Völlig verrückt - wir machen es trotzdem....

Reisezeit: Februar 2013 - August 2015  |  von Manuela A.

Sonne,Strand und Meer 12. - 22.06.13

Wer hätte das anfangs gedacht, wir verliessen Kota Bharu schweren Herzens. Aber wir freuten uns auf unseren Urlaub (ha ha ha ) auf den Perhentian Islands.
Wir hatten ja schon sehr viel Positives von den Inseln gehört, mal schauen ob es stimmte.
Es gab eine Bootsverbindung von dem kleinen Küstenstädtchen Kota Besut zu den Inseln. Nach Kota Besut konnten wir mit dem Bus fahren.
Es gibt eine grosse (malayisch = Besar) und eine kleine (Kecil) Insel (Pulau) , die grosse Insel sollte etwas ruhiger sein, die kleine eher für Rucksackreisende die mehr das Nachtleben suchen.
Wir Rucksackreisende die eher die Ruhe schätzen, wählten die grosse Insel, unter anderem, weil Oliver sich im Internet informiert hatte, dass dort wohl einige recht gute Tauchcenter sein sollten.
In Kota Besut angekommen, gingen wir zur Anlegestelle. Es gibt natürlich viele Anbieter für eine Überfahrt, wir hatten uns zum Glück schon im Vorfeld einen (als seriös und sicher benannt) herausgesucht.
Es folgte eine Schnellbootfahrt (schlappe 300 PS für eine bessere Nussschale sollten reichen) übers offene Meer, wieder nichts für schwache Nerven oder Rückenkranke. Wir hatten Glück, es war schönes Wetter und das Meer recht ruhig. Sicherheitshalber fragten wir auch vorher nach, ob wir unser Gepäck wasserfest einpacken sollten. Man sagte uns, es bestehe heute keine Gefahr von "Wasserschäden". Betreffend völlig durchnässten Gepäcks hatten wir nämlich schon einiges gehört, die Sachen werden vorne ins Boot geworfen und was dann passiert, interessiert keinen mehr. In unserem Fall blieb alles trocken.
Auf dem Boot lernten wir 2 Chinesen (ohne Kontrabass) kennen die ein Wochenende auf den Inseln verbrachten. Sie warnten uns gleich vor, das das Essen dort nicht besonders gut sei, dafür aber teuer. Aber das übrige Drumherum wäre den Aufenthalt wert. Die beiden hatten wie wir unschwer erkennen konnten, grosse Kühltaschen und Picknickkörbe dabei.

Von Kota Bharu waren wir verwöhnt, gutes und preisgünstiges Essen war die Devise.
Nach einer wilden Bootsfahrt, Zeit ist Geld, kamen die Inseln in Sicht. Da gerade die Ebbe begann, konnte das Boot nicht bis an den Strand fahren.
Ewas abenteuerlich mussten wir auf dem Wasser in ein noch kleineres Motorboot umsteigen. Auch dieses konnte nicht bis ganz an den Strand fahren, wir mussten im Wasser aussteigen und noch ein paar Meter bis an den Strand durch das Wasser waten. Gar nicht so einfach mit Gepäck, einmal mehr das Gefühl, ein paar Kilo weniger würden die Sache erleichtern.
Wir bekamen zum Glück ein Hüttchen bei dem uns empfohlenen "Mamas Chalet", preisgünstig und gut, wirklich zu empfehlen.
Oliver suchte die benachbarte Tauchbasis auf , machte Termine aus, der Urlaub konnte beginnen.
Die Tage die wir hier verbrachten waren normaler Inselurlaub. Anfangs gefiel es uns nicht soooo gut, wahrscheinlich hatten wir aufgrund der Schwärmereien eine sehr hohe Anspruchshaltung. Aber der Aufenthalt hier gefiel uns von Tag zu Tag besser.
Es war ein einfaches Inselleben. Es gab keine Strassen, keine Geschäfte, keine grösseren Hotelanlagen, keinerlei Fahrzeuge.
Die vorhandenen Unterkünfte waren alles kleine Hütten unterschiedlicher Qualität, in den Anlagen kann man Trinkwasser und das Allernotwendigste kaufen, es gibt kleine Restaurants am Strand, alles sehr idyllisch, ein wenig Robinson-Feeling.
Einen anfangs geplanten Besuch der kleinen Insel verwarfen wir kurzerhand.Alle Besucher von Pulau Perhentian Kecil, mit denen wir sprachen, meinten es lohne sich nicht wirklich rüberzufahren. Das kleine Dorf lohne den Besuch nicht und die Strände wären auf unserer Insel eher schöner.

