Kingdom of Wonder

Reisezeit: November / Dezember 2013  |  von Kerstin Reimer

Diese Jahr geht es nach Kambodscha. Nach einer kurzen Stippvisite 2010 verdient dieses Land deutlich mehr Zeit und Aufmersamkeit.

Vorwort

KAMBODSCHA.... allein der Name klingt schon exotisch und geheimnisvoll....

Dieses Kapitel wird kein Bericht darüber, was noch alles zu erledigen ist, dass der Rucksack wiedermal zu klein ist oder die letzten Impfungen noch in den Körper gepiekst werden müssen.
Nein! Dieses Kapitel ist vielmehr der Versuch sich diesem Land emotional zu nähern, sich einzulassen. Auf großartiges und grauenhaftes.
Kambodscha's Vergangenheit kann nur als schwierig beschrieben werden. Schon im Mittelalter begehrten die Nachbarn im Westen wie im Osten das Land und besetzten es schließlich, in der neueren Geschichte kamen die Eindringlinge über die Ozeane, und die Kolonialherren aus dem fernen Frankreich waren nicht weniger auf Fremdbestimmung und Unterjochung aus. Kambodscha wurde in den Vietnamkrieg gezogen, und von Bürgerkriegsparteien zerrissen, sowie von den Amerikanern bombardiert. Aber es gibt nur eine Epoche, die an Grausamkeit nicht zu überbieten ist: die Schreckensherrschaft der Roten Khmer, mit ihrem Anführer Pol Pot.
Angkor Wat, die eindrucksvollste Tempelanlage der Welt, war schon immer der Ausgangspunkt für alle Triumpfe und Tragödien des Landes. Bein Anblick der berühmten Tempel, die in eine paradiesische Landschaft eingebettet sind, erscheint der Horror der jüngsten Vergangenheit kaum vorstellbar. Und doch gibt es in der Vorgeschichte auch eine düstere und unheimliche Warnung der Götter, eine angesichts der Pracht und Reichtümer schwer verständliche Prophezeiung, deren Quelle Jahrhunderte zurückreicht. " Tiefe Dunkelheit wird sich über die Menschen dieses Volkes Legen", heißt es in den alten Schriften." Es wird zwar weiter Häuser geben, aber keine Menschen darin, Straßen, aber keine Reisenden. Das Land wird regiert werden von Barbaren, die keine Religion kennen. Die Wogen von Blut werden so hoch schwappen, dass sie den Bauch eines Elefanten erreichen. Und überleben werden nur die Tauben und die Stummen." Fast jeder vierte Kambodschaner fiel Ende der Siebzigerjahre dem Terror der Roten Khmer zum Opfer. Das sind ca. 1,7 Millionen Menschen!!!

Wie bereist man ein solches Land?
Ich glaube, am Besten mit dem Rucksack, öffentlichen Verkehrsmitteln und offenen Augen. Ein unverzichtbarer Reisebeleiter wird für mich die eindrückliche Lektüre von Erich Follath " Die Kinder der Killing Fields" sein.(Aus der auch hin und wieder zitiert wird) Sie hilft zu sehen und zu verstehen. Schönes und schreckliches. In diesem Land untrennbar miteinander verwoben.
Aber nicht das ihr jetzt denkt, dass wir nur Trübsal blasen und uns von unserem, schon in die Wiege gelegten, "wir- sind- Schuld-Gen" dauernd runterziehen lassen. Nein, dass wird sicher nicht geschehen. Nur glaube ich, einiges wird in diesem Land sicher manchmal zum Drahtseilakt. Allerdings ist es wichtig, nicht zu vergessen, dass auch Scherben das Licht reflektieren.

Unsere grob geplante Reiseroute wird wie folgt aussehen:
Wir werden auf dem Landweg von Bangkok nach Siem Reap reisen um dort die prachtvollen Anlagen von Angkor zu bestaunen, weiter geht es nach Phnom Penh, die mondäne Metropole mit quirligen Märkten, der belebten Uferpromenade des Mekong und des Tonle Sap, alter Kolonialarchitektur und den Zeugnissen der Greueltaten der Roten Khmer.
Kratie werden wir nicht besuchen, weil die stark bedrohten Irrawaddy Delfinen ohne Touristen sicher besser dran sind.
Im alten Seebad Kep werden wir Station machen um uns am Crab Market den Bauch mit Krebsen und anderem Meeresgetier vollzuschlagen und den Kep-, wie vielleicht auch die Megabaustelle des Bokor Nationalpark anzusehen.
Zum guten Schluß besuchen wir noch Shianoukville, um eingebettet zwischen weissen Sandstränden, türkisem Wasser und malerischen Inseln zu relaxen und gesehenes zu verarbeiten und sacken zu lassen.
So jedenfalls ist der Plan....
Aber Pläne sind keine Dogmen und somit jederzeit änderbar.
In diesem Sinne wünsche ich uns einen tollen Urlaub und euch gute Unterhaltung.
Liebe Grüße Kerstin und Andreas

© Kerstin Reimer, 2013
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Die Reise
 
Details:
Aufbruch: 07.11.2013
Dauer: 4 Wochen
Heimkehr: 07.12.2013
Reiseziele: Kambodscha
Thailand
Der Autor
 
Kerstin Reimer berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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