzelne Minute wert... Wer mehr erfahren will.... Email schreiben und nachfragen oder einfach hingehen... kommt eh besser.

Nach der Show wollten wir eigentlich nur noch eines... ein wenig Geld verzocken und dann ab ins Bett... wir waren müde nach einem sehr langen Tag... doch irgendwie kam alles anders...

Was jetzt kam, ist schnell erkärt:

  • Zocken am Automaten im Treaure Island

  • Zocken am Automaten im Mirage

  • Zocken an ein paar anderen Automaten im Mirage

  • Natürlich regelmässig. "Ische bitte!" ausrufen

  • Weiterzocken am Automaten

  • Wechseln zum Black Jack Tisch....


Hier hatte Holger einen eher ruhigen Gang, während Mischa richtig loslegte und wir beide nach gut zwei Stunden angenehmr Beschäftigung und 4 Dealern mit zusammen gut 300 Dollar plus aufhörten, um diese in einem Automaten investieren....

Doch irgendwie war das langweilig und es ging zurück an den Black Jack Tisch, wo diesmal Holger etwas vorlegte und Mischa auf der schlechteren Seite stand...

Dass das alles nicht in 4 Stunden passierte mag dem geneigten Leser bewusst sein. Mittlerweile war es 07.00 h am Morgen, unser Flieger würde um 11.00 h nach Los Angeles und von da aus weiter nach Maui abfliegen, also hiess es, dem Zimmer zumindest noch einen Besuch zum duschen abzustatten, zu packen und auszuchecken.

Da nach alldem noch etwas Zeit war, verbrachten wir noch eine halbe Stunde am Black Jack Tisch, wo wir beide abloosten und je USD 60.00 verloren... sei's drum... es hat Spass gemacht...

Verlieren ist keine Option....

An dieser Stelle ist es an der Zeit, die Abschlussrechnung zu machen...

Wir sind mit USD 1200.00 nach Las Vegas gekommen um diese zu verzocken.

Mit allen Gewinnen und Verlusten, inkl. der USD 200 die Holger noch vom Automaten bezogen hat, um sein Gewissen Misch gegenüber zu beruhigen und welche am Black Jack Tisch investiert wurden (man gedenke des Verlusts am Vorabend), hatten wir USD 800 in der Tasche, d.h. in 4 Tagen zu zweit USD 600.00 verloren...

Na ja, verloren kann man das nicht nennen, waren doch 1200.00 geplant gewesen.

So gesehen ist das Motto: VERLIEREN IST KEINE OPTION wahr geworden.

Vom Rest konnten wir die Restzahlung für das Hotel auf Maui begleichen und das Backpacker in San Francisco war auch finanziert.

Okay... wir geben es zu: der grossen Gewinn ist nicht abgesprungen, aber wir werden wiederkommen, und dann werden wir die Black Jackt Tische rocken....

Letzte Highlights in Las Vegas

- in der Garage beim Auto suchte Ho seine Sonnenbrille, rannte zur Rezeption, holte sich einen neuen Zimmerschlüssel, durchsuchte das Zimmer nach der Sonnenbrille UND dem neuen Zimmerschlüssel, rannte zum Auto zurück und sah Mischa, der in aller Seelenruhe erklärte, dass er die Brille dort gefunden habe, wo sie hingehöre: in Ho's Rucksack.

DANKE AUCH!

Der Check In am Flughafen verlief auch recht angenehm:

Wir wollten ja nicht wirklich die 50 USD für die Koffer zahlen, weshalb Ho zum Schalter ging und der Dame freundlich erklärte, dass er als FQT nicht zahlen müsse.

Antwort: JEDER MUSS ZAHLEN
Holger: Jeder ausser FQT
Antwort: Bei UA zahlt jeder
Holger: Nein, FQT nicht
Antwort: Doch
Holger: Nein
Antwort: Ich kläre das ab, aber sie werden zahlen müssen.

Ein paar Minuten verstreichen...

SIE: FQT müssen nicht zahlen, aber sie sind kein FQT
Holger: Doch bin ich
SIE: Nein sind sie nicht, es steht nicht im System
Holger: Sie haben meine Karte in der Hand
SIE: Die zählt nicht, nur was im System steht zählt.
Holger: Dann schreiben Sie es ins System rein
SIE: Das geht nicht...

usw usw usw

Irgendwann ging es dann doch!!!!

Mischa: Es ist traurig, dass sie erst sagen, es geht nicht, dann sagen, es geht doch und dann behaupten, sie hätten nicht gesagt, dass es nicht geht.
SIE: Hab ich nicht
Mischa: Haben Sie doch
SIE: Hab ich nicht
Mischa: Oh doch...
SIE: Das ist kein Grund unhöflich zu werden...

Na ja, sind wir ja nicht... also lassen wir das, packen unsere Sachen, gehen eine letzte Zigarette rauchen und dann ab durch die Sicherheitskontrolle in Richtung Gate, um bei Hot Dog ein letztes Mal Junkfood zu uns zu nehmen....

Las Vegas: Bis auf eine Ausnahme nur Junkfood, zum Teil ausnehmend schlecht, manches wirklich gut... aber definitiv nicht gesund...

Damit unterbrechen wir unseren 36 Stunden Tag... denn:

FLIEGT EIN JUMBO NACH HAWAII AI AI AI....

© Misch und HO :-), 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wie immer ist nichts problemlos, wenn wir eine Reise planen... Wie sollte es auch? Ho und Misch sind on tour. Der Plan war Las Vegas! Sozusagen ein Geburtstagsgeschenk vom einen für den anderen. Aber Pläne - vor allem wenn wir sie schmieden - werden schnell mal über den Haufen geworfen. Die Route: Do. 08.09. Zürich - Philadelphia So. 11.09. Philadelphia - Las Vegas So. 15.09. Las Vegas - Maui Mi. 21.09. Maui - San Francisco Sa. 24.09. San Francisco - Zürich Have fun!
Details:
Aufbruch: 07.09.2011
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 25.09.2011
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Misch und HO :-) berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.