Mit dem Rucksack durch Thailand

Reisezeit: August / September 2011  |  von Sophie G. Dominik Z.

Pai: Pai-Canyon und Pambok Waterfall

Am 3. Tag in Pai mussten wir erstmal ausschlafen... Bis dahin hatten wir immer etwas geplannt, für das wir relativ früh aufstehen mussten. Nun brauchten wir wirklich mal eine extra Mütze Schlaf! Und so starteten wir dann auch erst um kurz nach 12 Uhr Mittags in den Tag.
Bei warmem Wetter und leichter Bewölkung (die unserem Sonnenbrand ganz gut tat), machten wir uns zum "Pai Canyon" auf.
Die roten Berge waren durch einen kurzen Fußmarsch zu erreichen und boten durch ihre tiefen Schluchten ein faszinierendes Bild. Teilweise war der Trampelpfad rund um den Canyon allerdings so schmal und der Abgrund direkt daneben so tief, dass wir uns entschieden, nicht komplett herum zu wandern und nur die sichere, breitere Seite zu begehen. Die Fotos können leider lange nicht wiedergeben, was für einen tollen Ausblick wir von den Canyons aus hatten.
Direkt im Anschluss fuhren wir zu einem weiteren Wasserfall nahe Pai. Einen bestimmten Ort auf Anhieb zu finden ist hier gar nicht so einfach, denn teilweise gibt es hier nur mangelhafte Beschilderung. Nichtsdestotrotz fanden wir den etwas versteckten, abschüssigen Weg durch mehrere Dörfer und entlang einiger großer Felder, die die Bauern hier noch völlig ohne maschinelle Hilfe bearbeiten.
Der Wasserfall zog sich schmal durch den Berg. Um eine bessere Sicht auf dessen Ursprung zu haben, stiegen wir einen, erst kaum zu entdeckenden, wild bewachsenen Pfad durch den Jungle hinauf. Nach dem schweißtreibenden Aufstieg hofften wir auf eine tolle Sicht, doch das letzte Stück ging so tief abwärts, dass wir es für besser hielten nicht weiter zu gehen. Ein falscher Schritt und wir wären im steinigen Abgrund gelandet. Da wir nicht wussten, was für ein Weg uns erwarten würde, hatten wir auch nur Flip Flops an den Füßen. Es ist also empfehlenswert, für solche Besichtigungen immer festes Schuhwerk anzuzuehen!

Wir wollten gern am nächsten Tag eine Raftingtour unternehmen. Die Natur in Pai ist geradezu perfekt für solche Aktivitäten! Dazu fragten wir in drei verschiedenen Büros nach, die diese Touren anboten. Jedes Mal wurde uns gesagt, wir sollten später wiederkommen (um zu sehen, ob sich noch mehr Personen meldeten), dass wir bis jetzt die Einzigen Interessenten seien und die Touren nur ab 4 Personen starten würden. Als wir dann am Abend die letzte Runde durch die Büros zogen, stand nun endgültig fest, dass wir die Einzigen mit dieser Idee waren. Niemand sonst hatte sich für eine Raftingtour am nächsten Tag eingetragen. So konnten wir leider keine Raftingtour machen und entschieden uns, am nächsten Nachmittag zurück nach Chiang Mai zu fahren um von da direkt nach Phuket zu fliegen. Schade...
Zum Abschluss trafen wir am späten Abend zufällig noch unsere Mitreisenden der Anfahrt nach Pai (ein verrückter Holländer und zwei Briten). Sie waren noch mit anderen Leuten unterwegs und einem thailändischen Barkeeper. Spontan entschieden wir uns, als Gruppe zu einem nahe gelegenen Resort zu fahren, um dort noch ein bisschen im Pool zu baden. Wir hatten viel Spaß! Ein gelungener Abschluss .

Der nächste Tag brach an und wir wussten, unser Bus würde um 16 Uhr abfahren. Wir schlenderten nochmal durch Pai's schöne Straßen und fuhren noch eine kleine Runde mit dem Roller durch die Stadt, bevor wir unsere kleine Rennschüssel und die stinkigen Helme wieder abgaben. Unsere großen und kleinen Rücksäcke konnten wir problemlos im "Breeze of Pai", in dem wir schon um 11 Uhr ausgecheckt hatten, unterstellen. Wir holten sie kurz vor der Fahrt wieder ab.
Ich hatte schon ein ganz mulmiges Gefühl, denn die Anreise mit dem Van war für meinen Magen bereits ziemlich furchtbar gewesen. Wir hatten nicht viel gegessen und so dachte ich, es würde schon gehen. Bereits kurz nach der Abfahrt und den ersten engen Kurven, spürte ich erneut die Übelkeit aufkommen. Nach weiteren unzähligen Kurven, in denen ich mich sehr zusammenreißen musste und Dominik mir voller Mitleid das Händchen hielt (ich möchte nicht wissen, wie ich da ausgesehen haben muss), machten wir endlich eine kurze Pause. Da schaffte ich es zum Glück noch bis zur Toilette, bevor ich mich übergeben musste.
Danach fuhren wir noch 2 lange lange Stunden, bis wir in Chiang Mai ankamen und glücklicherweise gleich ein Sammeltaxi fanden, dass uns zum Flughafen brachte.
Am Flughafen musste wir das Gepäck wiegen lassen, jeder Rücksack durfte nur 15kg haben. Ja, AirAsia nimmt es da sehr genau. Aus dem Grund mussten wir auch noch umpacken, denn Dominiks Rucksack wog mit 15,4kg genau 400g zu viel und meiner, mit seinen 16kg, genau 1kg zu viel.
Aber letztendlich schafften wir es, meinen Rucksack auf genau 14,9kg zu erleichtern und Dominiks auf genau 15kg (!!).
Wir hoben 22:45 Uhr mit AriAsia von Chiang Mai ab und landeten 00:15 Uhr in Phuket.

Auf dem Weg zum Canyon.

Auf dem Weg zum Canyon.

Es geht tief herunter.

Es geht tief herunter.

Toll...

Toll...

Ziemlich schmal...

Ziemlich schmal...

Was fuer ein Ausblick!

Was fuer ein Ausblick!

...aber vorsichtig!

...aber vorsichtig!

Bohnenfelder

Bohnenfelder

Auf zum Wasserfall!

Auf zum Wasserfall!

Wild bewachsen...

Wild bewachsen...

...und schoen.

...und schoen.

Beeindruckend!

Beeindruckend!

...

...

...

...

Ja, da war ein Weg.

Ja, da war ein Weg.

Welcome to the Jungle!

Welcome to the Jungle!

Schwei(sz)treibend...

Schwei(sz)treibend...

Oberster Pool

Oberster Pool

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Am 28. August beginnt unsere Reise in Hamburg. Zuerst erwartet uns noch ein Zwischenstopp in Dubai. Dort haben wir einen Tag Aufenthalt (genug Zeit um sich einiges anzusehen!), bis es weitergeht. Vier Wochen werden wir mit dem Rucksack durch Thailand tingeln. Eine aufregende Zeit erwartet uns!
Details:
Aufbruch: 28.08.2011
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 27.09.2011
Reiseziele: Thailand
Vereinigte Arabische Emirate
Der Autor
 
Sophie G. Dominik Z. berichtet seit 10 Jahren auf umdiewelt.
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