Wir machten den Wanderrundweg durch den Dschungel, in wenigen Stunden kommt man an noch 2 andere kleine Strände und wieder zurück. Eine gute Abwechslung zum Strandleben.
Etwas störend hier waren die grossen Monsterameisen, ca. 3-4 cm, die wir schon oft im Urwald gesehen hatten. Hier konnten wir sie das erste Mal, schmerzhafterweise, in Olivers Fuss steckend bewundern. Er war unbeabsichtigt ( demTipp eines Einheimischen folgend ,Abkürzung zu einem Dschungelpfad") auf eine Ameisenstrasse getreten und die Biester wehrten sich nicht nur mit Säure, sie bissen sich fest. Eine im Fuss und eine in seinem Schuh. Die "Fussameise" wurde er zum Glück schnell los (blöderweise hatte sie bereits ein Stück Fuss herausgebissen-kein Witz), die Schuhameise bekam er kaum vom Schuh ab, die hatte sich richtig verbissen. Unglaublich!
Danach hatten wir entsprechend Respekt vor den Viechern, die auch öfters mal in unseren Betten zu Besuch waren, was dann zu leichter Nervosität bei uns führte.
Dafür war das Meer einfach nur toll. Total warmes Wasser, Abkühleffekt kann man vergessen, meistens so klar, dass man viele bunte Fische schon beim Stehen im Wasser sieht.
Es gibt viele Schildkröten ( Strandnahe Seegraswiesen = Leibspeise für Schildkröten) und nur beim Schnorcheln, gar nicht weit weg vom Strand, traf ich auf meinen ersten kleinen Hai.
Oliver genoss die bunte vielfältige Unterwasserwelt beim Tauchen, was hier nebenbei auch noch recht günstig ist.
Das Essen war wie schon gehört nicht so toll und relativ teuer. An unserem ersten Abend wollten wir uns etwas Gutes gönnen und bestellten frische über offenem Feuer gegrillte Garnelen.

Wir gingen davon aus, da kann man eigentlich nichts falsch machen, konnte man aber doch.
Selten so geschmacklose Garnelen gegessen, wir hielten uns die anderen Tage wieder an gebratenen Reis. Der war wenigstens akzeptabel.
Auf den Perhentians sahen wir zum ersten Mal die langschwänzigen Brillenaffen mit ihren weiß umrandeten Augen, sahen total niedlich aus. Diese witzigen Tierchen sind ein Problem für jeden Mangobaumbesitzer. Mangos werden teuer verkauft auf der Insel, bei uns im Garten standen auch ein paar Bäume, schon relativ leergefressen von den Affen. Das Personal läuft auch Wache um rechtzeitig die geschickten Diebe zu vertreiben. Diese fliehen dann in grossen Sprüngen über die Dächer der Hütten, was einen unglaublichen Radau macht. Wir hatten Glück das unsere Hütte nicht auf dem Fluchtweg lag, unser Nachbar hatte weniger Glück, er wechselte nach ein paar Tagen sein Domizil.
Zu den weniger beliebten Besuchern zählten auch die vielen Mücken, absolut unbeliebter Besucher am Badfenster (zum Glück von außen ) eine Riesenspinne.
Interessant zu beobachten waren die grossen Monitor Lizards die überall herumliefen und die riesigen Fledermäuse die nach Sonnenuntergang herumflogen.
Die arbeitende! Bevölkerung verbrachte die meiste Zeit des Tages mit Schlafen, wir hatten das Gefühl richtig wach werden sie auch nicht wenn Kundschaft auftaucht. Hier lief alles extrem entspannt ab, während der Arbeit wurde immer gesungen ( ist doch super ) Wir hatten Erlebnisse, da dachten wir immer, in Deutschland würde bei dieser Arbeitseinstellung ein Lokal oder Hotel keine zwei Wochen überleben!
Mittlerweile kannten wir das ja schon, und was andere Urlauber zu leicht nervösen Attacken reizte, reizte uns nur noch zum kopfschüttelnden Lachen. Irgendwie doch beneidenswert so eine stressfreie Arbeitsweise.
Wir hätten durchaus noch länger bleiben können, aber dann bestand Gefahr richtig faul zu werden. Darum besser rechtzeitig die Kurve kratzen.

