Genießer-Tour-de-France 2011

Reisezeit: August / September 2011  |  von Ulrike S.

Heimreise und Reisefazit

Die letzten 521 Kilometer in die Heimat fahren wir in einem Rutsch stau- und stressfrei durch. Hinter uns liegen insgesamt 2.149 unfallfreie Kilometer mit dem Wohnwagen, dazu noch etliche ungezählte Kilometer durch Ausflüge an unseren jeweiligen Urlaubsstationen. Diese Genießer-Tour war wieder einmal ganz nach unserem Geschmack und hat uns ebenfalls wieder einmal die Vorzüge des ungebundenen, spontanen Reisens gezeigt.

Überraschend für uns war auch, dass wir trotz der Hochsaison in Frankreich auf etliche ruhige, einsame und fast noch unentdeckte Ecken gestoßen sind, die weitgehend vom Touristenrummel verschont geblieben sind. Mit einer Ausnahme haben wir auf allen angefahrenen Campingplätzen ohne vorherige Reservierung schöne Stellplätze vorgefunden.

Das Burgund lohnt auch für Nicht-Weinliebhaber auf jeden Fall eine Reise, denn hier erwartet die Besucher eine sehr liebliche und ruhige Landschaft.
Spektakulärer geht es in der Auvergne zu. Was uns an diesem Landstrich sehr gut gefallen hat war die Ruhe und Weite der Vulkanberge, die fast schon ein wenig mystisch war. Gleichzeitig erinnerten uns die kargen Hochflächen an unsere heimische Schwäbische Alb.
Zweifelsohne am eindrucksvollsten war das Aveyron mit seiner Vielfalt von Schluchten und Hochebenen. Krasse Gegensätze, eine herbe Schönheit und ebenfalls jede Menge ruhiger Ecken, wenn man von den Abenteuer-Zielen wie Rafting oder Gleitschirmfliegen einmal absieht. Die Provence wiederum ist für uns ein Ziel mit zwei Seiten. Zweifellos punktet sie mit landschaftlicher Schönheit und erfüllt jede Menge Klischees, wie etwa die idyllischen Dörfer, die malerisch an den Hängen zu kleben scheinen. Andererseits darf man nicht außer Acht lassen, dass hier ganz einfach der Tourismus boomt. Wer eventuelle Vorurteile gegenüber Frankreich und den Franzosen hegt, der sollte in die Provence reisen. Hier bestehen sehr gute Chancen, diese Vorurteile bestätigt zu bekommen, wie etwa überteuerte Preise oder arrogante Menschen.
Das Jura kam am Ende unserer Reise - wieder einmal - viel zu kurz. Schon oft wollten wir hier einen längeren Aufenthalt einlegen, weshalb wir uns die 500 km lange Reise hierher mal als separates Urlaubsziel fest vorgenommen haben.

Insgesamt hatten wir sehr entspannte und erholsame Urlaubstage, die geprägt waren von vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen. Wieder einmal hat sich für uns gezeigt, dass Frankreich "unser" Land ist, in dem wir fast ausnahmslos auf offene, herzliche und gastfreundliche Menschen getroffen sind. Wir können zum Abschluss also sagen: "Au revoir et á bientôt!"

© Ulrike S., 2012
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Mit Hund und Wohnwagen ins Burgund über die Auvergne in den Süden und zurück Im Sommer 2011 brachen wir auf zu einer zweiwöchigen Genießer-Tour-de-France. Wir wollten uns treiben lassen, Station an schönen Orten machen, dort bleiben, wo und wie lange es uns gefällt. Als grobe Route hatten wir uns das Burgund, die Auvergne und die Provence vorgenommen. Der Rest – on va voir!
Details:
Aufbruch: 17.08.2011
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 03.09.2011
Reiseziele: Frankreich
Der Autor
 
Ulrike S. berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
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