Im Bus nach Kuala Besut

Im Bus nach Kuala Besut

Bereit für den wilden Ritt über die Wellen

Bereit für den wilden Ritt über die Wellen

Wir hatten uns nicht speziell gestylt und auch keine Gesichtsstraffung hinter uns, das war das Werk des Fahrtwindes

Wir hatten uns nicht speziell gestylt und auch keine Gesichtsstraffung hinter uns, das war das Werk des Fahrtwindes

So sieht das Ganze von außen betrachtet aus, ein uns entgegenkommendes Boot

So sieht das Ganze von außen betrachtet aus, ein uns entgegenkommendes Boot

Unser "Insel-Eigenheim", wenn über das Alu-Dach Affen, Eichhörnchen und anderes Getier hopsten, hörte sich das an als ob die wilden Reiter kämen

Unser "Insel-Eigenheim", wenn über das Alu-Dach Affen, Eichhörnchen und anderes Getier hopsten, hörte sich das an als ob die wilden Reiter kämen

Auf diesem schönen Fleckchen Erde befanden wir uns

Auf diesem schönen Fleckchen Erde befanden wir uns

Klares türkisfarbenes Wasser, es sah einfach super aus

Klares türkisfarbenes Wasser, es sah einfach super aus

Der ein oder andere Tropenregen gehörte auch dazu

Der ein oder andere Tropenregen gehörte auch dazu

Bei Sonnenschein sah es dann wieder umso schöner aus

Bei Sonnenschein sah es dann wieder umso schöner aus

Abwechslung vom Strandleben boten Dschungeltouren

Abwechslung vom Strandleben boten Dschungeltouren

Daran kann man sich gewöhnen

Daran kann man sich gewöhnen

Die Obsttelller waren gross und gut

Die Obsttelller waren gross und gut

Ein wenig Arbeit musste auch mal sein. Bilder einspielen, sortieren, e-mails schreiben usw., Geflügel und anderes Getier inklusive. Wir gestehen, es gibt unangenehmere Arbeitsplätze

Ein wenig Arbeit musste auch mal sein. Bilder einspielen, sortieren, e-mails schreiben usw., Geflügel und anderes Getier inklusive. Wir gestehen, es gibt unangenehmere Arbeitsplätze

Diese Jungs (Monitor Lizard) liefen in der Anlage herum....

Diese Jungs (Monitor Lizard) liefen in der Anlage herum....

.....und am Strand

.....und am Strand

Einzelne Strandabschnitte sind durch imposante Felsen voneinander getrennt (unter mir befindet sich übrigens das kristallklare Meer)

Einzelne Strandabschnitte sind durch imposante Felsen voneinander getrennt (unter mir befindet sich übrigens das kristallklare Meer)

Hier lässt es sich aushalten

Hier lässt es sich aushalten

Man sieht viele bunte Fische allein schon beim Stehen im Wasser

Man sieht viele bunte Fische allein schon beim Stehen im Wasser

Die verschiedenen Strände waren einfach alle schön

Die verschiedenen Strände waren einfach alle schön

Diese niedlichen Gesellen nutzten die Hüttendächer als Sprungbrett in die Mangobäume oder anschließend als Fluchtweg

Diese niedlichen Gesellen nutzten die Hüttendächer als Sprungbrett in die Mangobäume oder anschließend als Fluchtweg

Die Affen sehen putzig aus, richten aber grossen Mango-Schaden an
(wir sind trotzdem auf der Seite der Affenbande)

Die Affen sehen putzig aus, richten aber grossen Mango-Schaden an
(wir sind trotzdem auf der Seite der Affenbande)

Ich hörte Oliver aus dem Bad sagen : Das wird dir gar nicht gefallen wenn du es siehst. Das Bild hier ist verkleinert.

Ich hörte Oliver aus dem Bad sagen : Das wird dir gar nicht gefallen wenn du es siehst. Das Bild hier ist verkleinert.

Oliver startet mit seiner Gruppe zur Fahrt zum Abtauchen

Oliver startet mit seiner Gruppe zur Fahrt zum Abtauchen

Das Wasser ist warm genug, man braucht keine langen Anzüge

Das Wasser ist warm genug, man braucht keine langen Anzüge

Zum Abschluß ein farbenprächtiger Sonnenuntergang

Zum Abschluß ein farbenprächtiger Sonnenuntergang

© Manuela A., 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Wir beginnen eine Reise (geplant) um die Welt und starten erstmal in Thailand. Der weitere Weg findet sich unterwegs, es gibt keinen festen Plan und das Ende ist hoffentlich noch in weiter Ferne
Details:
Aufbruch: Februar 2013
Dauer: 30 Monate
Heimkehr: August 2015
Reiseziele: Thailand
Malaysia
Singapur
Brunei Darussalam
Indonesien
Hongkong
Australien
Laos
Kambodscha
Myanmar
Deutschland
Der Autor
 
Manuela A. berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.